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Geldgeschenke durch die Mutter an die Tochter


| 05.09.2006 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,

im Auftrag meiner Mutter überstelle ich Ihnen folgende Anfrage:

Meine Mutter kümmert sich in den letzten Jahren sehr intensiv um meine Oma, deren Zustand nimmt aufgrund von altersbedingter Demenz stetig ab.

Meine Mutter hat noch einen Bruder, dieser kümmert sich jedoch nicht um die gemeinsame Mutter (meine Oma)

Meine Mutter hat für die Konten meiner Oma Vollmacht und kümmert sich um die finanziellen Belage und die Pflege. Hin und wieder hat meine Oma meiner Mutter Geld von Ihren Konten (selbst) abgehoben und dieses meiner Mutter geschenkt. Als es meiner Oma gesundheitlich schlechter ging, bat meine Oma meine Mutter sich mit der Vollmacht auch einmal selbst Geld abzuheben und dieses für den Kauf einer Eigentumswohnung zu verwenden.

Mittlerweile (also NACH den o.g. Sachverhalten) wurde meine Oma aufgrund Ihrer Demenz "entmündig" und in ein Pflegeheim eingeliefert, die Vertretung meiner Oma nimmt meine Mutter wahr.

Nun meine Fragen:

1.) Wie wirken sich die Schenkungen der Geldbeträge auf das spätere Erbe aus, kann der Bruder aus diesen (geschenkten) Geldern von meiner Mutter etwas zurückfordern?

2.) Könnte es zu einem Problem mit dem Geld kommen, welches sich meine Mutter (auf ausdrücklichen Wunsch meiner Oma) mittels der Vollmacht abheben sollte/ durfte?

3.) Wie kann der Sachverhalt aus Frage 2.) ggf. noch glattgezogen werden um späteren Ärger mit dem Bruder zu vermeiden?

Herzlichen Dank für Ihre kompetente Hilfe!

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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung IhresEinsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

1. Eine Schenkung kann über die §§ 2050, 2287, 2325 BGB im Erbfall zu beachten sein. Nach § 2050 BGB kommt eine Ausgeleichspflicht dann in Betracht, wenn die dort geannten Personen (Abkömmlinge) entweder Ausstattung (ähnlich Aussteuer hier nicht einschlägig), Zuschüsse (die wie Einkünfte verwendet wurden, kommt vorliegend in Betracht) oder aber Leistungen als sonstige Zuwendungen und der Bestimmung der Anrechung erhalten haben. Sollte der Bruder im Zeitpunkt des Erbfalles enterbt sein, stehen ihm uU Pflichtteils und auch Pflichtteilsergänzungsanprüche nach § 2325 BGB zu. Gleiches gilt, wenn die Schenkungen der Erblasserin einen Vertragserben beeinträchtigen würden, § 2287 BGB.
Um diese Fragen konkret in Ihrem Fall beantworten zu können rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt aufzusuchen, falls eine entsprechende Forderung nach dem Erbfall auf Sie zulkommt.

2.und 3. Hier steht immer der Verdacht der Unterschlagung im Raum. Die Abhebeungen zur eigenen Verwendung sind dann unproblematisch, wenn der Wille der "Oma" dokumentiert oder durch Zeugenbeweis die Anweisung zur Abhebung des Geldes nachgewiesen werden kann. Hier kann ich nur raten diese Beweismittel zu sichern, eventuelle Zeugen sollten eine schriftliche Erklärung verfassen und Ihnen zur Verdügung stellen um für mögliche "Angriffe" vorbereitet zu sein.

Ich hoffe meine Antwort hat Ihnen gedient, sie kann bei diesem Sachverhalt nur eine erste Orientierung sein.

Mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin

Nachfrage vom Fragesteller 05.09.2006 | 18:18

Sehr geehrter Herr Martin,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, zu Ihrer Beantwortung der Punkte 2-3 habe ich folgende einmalige Rückfrage:

Meine Mutter sollte also den Willen meiner Oma dieses Geldgeschenk zu machen schriftlich dokumentieren und von ihr -am besten rückdatiert- unterschreiben lassen um später im Erbfall auf der sicheren Seite zu sein?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2006 | 20:12

Eine Rückdatierung ist nicht zulässig. Sollte eine rechtswirksame Erklärung Ihrer Großmutter möglich sein, genügt es auch im Nachhinein die damalige Weisung zur Abhebung und Verwendung der Gelder zu dokumentieren.

Mit freundelichen Grüssen

RA Oliver Martin

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