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Wie kann ein Gnadengesuch aussehen und wie sind in meinem Fall die Chancen?


| 20.06.2007 13:44 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Ich bin bereits vorbestraft,habe 2002-2003 eine Haftstrafe verbüsst.Ein Verfahren wegen Betruges läuft seit 2000.In 1.Instanz lautete das Urteil 2 Jahre 4 Monate.In der Berufung ist es bei dem Urteil geblieben.Die Revision hatte insoweit Erfolg dass das Verfahren wieder an die Berufungsinstanz gegangen ist. Da ich 2005 wg.gefährlicher Körperverletzung zu 10 Monaten auf 3 Jahren Bewährung verurteilt worden bin, hat das Gericht beide Strafen zusammengezogen. Zusammen 2 Jahre und 4 Monate. Die danach eingelegte Revision wurde jetzt ohne Begründung verworfen.
Ich arbeite in als Bürokraft und beginne zum 1.8.07 eine Umschulung zum Bürokaufmann. Ich habe einen Sohn, der 1 1/2 jahre alt ist und bei seiner schwerstbehinderten Mutter lebt, die mich nicht besuchen wird/kann/möchte.
Mit der Inhaftierung würde ich nicht nur meine Umschulung verlieren(ich bin 29 Jahre alt)sondern auch die Möglichkeit, meinen Sohn sehen zu können.
Ich bin sozial gefestigt und bin in einer Langzeit-Therapie. Ein Abbruch wäre auch diesbezüglich nicht so einfach hinzunehmen.
Wie kann ein Gnadengesuch aussehen und wie sind in meinem Fall die Chancen einzuschätzen.
Wenn auch nicht die Aussetzung zur Bewährung möglich ist, würde eine Inhaftierung in einen offenen Vollzug ausreichen, um meiner Arbeit weiter nachgehen und meinen Sohn besuchen zu können.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gem. Art. 1 der Bundesbegnadigungsanordnung kann nur in rechtskräftig abgeschlossenen Strafsachen durch die Begnadigung die Strafe gemildert oder aufgehoben werden. Dazu gehören auch Nebenstrafen, Nebenfolgen, Kosten und Maßregelungen der Besserung.

Voraussetzung für ein Gnadengesuch ist die Rechtskraft der Entscheidung. Ein Gnadengesuch ist form- und fristlos, mündlich oder schriftlich zu stellen. Es kann durch den Verurteilten selbst oder durch ein von ihm beauftragten Dritten gestellt werden. Ein Anspruch auf Entscheidung innerhalb einer bestimmten Frist ist nicht gegeben. Die gerichtliche Überprüfung einer ablehnenden Gnadenentscheidung ist nicht möglich (BVerfG, NJW 1969, 1895; NJW 2001, 3771)

Wer über das Gnadengesuch entscheidet hängt von dem Bundesland ab, in dem der Täter verurteilt wurde, ausgenommen die Fälle in denen der Bundespräsident zuständig ist. Gegen die Ablehnung des Gnadensgesuchs sind meist Rechtsbehelfe gegeben; abhängig vom Bundesland.

Durch ein Gnadengesuch wird die Vollstreckung der Strafe nicht gehemmt.

In einem Gnadengesuch sollten Sie alle Tatsachen vortragen, weshalb in Ihrem Falle ausnahmnsweise die von einem Gericht gefundene Entscheidung im Wege der Begnadigung aufgehoben werden soll. Sie sollten neben der Schilderung Ihrer eigenen Situation dabei die Opfer Ihrer Straftaten in Ihren Argumenten nicht vergessen, da Strafe auch eine Form von Genugtuungsfunktion gegenüber den Opfern hat.

Insgesamt muss ich Ihnen jedoch mitteilen, dass ein Gnadengesuch äußerst selten, insbesondere vor Strafantritt, positiv beschieden wird.

Sie haben jedoch die Möglichkeit bei den Strafvollzugsbehörden anzuregen, Ihre Strafe im offenen Vollzug anzutreten.
Dazu rate ich Ihnen jedoch die Hilfe eines Rechtsanwalts in Anspruch zu nehmen, um diesbezüglich Fehler zu vermeiden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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