Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erbanspruch bei Zugewinngemeinschaft - Pflichtteil

| 23.01.2015 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Zusammenfassung: Der Pflichtteilsanspruch des Sohnes Ihres Mannes aus erster Ehe besteht nur in dessen Vermögen zum Zeitpunkt seines Ablebens. Woher dieses rührt ist ohne Belang, also natürlich auch, ob die Ehefrau während der Ehe eine Erbschaft erhalten hat.

Wir sind verheiratet und leben in einer Zugewinngemeinschaft. Wir haben ein Berliner Testament, in dem wir uns gegenseitig als Alleinerben eingesetzt haben.
Mein Mann "M" hat einen Sohn aus erster Ehe. Dieser Sohn "S" hat einen Pflichtteilsverzicht für den Zeitpunkt des Ablebens meines Mannes unter Vorauszahlung von 10.000,- € unterschrieben.
Ich "F" habe während unserer Ehe eine nicht unwesentliche Erbschaft erhalten.
Frage:
Wenn der Sohn "S" unmittelbar nach Ableben seines Vaters "M" allerdings doch seinen Pflichtteil einklagen sollte, hat er dann auch anteiligen Anspruch auf die Erbschaft von mir "F" ?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen gern wie folgt beantworten:

Der Pflichtteilsanspruch des Sohnes Ihres Mannes aus erster Ehe besteht nur in dessen Vermögen zum Zeitpunkt seines Ablebens. Woher dieses rührt ist ohne Belang, also natürlich auch, ob die Ehefrau während der Ehe eine Erbschaft erhalten hat.

Für die Bemessung etwaiger Pflichtteilsansprüche der Abkömmlinge spielt der eheliche Güterstand keine Rolle. Insofern kann der Sohn am Vermögen der Ehefrau des Verstorbenen nicht partizipieren, sondern nur am Vermögen des Verstorbenen.

Der eheliche Güterstand spielt nur beim Ehegattenerbrecht eine Rolle. Hier erhöht sich der Erbanspruch (gesetzlich 1/4) des Ehegatten um ein weiteres 1/4. (§§ 1931, 1371 BGB)

Der Ehegatte erbt daher, wenn kein Testament vorhanden ist und die Eheleute im Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebten 1/2 des Vermögens des Erblassers und die Abkömmlinge die andere Hälfte.

Da der Sohn durch das gemeinschaftliche Testament enterbt ist, besteht sein Pflichtteilsanspruch in der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, also vorliegend in 1/4 bezogen auf den Stand des Vermögens des Ehemannes zum Zeitpunkt des Todes.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2015 | 19:07

Unklar ist für mich der erste Absatz: " Der Pflichtteilsanspruch...."
Wir haben ein gemeinsames Girokonto, auf dass das Erbe unter der
Buchungsinformation: "(mein Vor- und Nachname)- Nachlass E.G."
nachweislich vom Testamentsvollstrecker eingezahlt worden ist.
Ist das als Nachweis ausreichend, dass dieses Erbe nicht zum Vermögen meines Mannes "F" gehört?
Ist es notwendig, das Erbe auf einem gesonderten - nur unter meinem Namen lautenden - Konto zu führen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.01.2015 | 06:49

Sehr geehrte Fragestellerin,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Bei einem gemeinsamen Konto fällt grundsätzlich die Hälfte des Guthaben in den Nachlass.

Etwas anderes ist nur dann möglich, wenn eine Vermögensverwaltung nachweisbar ist.

Der Nachweis, dass das Erbe auf das gemeinsame Konto eingezahlt worden ist, reicht allein für eine andere Bewertung nicht aus.

Es ist ratsam, das Guthaben aus dem Erbe auf einem gesonderten Konto unter Ihrem Namen zu deponieren.

Bewertung des Fragestellers 30.01.2015 | 10:58

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ein für mich befriedigendes Ergebnis konnte erst mit Nachfrage erreicht werden."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 30.01.2015 4,4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70385 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top-Antwort. Ausführlich, verständlich und mit klaren Handlungsanweisungen. Ging auf alle Punkte ein. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
nice und schnell-. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank. ...
FRAGESTELLER