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Erbengemeinschaft, Verteilung des Erbes

28.02.2008 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Gute Tag,
mein Vater ist Anfang Febr. 2008 verstorben. Er hinterläßt ein Haus aus den 50er Jahren und ca. 2000 qm Land, teilweise Bauland.
Ich habe 2 Schwestern und einen Bruder. Die Erbengemeinschaft besteht also aus 4 Personen. Da die Erbauseinandersetzung sicher nicht einfach wird, möchte ich so schnell wie möglich aus der Erbengemeinschaft heraus, ohne auf den Erbanteil zu verzichten. Welche Möglichkeiten habe ich, wie gehe ich am Besten vor?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihnen Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes summarisch wie folgt:

Die Erbengemeinschaft besteht grundsätzlich solange, bis diese sich über das Erbe auseinandergesetzt hat. Dies ist auch letztlich der alleine Sinn der Erbengemeinschaft (§ 2032 BGB). Allerdings hat jedes Mitglied der Erbengemeinschaft jederzeit das Recht, die Auseinandersetzung über das Erbe zu verlangen (§ 2042 BGB). Das bedeutet, Sie können von den anderen Miterben verlangen, sich über die Erbschaft auseinanderzusetzen und diese Erbengemeinschaft aufzulösen.

Kommen die anderen Mitglieder der Erbengemeinschaft dem nicht nach oder findet sich keine Einigung, so kann beim Nachlassgericht die Zwangsversteigerung beantragt werden. Der Erlös würde dann entsprechend den Erbteilen geteilt. Diese Vorgehensweise ist aber wirtschaftlich unklug, da bei einer Zwangsversteigerung natürlich nicht der tatsächliche Wert des Nachlasses erzielt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit ist es, seinen Anteil an der Erbengemeinschaft an die anderen Mitglieder der Erbengemeinschaft zu "verkaufen" (§ 2033 BGB). Aber auch dies setzt natürlich eine finanzielle Einigung voraus.

Eine ganz andere Möglichkeit ist es, mit den Erben einen sogenannten Abschichtungsvertrag zu schließen, in welchem der austrittswillige Miterbe auf seinen Miteigentumsanteil verzichtet und auch auf alle Ansprüche aus der Auseinandersetzung. So kommt er aus der Erbengemeinschaft raus, obwohl diese danach noch weiterbesteht. Als Gegenleistung wird dann eine entsprechende finanzielle Abfindung festgesetzt, die aber natürlich ebenfalls streitig sein kann.

Zusammenfassend kann ich Ihnen daher nur sagen. Sollten sich die anderen Miterben weigern, in irgendeiner Form Sie finanziell auszuzahlen oder abzufinden, bleibt Ihnen rein rechtlich nur die Zwangsversteigerung, die aber mit den entsprechenden wirtschaftlichen Nachteilen verbunden ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Für eine Rückfrage stehe ich natürlich gerne im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Gerne vertrete ich in dieser Angelegenheit auch Ihre Interessen im Rahmen einer Mandatierung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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