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Erbschaft aus den Niederlanden - Verjährung Pflichtteil

20.01.2016 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Niederländische Pflichtteilsansprüche innerhalb einer Frist von 5 Jahren geltend gemacht werden muss, da dieser Anspruch ansonsten verfällt, vgl. Art. 85 Burgerlijk Wetboek Boek 4. Wurde der Anspruch dagegen rechtzeitig geltend gemacht, so tritt die Verjährung erst nach...

... meine leibliche Mutter ist im Jahre 2008 in den Niederlanden
verstorben. Kontakt bestand seit Jahren nicht mehr. Von der Testaments-
vollstreckerin u.Mit-Erbin ( meine Stiefschwester ) bin ich weder über den Tod meiner Mutter informiert worden noch habe ich eine Vermögensaufstellung erhalten.
Als ich erfahren habe, daß ich innerhalb von 5 Jahren nach niederländischem
Gesetz Ansprüche anmelden muß, habe ich der Testamentvollstreckerin im Jahre 2013 durch einen Gerichtsvollzieher einen Brief zustellen lassen; mit dem Inhalt, mir eine Aufstellung des Nachlasses zu übersenden und mir mein Pflichteil auszuzahlen.

Es folgte nur 1 Email mit dem Hinweis, daß etwas zugesandt würde. Seitdem ist
nichts passiert.

Kann ich meine Ansprüche weiterhin geltend machen oder ist alles verjährt?

Freundliche Grüße
Peter S., NRW

20.01.2016 | 13:58

Antwort

von


(88)
Könneritzstraße 7
01067 Dresden
Tel: 0351 2749353
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich beantworte Ihr Anliegen aufgrund Ihrer Angaben folgendermaßen:

Es folgte nur 1 Email mit dem Hinweis, daß etwas zugesandt würde. Seitdem ist nichts passiert. Kann ich meine Ansprüche weiterhin geltend machen oder ist alles verjährt?

Zunächst einmal ist IHnen zuzustimmen, dass Pflichtteilsansprüche innerhalb einer Frist von 5 Jahren geltend gemacht werden muss, da dieser Anspruch ansonsten verfällt, vgl. Art. 85 Burgerlijk Wetboek Boek 4.
Wurde der Anspruch dagegen rechtzeitig geltend gemacht, so tritt die VErjährung erst nach 20 Jahren ein, vgl. Art. 306 Burgerlijk Wetboek Boek 3.

Ich gehe davon aus, dass Sie damals die 5 Jahresfrist eingehalten haben, insofern, wäre der Anspruch noch nciht verfallen.

Dennoch sollten Sie sich erneut an die Testamentsvollstreckerin und Miterbin wenden und unter Hinweis auf Ihren mittels Gerichtsvollzieher zugestellten Brief und dem Antwortschreiben um Bearbeitung Ihres Anspruches auffordern. Hierfür setzen Sie eine Frist. Auch dieses Brief sollten Sie nachweislich versenden/zustellen lassen.



Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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