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Hauskauf-Darlehenskündigung


14.08.2006 02:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Anwälte

Mein Problem ist folgendes:

Bis 2002 hatte mein Stiefvater ein Fuhrunternehmen. Ging dann aber in die Insolvenz, mangels Rentabilität und zuviel angehäufter Schulden. Meine Eltern hatten ein Haus, auf dessen Grundbuch der größte Teil der Schulden aus dem Fuhrunternehmen lastete. Da die Kredite vom Zeitpunkt der Insolvenz an nicht mehr getilgt werden konnten, deutete alles auf eine Versteigerung hin. Ich wurde von meiner Mutter gebeten Käufer des Hauses zu sein, damit meine Eltern weiterhin darin wohnen bleiben konnten. Weil meine Eltern das Haus nicht verlieren wollten, handelte meine Mutter mit dem Kundenberater der Bank für Geschäftskredite folgendes aus: Hausverkauf. Die Hauskaufsumme meinerseits belief sich auf 165 000 Euro, so auch die Summe der Schulden im Grundbuch (was sich aus den Schulden des Fuhrunternehmens und privater Schulden der Eltern zusammensetzt).
Damit ich den Kredit bekommen konnte, wurden meine Eltern als Bürgen mit in den Darlehensvertrag genommen. (Zum Zeitpunkt Stiefvater Insolvent, Mutter Arbeitslos.) Damit mein Einkommen(1700 Netto) für den Darlehensvertrag steigt, wurde ein Mietvertrag zwischen meinen Eltern und mir vereinbart. Ich wohnte seit Abschluß des Darlehensvertrages auch in diesem Haus. Kredit wurde bewilligt und damit die Geschäftskonten der Firma bei der Bank beglichen und gelöscht. Von diesem Zeitpunkt an war eine Mitarbeiterin von der Abteilung Privatkunden für uns zuständig und nicht mehr der Herr von der Abteilung Geschäftskunden. Die Monatlichen Raten des Kredites beliefen sich auf ca. 900 Euro. Höhe der Miete und Anteil meinerseits wurden auf extra Konto gezahlt um die gesamten Kosten an Bank und Nebenkosten des Hauses zu begleichen. Etwa 3 Jahre nach Abschluß des Darlehensvertrages trennten sich meine Eltern und zogen aus dem Haus aus. Mutter immernoch Arbeitslos, Stiefvater nicht genug verdient, hoben beide die Hände und zahlten nicht mehr. Ich alleine konnte die gesamten Kosten aber auch nicht bezahlen (ca. 1400 Euro, Kredit+Nebenkosten fürs Haus).
Wir baten um Ratenaussetzung um zu sehen wie es weiter laufen sollte, Fakt war: ich ging zu einem Anwalt. Da ich der Meinung bin der Vertrag sei unter Öminösen Machenschaften der Bank zu stande gekommen.
Er riet uns die Zahlungen einzustellen und gegen die Bank vorzugehen, zwecks Unzulässigkeit der Firmenkontenlöschung durch aufgenommenen Darlehensvertrag und die Höhe der Beleihungsgrenze.
Laut Gutachten beläuft sich der Marktwert der Immobilie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlußes auf ca 85 000 Euro.
Da seit Februar diesen Jahres die Raten an die Bank nicht mehr gezahlt wurden, wurde der Darlehensvertrag von Seiten der Bank gekündigt. Laut unseren Recherchen ist der Darlehensvertrag Sittenwidrig da die Bürgen keinerlei Voraussetzung zum Abschluß des Vertrages mitbrachten. Habe inzwischen schon viele auseinandergehende Meinungen von verschiedenen Quellen gehört und bin mittlerweile total verunsichert. Der Anwalt ist überzeugt Erfolgschancen zu haben. Der Makler sei der Ansicht wir sollten uns das Verfahren sparen und versuchen uns gütlich mit der Bank zu Einigen.

Meine Fragen wären deshalb:

Hätte ich in Bezug auf die Bank eine Chance den Vertrag zu annulieren?

Oder den Vertrag auf den eigentlichen Wert des Hauses zu drücken?
Den ich auch bereit bin zu zahlen!!!!

Oder ist es besser sich nicht mit der Bank anzulegen, sich Anwälte- und Gerichtskosten zu sparen und in die private Insolvenz zu gehen?

In dem Vertrag scheinen mir einige Unverhältnissmäßigkeiten, in Bezug auf Bürgen, die Beleihungsgrenze, den getürkten Mietvertrag und die Löschung der verschuldeten Firmenkonten bei der Bank zu sein.

Ist es Rechtens ein Darlehen unter den Voraussetzungen an mich zu geben?

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

M.P.


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Sehr geehrte(r) Ratsuchendende(r),


nach Ihrer Schilderung werden Sie anwaltlich vertreten, wobei nicht nachvollziehbar ist, wie dann daneben ein Makler Rechtstipps gegen kann.

Sie sollten daher zunächst der Einschätzung des Anwaltes vertrauen, da er die gesamte Amkte kennt und deshalb die rechtliche Lage sicherlich als Einziger gesamt einschätzen kann.


Als erste Orientierung kann hier dar Beschluss des OLG Dresden (Az.: 11 W 1293/01) herangezogen werden.

Dieses Gericht hat entschieden, dass eine Bank eine Ehefrau von vornherein nicht in den Darlehensvertrag hat einbeziehen dürfen, weil sie damit offenkundig finanziell krass überfordert gewesen sei. Bei ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen hätte sie nicht einmal für die Zinsen aufkommen können.

Ähnlich gelagert, liegt es bei Ihnen:

Als Kind waren Sie nicht in der Lage, den Vertrag zu bedienen, so dass so einiges für die Sittenwidrigkeit des Vertrages spricht. Auch die anderen Gesichtspunkte (Mietvertrag, Bürgschaft) sprechen seh dafür, wobei es dabei aber auch auf den genauen Worlaut der Verträge ankommen kann.

Dieses hätte dann zur Folge, dass der Vertrag als nicht bestehenden anzusehen ist.

Hier sollten Sie also mit Ihrem Anwalt das Gespräch mit der Bank zwecks gütlicher Einigung suchen.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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