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Eigenes Haus bei Tübingen - neue Stelle in der Schweiz (Zürich)

| 28.07.2012 00:50 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Mein Rahmenbedingungen:

Besitze ein eigenes selbstgenutztes Haus in Tübingen. Ab 1.11.2012 trete ich eine neue Stelle in der Schweiz an mit einem Jahresgehalt von 240000 Franken. Der geplante Zweitwohnsitz soll in Kreuzlingen (Schweiz) sein (steuergünstiger Kanton). Ich bin grösser 183 Tage in der Schweiz. Mein heutiger Wohnort ist ca 1.75 Stunden und 155km einfach von Zürich entfernt.


1.Wie kann ich unter der obigen Rahmenbedingung signifikant Einkommensteuer sparen, sprich wie kann man es anstellen dass ich keine Lohnsteuer an das deutsche Finanzamt zahlen muss und nur vom schweizerischen Finanzamt besteuert werde.

2.Muss ich ggfs mein Haus meiner Lebenspartnerin überschreiben und meinen Wohnsitz in Deutschland aufgeben ? Gibt es eine legale Möglichkeit das zu umgehen ?

3. Wird mein Gehalt ausschliesslich im Tätigkeitsland besteuert bzgl des DBA in dem Fall in der Schweiz oder will das FA in Deutschland dann auch noch Steuern auf mein Arbeitsgehalt

Vielen Dank
Hr Koch

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchten:

1.Wie kann ich unter der obigen Rahmenbedingung signifikant Einkommensteuer sparen, sprich wie kann man es anstellen dass ich keine Lohnsteuer an das deutsche Finanzamt zahlen muss und nur vom schweizerischen Finanzamt besteuert werde.

Wie unter Punkt 3 erläutert, wird das Arbeitseinkommen in der Schweiz besteuert. Diese Einkünfte sind das für das deutsche Finanzamt „tabu". Wenn Sie weitere Einkünfte in Deutschland haben, zum Beispiel Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, müssen diese weiterhin in Deutschland versteuert werden.

Aber: Ist in Deutschland Ihr Wohnsitz und sind Sie damit in Deutschland steuerrechtlich "ansässig", wovon ich ausgehe, werden Ihr in der Schweiz erzieltes Bruttoeinkommen im Rahmen des Progessionsvorbehaltes berücksichtigt. Dies bedeutet, dass das für die Ermittlung des Steuersatzes relevante Einkommen auch Ihr Schweizer Gehalt einbezieht (§ 32b Abs. 1 Nr. 3 EStG). Sie zahlen dann zwar keine Steuern auf Ihr Schweizer Gehalt, aber höhere auf die in Deutschland erzielten Einkünfte, so Sie denn welche haben. Dieser Progressionsvorbehalt ist immer anzuwenden, selbst wenn das entsprechende DBA es nicht ausdrücklich vorsieht. (FG Düsseldorf vom 31.1.2006, 3 K 846/03 E, EFG 2006 S. 970).

2.Muss ich ggfs mein Haus meiner Lebenspartnerin überschreiben und meinen Wohnsitz in Deutschland aufgeben ? Gibt es eine legale Möglichkeit das zu umgehen ?

Dies wäre dann eine Möglichkeit, wenn Sie aus dem Haus Einkünfte erzielen. Ansonsten wirkt sich Ihr Haus nicht negativ auf Ihre Steuerlast aus.

3. Wird mein Gehalt ausschliesslich im Tätigkeitsland besteuert bzgl des DBA in dem Fall in der Schweiz oder will das FA in Deutschland dann auch noch Steuern auf mein Arbeitsgehalt

Nach dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz steht für eine in der Schweiz ausgeübte Berufstätigkeit der Schweiz das Recht zu, die Steuern zu erheben, wenn Sie sich als Arbeitnehmer weniger als 183 Tage im Jahr in Ihrem Herkunftsland aufhalten, Art. 24 DBA. Eswerden hierbei kürzere Aufenthalte addiert und auch Krankheitstage im Tätigkeitland hinzugerechnet.

Wenn Sie also die 183 Tage jährlich in der Schweiz „schaffen", zahlen Sie die Lohnsteuer dort, was für Sie wahrscheinlich günstig ist. Das deutsche Finanzamt darf keine Lohnsteuer mehr erheben, dafür gibt es eben das Doppbesteuerungsabkommen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Bewertung des Fragestellers 28.07.2012 | 23:12

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