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Inkassobüro kommt mit titulierter Forderung von vor 20 Jahren

12.03.2020 14:44 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ende 2019 einen Brief eines Inkasso-Unternehmen bekommen, mit der Aufforderung eine noch offene Forderung i.H.v. mittlerweile 1.360,- € eines Gläubigers aus dem Jahr 2000 zu bezahlen (die ursprüngliche Höhe aus dem Jahr 2000 lag bei 813 €). Da ich beim besten Willen diese Forderung nicht mehr nachvollziehen konnte, aufgrund der Zeitspanne, habe ich die Forderung bestritten und auch die Einrede der Verjährung geltend gemacht.
Jetzt kam wieder ein Schreiben des Inkasso-Unternehmens, diese Mal mit der Kopie eines Vollstreckungsbescheides aus dem Jahr 2001, mit der Aufforderung die Forderung zu begleichen.
Ich habe da Fragen dazu - Da ich in den letzten 10 Jahren (und auch davor ist nie etwas gekommen) nie etwas von dem Gläubiger gehört habe oder Vollstreckungsversuche unternommen wurden - ich weder umgezogen bin in den letzten 10 Jahren und immer beim Einwohnermeldeamt gemeldet war, gibt es da die Möglichkeit der Verwirkung aufgrund des Nichtstun des Gläubigers mindestens in den letzten 10-12 Jahren?
Könnte das Inkasso-Unternehmen Lohn-Pfändungen (durch den Vollstreckungsbescheid) bei einem möglichen Arbeitgeber bzw. eine Kontopfändung vornehmen?
Oder sollte ich abwarten bis ein gerichtlicher Mahnbescheid, initiiert durch das Inkasso-Unternehmen, kommt?

12.03.2020 | 15:58

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Laut BGH (BGH vom 9.10.2013 – <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZR%2059/12" target="_blank" class="djo_link" title="BGH, 09.10.2013 - XII ZR 59/12: Klage auf Unzulässigerklärung der Zwangsvollstreckung und Titel...">XII ZR 59/12</a> –) verwirkt ein Vollstreckungstitel nicht durch einfachen Zeitablauf, es müßten also zusätzliche Handlungen des Gläubigers hinzukommen.
Wenn der Vollstreckungstitel echt ist, kann der Titelinhaber in der Tat ohne weitere Zwischenschritte Lohnpfändungen und Kontopfändungen veranlassen, sofern er Ihre Bankverbindung oder Ihren Arbeitgeber kennt.

Einen Mahnbescheid benötigt der Gegner nicht mehr. Der Vollstreckungsbescheid basiert auf einem Mahnbescheid, der Gegner kann daher sofort gegen Sie vollstrecken.

Dementsprechend ist Gefahr in Verzug, d.h. Sie sollten SOFORT einen Anwalt einschalten, der sich die damalige Verfahrensakte anschaut und prüft, ob der Vollstreckungsbescheid echt ist. Zugeich sollte er Gegenmaßnahmen prüfen. Parallel sollten Sie genau überlegen, ob die Forderung nicht doch zutreffend sein könnte und sich auch auf die Zahlung vorbereiten.

Die Zinsen sind übrigens verjährt, sofern sie nicht jünger als drei Jahre sind. Auch übertreiben die Inkassobüros gerne bei den Gebühren, Sie sollten daher die geforderten Beträge sehr genau prüfen und immer wieder Verjährung einwenden.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt


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