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Versicherung verlangt Gutachten am Fahrzeug des Schädigers

24.08.2015 18:49 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Es geht um den Übergang von Ersatzansprüchen nach dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und die Rechte der Versicherung bzw. etwaige Abwehrrechte.

Hallo,
ich habe einen leichten Auffahrunfall mit meinem Motorrad verursacht. Dabei wurde ein Seitenkoffer am Motorrad meines Lebensgefährten beschädigt
Mein Lebensgefährte ist der Geschädigte, noch dazu sind wir beide bei der gleichen Versicherung.
Der Versicherung habe ich den Schaden noch am gleichen Tag gemeldet, zwei Tage später haben wir dann einen Kostenvoranschlag eines offiziellen Händlers und Fotos der Schäden an die Versicherung geschickt.
Diese wollte daraufhin einen Gutachter beauftragen.
Mein Lebensgefährte (=Geschädigter) hat dies abgelehnt, einen eigenen Gutachter und auch einen Anwalt beauftragt.
Die Versicherung hat Gutachten und Anwaltsunterlagen bereits erhalten.
Jetzt möchte die Versicherung einen Gutachter zu mir (Schädigerin) schicken und die Fahrzeuge gegenüberstellen.
Bei meinem Motorrad ist jedoch nur ein minimaler Schaden entstanden, den ich auch nicht ggü. der Versicherung abrechnen will.
Darf die Versicherung verlangen, dass mein Fahrzeug besichtigt wird? Lt. Anwalt des Geschädigten ist eine Gegenüberstellung erst einmal abzulehnen, vor allem da das Gutachten sowohl Hergang, als auch Schäden bereits bestätigt hat.
Aber darf ich als Schadensverursacherin das ebenfalls ablehnen oder darf die Versicherung auch ohne mein Einverständnis einen Gutachter zu mir schicken?
MfG
Michaela Pfeiffer
24.08.2015 | 20:14

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

leider ist es so, dass die Versicherung aus eigenem Recht heraus handelt, und zwar nach <a href="http://dejure.org/gesetze/VVG/86.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 86 VVG: Übergang von Ersatzansprüchen">§ 86 VVG</a> (Versicherungsvertragsgesetz):

„(1) Steht dem Versicherungsnehmer ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zu, geht dieser Anspruch auf den Versicherer über, soweit der Versicherer den Schaden ersetzt. Der Übergang kann nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers geltend gemacht werden."


Insofern ist die Versicherung auch berechtigt, einen eigenen Sachverständigen zu beauftragen.


Allerdings könnte in Ihrem Fall das sog. Familienprivileg an Bedeutung gewinnen: Nach dem in <a href="http://dejure.org/gesetze/VVG/86.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 86 VVG: Übergang von Ersatzansprüchen">§ 86 Absatz 3 VVG</a> normierten Familienprivileg findet der Anspruchsübergang nicht statt im Falle der Voraussetzungen des Absatz…

„(3) Richtet sich der Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen eine Person, mit der er bei Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann der Übergang nach Absatz 1 nicht geltend gemacht werden, es sei denn, diese Person hat den Schaden vorsätzlich verursacht."

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen Ihr Willy Burgmer - Rechtsanwalt

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
W. Burgmer
- Rechtsanwalt

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