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Erben in der Insolvenz

| 18.06.2009 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Hallo!

Ich habe da bezüglich des Erbes mal eine Frage.
Es geht darum, mein Mann hat vor ca. 6-8 Wochen 2 Immobilien und ca. 50.000 € in Bar geerbt.Das Übersteigt die höhe der Insolvenz um Beträchtliches.(ca.12.000 €)
Nur jetzt ist unser Problem, die Häuser wollen auch unterhalten werden, aber die Konten (Nachlasskonten) wo das Geld drauf ist, sind komplett gesperrt.
Ich habe gehört, dass 50% an den Treuhänder gehen.
Was ist mit den anderen 50% ?
Wir kommen an kein Konto dran,obwohl uns doch die anderen 50% zustehen,oder?
Der Treuhänder hat gemeint er behält alles ein bis die Insolvenz abgeschlossen ist und die Gläubiger ausbezahlt.
Kann er das machen?
Wir müssen doch auch Rechnungen für die Häuser bezahlen.

Danke





Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Während eines laufenden Privatinsolvenzverfahrens ist die Erbschaft richtigerweise an den Treuhänder komplett abzuführen. Soweit Kosten für die Bewirtschaftung der Immobilien anfallen, hat diese der Treuhänder zu entrichten. Sollte der Treuhänder die Immobilien aus der Insolvenzmasse freigeben, was aufgrund Ihrer Angaben hier nicht zu erwarten ist, würde die Zahllast der Bewirtschaftungskosten wieder auf Ihren Mann zurückfallen.

Soweit das Insolvenzverfahren bereits beendet ist und sich Ihr Mann in der Wohlverhaltensperiode befindet, sind von der Erbschaft 50% an den Treuhänder abzugeben. 50 % verbleiben bei Ihrem Mann.

Seitens Ihres Mannes besteht die Möglichkeit das Erbe ausschlagen, so dass der Anfall der Erbschaft bei ihm nicht eintritt, sondern bei dem nächsten Erbberechtigten.

Die Entscheidung, ob er die Erbschaft ausschlägt, liegt bei dem Erben und führt nicht zur Versagung der Rechtsschuldbefreiung. (BGH ZEV 1997, 345= NJW 1997, 2348).

Insoweit müssen Sie bzw. Ihr Mann prüfen, ob er sich in der Wohlverhaltensperiode befindet. Nur dann hat er einen Anspruch 50 % der Erbschaft behalten zu dürfen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 18.06.2009 | 14:45

Ja mein Mann befindet sich in der Wohlverhaltensperiode.
Nur wie ist denn das hat er Anspruch auf 50% des Barvermögens und auf 50% der Immobilien?

Der Treuhänder hat gesagt er wird nichts freigeben, bevor die Insolvenz nicht beendet wurde und die Gläubiger bedient sind.

kann er auch sagen,die Immobilen bleiben bei uns, aber das Geld behält er komplett ein?


Vielen dank für die Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.06.2009 | 20:04

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen dank für Ihre Nachfrage. Gem. § 295 InsO steht Ihrem Mann das Erbe zu. Ihr Mann hat an den insolvenzverwalter die Hälfte des Wertes des Erbes an die insolvenzmasse abzuführen. Kann über die Bewertung der Immobilien keine Einigung gefunden werden, so wäre die Zwangsversteigerung durchzuführen.

Sie sollten den insolvenzverwalter auf § 295 InsO hinweisen, u.U. das Insolvenzgericht informieren. Sollte alles nichts helfen, empfehle ich einen Kollegen zu beauftragen, um das Erbe herauszuklagen.

Mit besten Grüße

Bewertung des Fragestellers 18.06.2009 | 14:55

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