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Erbanspruch Zweitehefrau Ehedauer


19.07.2006 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Heirat vor 3 Jahren
Ehemann hat aus 1. Ehe 3 Kinder (erwachsen)

Ehemann besitzt 1 Eigentumswohnung (Geld aus dem Erbe der Eltern), hat vor der Heirat 2 Wohnungen als Abschreibeobjekte
erworben, die sich noch in der "Abzahlphase" befinden
Alle Wohnungen sind im Grundbuch auf den Namen des Mannes eingetragen.

Ich, die jetzige Ehefrau, hat Geld etwa in Höhe zweier der drei Wohnungen mit in die Ehe gebracht. Dieses Geld war und ist unter meinem Namen bei einer Anlageverwaltung deponiert, floss aber zum Teil auf dem Weg dahin über das jetzt gemeinsame Konto, d.h auf der Einlage sind beide Namen augelistet.

Wir haben keinen Ehevertrag geschlossen. Der ersten Ehefrau gegenüber ist der Mann unterhaltspflichtig.

Frage: wie erben Kinder und Ehefrau, wenn der Mann - wie vor kurzem fast geschehen - verstirbt (in diesem Fall wäre es durch einen Verkehrsunfall geschehen)? Welche Rolle spielt die Ehedauer. Wir haben bis jetzt kein Testament verfasst.

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Sehr geehrte Fragenstellerin.

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

1. Solange kein Testament erstellt wird gilt die gesetzliche Erbfolge.
D.h. die Kinder (= Erben erster Ordnung) und der Ehegatte erben.

Die Quote Beträgt hier zunächst 1/4 für den Ehegatten, die Kinder zu gleichen Teilen.

Im Falle des gesetzl. Güterrechtes (Zugewinngemeinschaft) wird der Zugewinnausgleich durch die Erhöhung des Erbteiles des überlebenden Ehegatten um 1/4 der Erbschaft erreicht.

2. Die Erbschaft ist eine Gesamtrechtsnachfolge. Den Erben fallen nicht nur die Rechte sondern auch die Pflichten des Erblassers an.
So wären z.B. auch die Schulden des Erblassers zu tragen. Die Erben haften zunächst auch mit ihrem gesamten Vermögen.
(Die Haftung lässt sich durch die Nachlassverwaltung bzw. das Nachlassinsolvenzverfahren auf den Nachlass beschränken)

Auch die nacheheliche Unterhaltspflicht erlischt nicht mit dem Tode des Unterhaltsschuldners. Vielmehr geht die Verpflichtung zum Unterhalt auf die Erben über.
Hier ist folgendes zu beachten:

- Nach wie ist das Maß für den Unterhaltsanspruch die Bedürftigkeit des Unterhaltsberechtigten. Der Anspruch kann sich erhöhen, mindern, gleich bleiben oder ganz
entfallen.
- Der Unterhaltsberechtigte gesch. Ehegatte soll nicht besser stehen als wenn die Ehe durch den Tod des anderen Ehegatten beendet worden wäre. Hieraus ergibt sich auch die Obergrenze der Haftung der Erben für die Unterhaltsschuld.
- Hat der geschiedene Ehegatte auf sein Pflichtteilsrecht verzichtet so entfällt auch die Haftung der Erben.

3. Im Rahmen des gesetzl. Güterrechtes wird das Vermögen der Ehegatten nicht gemeinschaftliches Vermögen. Daher spielt Ihr Vermögen bei der Erbschaft keine Rolle (mit Ausnahme der Erbenhaftung, siehe oben).

4. Die Dauer der Ehe ist hier nicht maßgebend.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -
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