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Hat Gütertrennung Nachteile in Bezug auf meinen Hausanteil?

| 02.04.2008 12:13 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag,

wir sind seit 6 Jahren getrennt und mein Mann wohnt im gemeinsamen Haus. Da aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten meines Mannes ich die Auszahlung des Hausanteiles anstrebe (wir stehen beide im Grundbuch und bei der Bank als Gesamtschuldner) wurde mir von ihn angetragen eine Gütertrennung zu vereinbaren, da er sich eine Eigentumswohnung kaufen möchte (gleuab ich nicht da keine Mittel) bzw. bei Lottogewinn ich ja die Hälte beanspruchen könnte.

Meiner Meinung nach steht er vor einer PI in seiner Lage.

Mich würde interessieren ob eine Gütertrennung Nachteile in Bezug auf meinen Hausanteil hat.

Danke.

Sehr geehrte Fragstellerin,

unter Berücksichtigung der von Ihnen gegebenen Sachverhaltsangaben beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Zunächst einmal gehe ich vorliegend davon, aus, dass Sie Ihren Mann auszahlen wollen und er sich von dem Geld eine Eigentumswohnung kaufen möchte. Da war der Sachverhalt nicht ganz klar.

Es ist zunächst richtig, dass Lottogewinne im Falle einer Scheidung beim Zugewinnausgleich zu berücksichtigen sind, so dass Sie eventuell einen Anteil davon bekommen würden.

Das gilt aber nur, wenn Ihr Mann während der Ehe mehr Vermögen hinzugewonnen hat, als Sie. Es muss immer nur derjenige an den anderen eine Ausgleichszahlung leisten, der mehr hinzugewonnen hat währen der Ehe.

Dabei wird geprüft welches Vermögen bei der Eheschließung vorhanden war und welches Vermögen bei der Scheidung vorhanden ist. Derjenige der mehr hinzugewonnen hat, muss dem anderen dann einen Ausgleich zahlen.

Gütertrennung bedeutet, dass jeder Ehegatte sein Vermögen alleine verwaltet. Bei der Scheidung findet dann auch kein Zugewinnausgleich statt.

Vielleicht befürchtet Ihr Mann, dass er Ihnen einen Ausgleich zahlen muss bei der Scheidung. (durch den Kauf der Eigentumswohnung oder einen Lottogewinn würde sich sein Vermögen erhöhen)

Wenn keine Vereinbarung über den Güterstand in der Ehe getroffen wurde gilt die Zugewinngemeinschaft. Auch im Güterstand der Zugewinngemeinschaft ist es aber grundsätzlich so, dass jeder Ehegatte sein Vermögen im Eigentum behält und selbst verwaltet.

Der Unterschied zur Gütertrennung besteht darin, dass es bestimmte Beschränkungen hinsichtlich Verfügungen über das eigene Vermögen gibt.

So darf ein Ehegatte beispielsweise nicht über sein Vermögen im Ganzen (die Rechtsprechung definiert das als ca. 90 % des Vermögens, kommt auf den Einzellfall an) verfügen, ohne dass der andere Ehegatte zustimmt.

Wenn Ihr Mann beispielsweise nur den Anteil am Haus als Vermögen hat und es damit sein ganzes Vermögen ausmacht, benötigt er zum Verkauf Ihre Zustimmung.

Da Sie Eigentümerin Ihres Anteils des Grundstückes/Hauses sind (im Grundbuch eingetragen) kann ich aufgrund des vorgetragenen Sachverhalts keine Nachteile der Gütertrennung sehen.

Sie verwalten jetzt schon Ihren Anteil selbständig, dass würde bei der Gütertrennung auch so bleiben.

Ich sehe aber für auch keine Vorteile der Gütertrennung. Sie sollten sich das überlegen, da die Vereinbarung der Gütertrennung beim Notar vorgenommen werden muss und damit Gebühren anfallen.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Eine abschließende Beratung kann im Rahmen dieses Forums nicht praktiziert werden, weil diese die Kenntnis des vollständigen Sachverhalts erfordert. Hier konnte ich mich nur auf Ihre Schilderungen stützen und somit nur eine erste Einschätzung der Lage abgeben. Eine persönliche Beratung kann hierdurch nicht ersetzt werden. Durch das hinzufügen oder Weglassen relevanter Tatsachen kann sich die Beurteilung des Falles maßgeblich ändern.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Im Falle der Beauftragung eines Rechtsanwalts ist zu beachten, dass weitere Kosten anfallen.

Mit freundlichen Grüßen



Christina Knur-Schmitt
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 02.04.2008 | 12:57

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Meine Fragestellung war doch ungenau:

Ich möchte dass mein Mann mich ausbezahlt. Vermute aber stark, dass er aufgrund grosser Schulden irgendeine Möglicheit sucht, meinen Anteil mir streitig zu machen, daher meine Frage, ob dies möglich ist mit Gütertrennung.

Die Bitte der Gütertrennung kam von ihm, nachdem ich auch keinen Sinn darin sah dies zu tun, versuchte er aufgrund des Beispieles mit dem Lottogewinn und der Wohnung mir den Schrifft schmackhaft zu machen. Wie von Ihnen ja schon ausgeführt, bringt dies ausser Kosten keinen Vorteil bzw. auch keinen Nachteil.

Ist die Sachlage nun anders für mich ?

Danke.

Ergänzung vom Anwalt 02.04.2008 | 13:04

Es dürfte auch so herum keinen Unterschied machen. Sie verwalten Ihr Vermögen selbständig und der Anteil gehört Ihnen alleine, egal welcher Güterstand vereinbart ist.

Sie sollten bei einer Auszahlung durch Ihren Mann dann aber daruf drängen, dass der Kreditvertrag sofort geändert wird. Sie haften zur Zeit der Bank gegenüber als Gesamtschuldner. Das bedeutet, dass die Bank den konpletten Betrag von einem alleine (also auch von Ihnen) fordern kann, wenn beispielsweise Zahlungsverzug hinsichtlich der Kreditraten eintritt. Sie müssten dann wieder mit Ihrem Mann klären, wie Sie seinen Anteil am Kredit bekommen.

Ich halte die Gütertrennung in Ihrem Fall auf jeden Fall nicht für notwendig.

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