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Eheähnliches Verhältnis / Gütertrennung, aber auch in Bezug auf eine Straftat


24.10.2006 16:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich schildere im Folgenden meine Beweggründe hier eine Rechtsberatung durchzuführen.
Es geht um einerseits die Gütertrennung nach Beendigung der Beziehung mit meiner Freundin und zum anderen um eine Straftat aus der Vergangenheit, auf die ich Bezug nehmen muss, aber nicht unbedingt zum Rechtsstreit führen sollte (weil ich das meiner Freundin nicht antun kann, aber vielleicht muss?).

Gründe für unser eheähnliches Verhältnis:

Beziehung von 08.2002 bis 05.2006.
Nach einem Monat dauerhaft in einer Wohnung zusammenlebend.
Bett, Bad und Küche geteilt.
Beide haben für den Unterhalt gesorgt (Berufstätigkeit von beiden war vorhanden mit dem Verdienstvorteil von ca. 60% zugunsten meiner Freundin)
Zweite Wohnung im selben Haus Ende 2003 angemietet um nötigen Stauraum zu schaffen (Messi-Problem ihrerseits und die Unterbringung meiner Gegenstände aus meiner alten Wohnung).
Gegenseitige Versicherungen (Lebensversicherung, Haftpflichtversicherung, Rechtschutzversicherung) abgeschlossen.
3 gemeinsame Urlaube.
Größere Anschaffungen wurden immer gemeinsam Entschieden, Träume wurden sich erfüllt.
Bei Familienfeiern eingeladen (Weihnachten / Geburtstage etc.).
Arbeitsaufteilung im Haushalt.
Sie sprach immer von Hochzeit und Kindern.

Gründe der Trennung:
Streitereien über Umfang und Art der Haushaltsführung
Meine Arbeitslosigkeit August 2005
Die Tatsache, dass ich innerlich einer anderen Frau „hinterherhing“.
Ich wollte keine Kinder/Hochzeit, wegen verschiedener Problematiken, die ich mit ihr versuchen wollte zu lösen. Ich wollte zunächst eine vernünftige Basis in der Beziehung haben, was auch in ihrem Sinne war, denn wir lebten ein Leben fern ab jeglicher Familienvorstellungen, was uns beiden bewusst war. (weiche Drogen, sexuelle Ausschweifungen, Messi-Problem, dann noch meine entstehende Arbeitslosigkeit)


Problematik der Familie meiner Freundin (29 Jahre):

Seelische Labilität meiner Freundin durch die Macht der Eltern:
Ursache(?): Meine Freundin ist im Kindesalter von ihrem Bruder (heute Berufssoldat) mehrfach sexuell angefasst worden. Als meine Freundin es irgendwann mal Ihren Eltern sagte, wurde es totgeschwiegen mit der Aussage „Die Familie müsse zusammenhalten.“ Lediglich die Eltern wussten darüber Bescheid, ihre Schwester wurde nicht eingeweiht.
Meine Freundin hat Angstzustände es anderen zu erzählen, weil sie denkt, dass ihr keiner glauben würde und hat es mit den Jahren verdrängt. Außerdem möchte sie auch nicht ihre Familie zerstören, welches meiner Meinung nach ihr großer innerer Kampf ist. Lediglich einige auserwählte Personen wissen über das Geschehene Bescheid. Sie ist der Meinung, dass ihre Eltern wohl Recht haben, dass man nicht immer über alles reden müsse. So hat meine Freundin nie gelernt zu sagen, was sie möchte. Sie ist kaum in der Lage zwischen richtig und falsch unterscheiden.
Ihr Vater (Hauptkommissar in Ruhestand) hatte die damalige Situation mit sehr viel Liebe kompensiert, so ist ein sehr enges Verhältnis zwischen den beiden entstanden (Art von Ödipuskomplex) – wohl niemals sexuell.

Materielle Einstellung: Das Leben ist dafür da alle Gegenstände zu hegen und zu pflegen. Alles wird aufbewahrt, repariert, in allem stecken Erinnerungen. „Man könnte es ja mal gebrauchen.“ Preiswert im Angebot einkaufen und dann direkt auf Vorrat. So ist meine Freundin erzogen worden. Meine Freundin hat eine sehr starke Tendenz zu dem so genannten Messi-Syndrom und hat ein wenig die Realität verloren. Selbst ihre Eltern konnten die Mengen nicht fassen, die bei dem Auszug anfielen.

Die Eltern wollten mich nie als Schwiegersohn, weil ich ein Mensch bin, der sagt was er denkt und ich wohl teilweise auch nicht den richtigen Tonfall finde. Als meine Freundin ihre Eltern um Hilfe bat, drehten ihre Eltern auf. Schrieben Kündigungen für Wohnung und Telefon (ohne das Wissen meiner Freundin und mir -> Unterschriftenfälschung), rissen meine Freundin zu sich nach Hause (der größte Fehler, der meiner Meinung passieren konnte) Meine Freundin hatte geweint, als sie die Kündigung der Telecom in unserem Briefkasten fand. Ich hatte gehofft, wie es meine Freundin auch sagte, dass sie nur ein wenig Ruhezeit braucht, mir war aber eigentlich gewusst, dass es eine Reise ohne Wiederkehr war. Der liebevolle Druck des Vaters und extrovertierte Druck der Mutter ließen eine Rückkehr nicht zu. Außerdem wollte ich ja auch ihre Krankheit in den Griff kriegen (wobei ich definitiv falsch reagiert habe) Mit barschen Worten kann man einen Messi nicht heilen.


Meine Forderung: Eine gerechte Aufteilung der in der Zeit gemeinsam gekauften Gegenstände, ebenfalls der Dinge, die wir von den jeweiligen Familien geschenkt bekommen haben. Meine Freundin hat fast alles mitgenommen, weil sie der Meinung ist, dass fast alles ihres sei. (Messi-Problem). Ich schätze mal es handelt sich bei der Streitsumme um 3000-5000€
Rein von der Anschaffung bin ich kaum in der Lage die Dinge zu trennen, auch wenn meine Freundin mehr von den großen Gegenständen bezahlt hat, hab ich bsp. mehr Lebensmittel gekauft. Wird es hier auf ein Vergleich hinauslaufen? Wenn ja, wie läuft das ab?

Ggf. die Kindheit meiner Freundin unter Eid aufrollen, frage mich aber, ob ich dadurch das Leben meiner Freundin zerstören würde, was ich keinesfalls möchte. Aber sie könnte dadurch evtl. lernen zwischen Richtig und Falsch zu urteilen. (ebenfalls in Bezug auf die Gütertrennung) Hier ist aber mein großer Zwiespalt, weil ich sie einerseits liebe, andererseits ihr keine Schmerzen zufügen möchte. Aber mein Gerechtigkeitssinn besagt, dass Kinderschändung geahndet werden muss! Wenn sie selber aber keine Anzeige stellt, ist das überhaupt möglich?

p.s. Ich habe symbolisch keine 20€ genommen, weil mir die Beantwortung der Fragen, bzw. die Vorgehensweise, die ich einschlagen sollte sehr sehr wichtig ist und gerne 100 Euro geben würde. Da ich aber durch das Fallenlassen meiner Freundin mehr oder weniger in die Selbstständigkeit gezwungen wurde, kann ich mir wirklich keine großen Sprünge leisten. Ich bin nicht mehr Rechtsschutzversichert (durch meine Selbstständigkeit) und habe auch Angst vor weiteren anstehenden Kosten.

-- Einsatz geändert am 24.10.2006 17:02:27

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Sehr geehrter Ratsuchender,

den Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft werden viele der Vorteile, die verheirateten Paaren gesetzlich eingeräumt sind, vorenthalten. Die Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sollten sich darüber im klaren sein, dass sie in Konfliktfällen rechtlich meist weniger geschützt sind, als wenn sie verheiratet wären. So gibt es im Falle einer Trennung gegen den Partner keinen Anspruch auf Unterhalt, Versorgungsausgleich oder Hausratsteilung.

Soweit Sie sich daher nicht vorab durch eine individuelle Vereinbarung mit Ihrer Freundin über den Verbleib und die Aufteilung der gemeinsam angeschafften Gegenstände geeinigt haben, besteht zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch eine Chance, an diesen eigene Rechte geltend zu machen.

Anspruch auf Herausgabe haben Sie nur in Bezug auf die Sachen, die sich nachweislich in Ihrem Eigentum befinden. Das wären von Ihnen allein zur eigenen Verwendung erworbene Gegenstände oder solche, die Ihnen persönlich geschenkt wurden. Den Nachweis zu erbringen, ist jedoch oft schwierig. Bei Schenkungen könnte Zeugen helfen, etwa die Schenker selbst. Bei gekauften Sachen die Kaufverträge oder sonstige Belege.

Anspruch auf Ersatz für Aufwendungen des gemeinsamen Lebensunterhaltes, etwa Kosten der Lebensmittel, besteht demgegenüber überhaupt nicht.

Es gilt in dem von Ihnen geschilderten Fall daher tatsächlich die Devise: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Wer die gemeinsam angeschafften Sachen im Besitz hat, ist fein raus.

Ohne Nachweis eigenen Eigentums werden Sie daher leider leer ausgehen. Bitte prüfen Sie insoweit die bei Ihnen vorhandenen Unterlagen selbst.

Mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
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