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Erbstreit

3. Dezember 2018 04:03 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Meine Schwester und ich befinden uns im Erbstreit, da meine Mutter kein Testament erstellte.
Die erste Frage bezieht sich auf eine Schenkung, welche ich nicht ganz verstehe. Meine Mutter schenkte ihr ein Grundstück, welches zur damaligen zeit 100.000 DM kostete, nach heutigem Marktwert 50.000Euro. Hier jetzt meine Frage:
§2
Schenkung

Der Veräußerer schenkt und überträgt hiermit dem dies annehmenden Erwerber (Meine Schwester) den vorbezeichneten Vertragsgegenstand
einschließlich aller wesentlichen Bestandteile und dem gesetzlichen Zubehör zum Alleineigentum.

Die Übertragung nicht ausgleichspflichtig und soll daher bei einer späteren Erbauseinandersetzung dem Erwerber nicht angerechnet werden;
bei Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen hat jedoch eine Anrechnung zu erfolgen.

Die Anrechnung hat zu dem Verkehrswert zu erfolgen, den der Vertragsgegenstand am heutigen Tage hat.

Der Bruder des Erwerbers (Ich), soll zu einem späteren Zeitpunkt gleichgestellt werden.


Ich werd daraus nicht ganz schlau aus dem teil der Urkunde, da es kein Testament gibt fällt ersteres doch weg? Wenn wir uns einigen is das hier mehr oder weniger nichtig, wenn es gerichtlich getrennt werden muss hat es seinen Wert.
In welchen fällen bekomme ich einen Ausgleich und in welchen nicht? Bisher hat noch kein solcher Ausgleich stattgefunden.

Es geht um 5 Häuser, verteilt auf drei Grundstücke: zwei Häuser direkt neben einander in Dorf 1, zwei Häuser auf einem grundstück in Dorf 2 und ein Haus ebenfalls in Dorf 2
Die beiden Häuser auf dem einen Grundstück in Dorf 2 bewohne ich mit meinem 21 Jährigen Sohn. Das zweite Haus auf dem grundstück hat zwei Wohnungen, davon wird eine vermietet und die andere Renoviere ich.
Das alleinstehende Haus besteht ebenfalls aus zwei Wohnungen von dennen eine Vermietet wird. Hier gehört mir 50%, ihr ebenfalls 50%.
Die beiden Häuser in Dorf 1 sind Gästehäuser welche meine Schwester alleine vermietet.
Meine Schwester bekommt alle einnahmen aus der Vermietung der beiden Wohnungen sowie die einnahmen des Gästehauses.
Diese hält sie geheim und ich erhalte nur spärlich Geld welches niemals die Summe der häfte der einnahmen sein kann. Darf sie mir die einnahmen vorenthalten bzw deren genauen betrag geheim halten?
Es wurde bisher noch nicht rechtlich festgelegt wer was bekommt, ergo gehört auch hier jedem von uns 50%. Es stehen noch die erträge vom Weinbau an, wie müssen diese aufgeteilt werden? Darf ich davon übergreifend eine schätzung der
Häuser/Grundstücke etc in auftrag geben?
Habe ich ein recht darauf im Haus in Dorf 2 wohnen zu bleiben? sprich sie muss etwas anderes als das Haus/Grundstück nehmen?
Sie Droht mir damit, wenn wir uns nicht einnigen das sie alles verkaufen will, darf sie das alleine? Wenn ja wie viel darf sie verkaufen?
Was muss passieren/ getan werden dass sie alles oder teile über meinen Kopf hinweg verkauft. Wenn sie zum gericht geht wie ist da der Ablauf? Wird erst gefragt oder gleich verkauft/getrennt?

Zusammengefasst:
Welche teilungsmöglichkeiten gibt es? Welche halten sie für Sinnvoll?
Habe ich eine art vor recht für die Immobile in der Ich und mein Sohn (21) leben?
Wann und wie kann die Schenkung ihres Grundstückes angerechnet werden?
Kann ich meine arbeiten an der Wohnung in irgend einer weise geltend machen?
Darf sie mir Geld vorenthalten? Wen ja wie viel?
Müsste sie mir die Hälfte der Mieteinnahmen bzw der einnahmen der Gästehäuser auszahlen (Ich helfe bei den Gästehaus nicht mit)
Muss sie mir alle rechnungen etc. offen legen welche unser Erbe angeht?
Wer erfährt von einer Schätzung alles? Finanzamt? Habe angst das das Erbe teurer wird.
Was kostet so ein erbe? Wenn jedes Haus 200k Wer wäre.

3. Dezember 2018 | 05:34

Antwort

von


(684)
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63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die Beantwortung Ihrer Vielzahl von Fragen kann auf dieser Plattform nur summarisch erfolgen. Ich rate Ihnen dringend, sich anwaltliche Unterstützung zu suchen. Bei Bedarf bin ich gerne bereit Sie zu vertreten.

Da kein Testament vorliegt sind Sie und Ihre Schwester zu je 1/2 Erben geworden. Sie bilden eine Erbengemeinschaft. Das bedeutet, dass nicht Ihrer Schwester ein Haus gehört und Ihnen ein anderes sondern Ihnen gehört alles gemeinsam zu je 1/2. Mieteinnahmen sind je hälftig an jedes Mitglied der Erbengemeinschaft auszuschütten. Schenkungen sind bei der Ermittlung der Erbmasse nicht zu berücksichtigen wenn die Schenkungen mehr als 10 Jahre zurück liegen.

Zu den einzelnen Fragen:

"Welche teilungsmöglichkeiten gibt es? Welche halten sie für Sinnvoll?"

Die gesamte Erbmasse ist hälftig zu teilen. Entweder wird alles verkauft und das Geld wird geteilt oder sie einigen sich auf eine Aufteilung der Immobilien (eventuell mit Wertausgleich).

"Habe ich eine art vor recht für die Immobile in der Ich und mein Sohn (21) leben?"

Nein.

"Wann und wie kann die Schenkung ihres Grundstückes angerechnet werden?"

Eine Schenkung wird nicht angerechnet wenn Sie 10 Jahre zurückliegt. Liegt die Schenkung 9 Jahre zurück, werden 90% nicht angerechnet. Bei 8 Jahren 80% usw.

"Kann ich meine arbeiten an der Wohnung in irgend einer weise geltend machen?"

Wenn Sie mit Ihrer Mutter hier keine Vereinbarung hatten, gestaltet sich dies rechtlich als problematisch. Faktisch haben Sie das Vermögen Ihrer Mutter vergrößert (dadurch die Erbmasse) ein Ausgleichsanspruch besteht nicht. Materialaufwendungen können Sie ersetzt verlangen soweit diese notwendig und sinnvoll waren.

"Darf sie mir Geld vorenthalten? Wen ja wie viel?"

Nein.

"Müsste sie mir die Hälfte der Mieteinnahmen bzw der einnahmen der Gästehäuser auszahlen (Ich helfe bei den Gästehaus nicht mit)"

Ja. Auch eine Hinterlegung auf ein Konto der Erbengemeinschaft kommt in Betracht.

"Muss sie mir alle rechnungen etc. offen legen welche unser Erbe angeht?"

Erben sind einander nicht zur Rechnungslegung verpflichtet. Allerdings darf sie nicht Teile der Erbmasse für sich behalten und dies nicht angeben.

"Wer erfährt von einer Schätzung alles? Finanzamt? Habe angst das das Erbe teurer wird."

Sie sind verpflichtet das Finanzamt über die Höhe des Erbes zu informieren. Die Immobilienbewertung obliegt dabei einem eigenen Schlüssel der Finanzämter der von Ort zu Ort abweicht.

"Was kostet so ein erbe? Wenn jedes Haus 200k Wer wäre."

Bei einem Erbe von der Mutter stehen Ihnen zunächst 400.000€ als Freibetrag zu. Darüber hinaus wird Erbschaftssteuer fällig. Diese beginnt mit 7% und steigt bei höheren Werten weiter an.

"Es stehen noch die erträge vom Weinbau an, wie müssen diese aufgeteilt werden?"

Hälftig.

" Darf ich davon übergreifend eine schätzung der
Häuser/Grundstücke etc in auftrag geben?"

Ja. Sinnvoll wäre es allerdings sich vorab mit Ihrer Schwester auf einen Gutachter zu einigen. Anderenfalls wird diese einen Gegengutachten bestellen usw. Die Kosten für ein Gutachten können pro Haus schnell bei 3.000€ und darüber liegen.

"Habe ich ein recht darauf im Haus in Dorf 2 wohnen zu bleiben? sprich sie muss etwas anderes als das Haus/Grundstück nehmen?
Sie Droht mir damit, wenn wir uns nicht einnigen das sie alles verkaufen will, darf sie das alleine?"

Jedes Mitglied der Erbengemeinschaft ist berechtigt eine Teilungsversteigerung zu beantragen. Dieses Recht lässt sich nicht beschneiden.

"Wenn ja wie viel darf sie verkaufen?
Was muss passieren/ getan werden dass sie alles oder teile über meinen Kopf hinweg verkauft. Wenn sie zum gericht geht wie ist da der Ablauf?"

Es muss Antrag auf Teilungsversteigerung gestellt werden. Sie erhalten dann die Möglichkeit zur Stellungnahme. Der freihändige Verkauf ist stets vorzuziehen da bei der Teilungsversteigerung selten die tatsächlichen Werte erzielt werden.

Ich rate Ihnen noch als dringend sich anwaltliche Unterstützung zu suchen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


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