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Gnadengesuch, habe ich überhaupt eine Chance?

19.09.2007 23:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Hallo!

Ich habe folgendes Problem:

Ich bin Vater einer unehelichen Tochter. Dadurch das ich kein Unterhalt bezahlt habe wurde ich durch ein Amtsgericht zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.
In der Bewährungszeit habe ich weitere fehler gemacht, das heißt ich wurde angeklagt wegen zu schnellen fahrens, musste mein Führerschein abgeben, bin wieder gefahren und mir wurde mein Führerschein entzogen. Die Bewährungszeit wurde verlängert. Ich habe mich weiter schlecht verhalten. Habe Arbeitslosengeld II beantragt und mehrere Monate zu Unrecht erhalten, da ich in der Zwischenzeit eine Arbeit gefunden hatte und es der ARGE nicht mitgeteilt habe. Dies alles passierte in der Bewährungszeit.
Nun wurde ich zu einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten verurteilt im offenen Vollzug.

Jetzt habe ich nochmals eine Strafe erhalten wegen fahrens ohne Führerschein (Geldstrafe i.H. von 1800,-€ + 1 Jahr verbot Führerschein zu machen).

Diese ganzen Angelegenheiten passierten in einer deppressiven Phase (habe aber keine ärztliche Bescheinigung).

Nun steht demnächst mein Haftantritt an.
Ich bin in einer festen Arbeisstelle, bin mittlerweile verheiratet, habe inzwischen einen Sohn im Alter von 1 Jahr und möchte ein Gnadengesuch stellen. Ich komme inzwischen durch meine kleine Familie auch mit meinen Deppressionen besser zurecht. Meine Ehefrau ist Hausfrau und der deutschen Sprache noch nicht mächtig (sie lernt noch die Sprache bei verschiedenen Kursen).


Habe ich überhaupt eine Chance? Wenn ja, wie sollte mein Gnadengesuch aussehen? Wie muss ich mich verhalten?

Für Ihre Hilfe bedanke ich mich im voraus.
20.09.2007 | 10:55

Antwort

von


(19)
Salierring 43
50677 Köln
Tel: 0221 - 294 262 60
Web: http://www.rechtsanwalt-aminyan.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragensteller,
Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt:

Nach der Gnadenordnung können Sie schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstellen der Gnadenbehörden Ihr Gnadengesuch stellen. Des Weiteren sollten die Gründe, aus welchen Sie ein Gnadengesuch stellen, belegt werden können z.B. durch ärztliche Bescheinigungen, Arbeitsvertrag etc.
Des Weiteren ist zu beachten, dass durch das Stellen eines Gnadengesuchs nicht die Vollstreckung der zugrunde liegenden Entscheidung gehemmt wird.
Damit Ihr Gnadengesuch Aussicht auf Erfolg hat, müssen Sie natürlich entsprechende Gründe vortragen können. Hier müssten Sie zunächst darlegen, dass sich Ihre Lebensverhältnisse erheblich geändert haben und in der Zukunft mit einer straffreien Führung zu rechnen ist.
Darüber hinaus müssten Sie darlegen können, dass die Verbüßung einer Haftstrafe zu unerträglichen Nachteilen führen würde, welche eine Aussetzung zur Bewährung rechtfertigen bzw. unausweichlich machen.
Diesbezüglich sehe ich bei Ihnen leider aufgrund des geschilderten Sachverhalts eher schlechte Erfolgsaussichten. Allein der Umstand, dass Sie nun verheiratet sind, Ihre Frau schlecht deutsch spricht und Sie ein Kind haben, wird voraussichtlich nicht ausreichen.
Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass Sie Erstverbüßer sind und im offenen Vollzug die Strafe verbüßen. Dementsprechend können Sie Ihr Gnadengesuch nicht auf den Verlust des Arbeitsplatzes stützen.
Trotz allem können Sie natürlich versuchen, ein Gnadengesuch zu stellen. In diesem Fall sollten Sie beantragen, dass die Vollstreckung der Strafe doch zur Bewährung ausgesetzt wird. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Ihnen zumindest ein Strafaufschub gewährt wird.


Ich hoffe Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Bedarf können Sie gerne die kostenfreie Nachfragefunktion nutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Aminyan
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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