Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Firmenwagen-Regelung.

21.03.2019 14:55 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich bin im Vertrieb bei einem IT-Systemhaus. Aufgrund von einem Weggang eines Kollegen, soll ich nun dessen Firmenwagen übernehmen und mir keinen eigenen konfigurieren / bestellen.

Ich habe mal gehört, dass in solchen fällen nur die 1% Regel zum tragen kommt und ich nicht noch den Eigenanteil des Vorgängers mit übernehmen muss? Denn ähnlich wie bei meinem Leihwagen den ich aktuell habe, (da aktuell noch kein neuer bestellt wurde) hier zahle ich auch nur 1% des Listenpreises.

Über eine Rückmeldung wäre ich hierzu sehr sehr dankbar.

Viele Grüße
D.Sauer

Einsatz editiert am 21.03.2019 15:47:16
Eingrenzung vom Fragesteller
21.03.2019 | 16:09
21.03.2019 | 19:03

Antwort

von


(26)
Martin-Hoffmann-Str. 13
12435 Berlin
Tel: 03053213330
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die „1 %-Regelung" in Zusammenhang mit Dienstfahrzeugen ist eine Methode zur unkomplizierten steuerlichen Veranschlagung der privaten Nutzung eines Pkw als „geldwertem Vorteil".

Dafür erhöht der Arbeitgeber das steuer- und sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt um 1 % des Listenpreises (unabhängig davon, ob Gebraucht- oder Neuwagen) plus ggf. noch um einen Aufschlag, wenn das Auto für Fahrten zur Arbeit benutzt wird. Für den Arbeitnehmer erleichtert das die Angabe des geldwerten Vorteils der privaten Dienstwagennutzung in der Steuererklärung.

Dagegen ist die Frage, ob Sie den Dienstwagen unentgeltlich nutzen dürfen oder ob Sie Ihrem Arbeitgeber Nutzungsentgelt bzw. eine Zuzahlung zu den Anschaffungskosten bzw. einen "Eigenanteil" schulden, davon unabhängig. Eine solche Verpflcihtung kann sich allenfalls aus den arbeitsvertraglichen Bestimmungen ergeben.Wenn Sie bisher 1 % des Listenpreises für Ihren Dienstwagen bezahlt haben, lässt sich Ihr Arbeitgeber womöglich lediglich die 1 %, die er für die Dienstwagennutzung auf Ihr Arbeitsentgelt aufschlägt, erstatten. Die Regelungen hierzu können jedenfalls frei im Arbeitsvertrag vereinbart werden ohne gesetzliche Vorgabe.

Allenfalls ist es in der Praxis üblicher bei höherwertigen Fahrzeugen mit Sonderausstattung, dass Arbeitnehmer Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten leisten. Bei der Nutzung von weniger hochwertigen Fahrzeugen oder z.B. Gebrauchtwagen, kommt eine vertragliche Verpflichtung, einen Eigenanteil zu tragen, seltener vor.

Welches Nutzungsentgelt Ihr Kollege für die Privatnutzung bezahlt hat, berührt jedoch allein die arbeitsrechtlichen Beziehungen zwischen dem Kollegen und Ihrem Arbeitgeber, ist aber für Ihre eigenen arbeitsrechtlichen Pflichten irrelevant. Wenn Ihr Kollege Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten des Dienstwagens zu leisten hatte, brauchen Sie deswegen nicht zwangsläufig diese auch leisten, wenn sie sich dazu im Arbeitsvertrag (oder z.B. auch durch eine mündliche Nebenabrede) nicht verpflichtet haben.

Sie sollten also die Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag hinsichtlich der Entgeltlichkeit der privaten Dienstwagennutzung prüfen.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage damit richtig interpretiert habe und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten oder falls Ihre Frage eigentlich in eine andere Richtung zielte, können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Stefanie Kremer

ANTWORT VON

(26)

Martin-Hoffmann-Str. 13
12435 Berlin
Tel: 03053213330
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Mietrecht, Zivilrecht, Sozialrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69224 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr nette kompetente Anwältin Rasche Antwort Jederzeit wieder und sehr zu empfehlen. Danke für Ihre Hilfe ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Schnelle Rückmeldungen, ich hoffe, die Hinweise bestätigen sich in der Praxis. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort war prägnant, mit Gesetzestexten bzw. Urteilen unterlegt und sehr verständlich. Uns wurde bei der Entscheidungsfindung über die weitere Vorgehensweise damit sehr geholfen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen