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Berechnung Elterngeld


08.12.2006 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Auf der Seite des BMFSFJ ist ein Elterngeldrechner bei der Berechnung kommt ein anderer Betrag raus als bei allen anderen Elterngeldrechnern. Dieses Programm zieht vom Nettoeinkommen noch den Werbungskosten-Pauschbetrag ab (920 € jährlich oder 76 € Monatlich). So komme ich nach diesem Rechner bei einem Nettoeinkommen von 730 Euro im Schnitt nur auf 550 Euro Elterngeld das wären 75 % vom Netto.Nach der Geringverdienerklausel unter 1000 € müßte ich jedoch auf 80%kommen das wären 583 Euro.Auch bei den Beispielen des Minesteriums wird anders gerechnet als durch den Elterngeldrechner.

Von welchem Betrag wird nun das Elterngeld berechnet vom Netto oder Netto minus Werbungskosten-Pauschbetrag .

MfG Holger E.
Sehr geehrter Fragesteller,

die nach § 9a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes anzusetzenden Werbungskosten sind zu berücksichtigen. In Anlage übersende ich Ihnen den Gesetzestext zu § 2 BEEG.

Ich denke Ihre Frage ist damit beantwortet.

Mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin


Anlage:
§ 2 BEEG
(7) Als Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit ist der um die auf dieses Einkommen entfallenden Steuern und die aufgrund dieser Erwerbstätigkeit geleisteten Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung in Höhe des gesetzlichen Anteils der beschäftigten Person einschließlich der Beiträge zur Arbeitsförderung verminderte Überschuss der Einnahmen in Geld oder Geldeswert über die mit einem Zwölftel des Pauschbetrags nach § 9a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes anzusetzenden Werbungskosten zu berücksichtigen. Sonstige Bezüge im Sinne von § 38a Abs. 1 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes werden nicht als Einnahmen berücksichtigt. Als auf die Einnahmen entfallende Steuern gelten die abgeführte Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, im Falle einer Steuervorauszahlung der auf die Einnahmen entfallende monatliche Anteil. Grundlage der Einkommensermittlung sind die entsprechenden monatlichen Lohn- und Gehaltsbescheinigungen des Arbeitgebers. Kalendermonate, in denen die berechtigte Person vor der Geburt des Kindes ohne Berücksichtigung einer Verlängerung des Auszahlungszeitraums nach § 6 Satz 2 Elterngeld für ein älteres Kind bezogen hat, bleiben bei der Bestimmung der zwölf für die Einkommensermittlung vor der Geburt des Kindes zu Grunde zu legenden Kalendermonate unberücksichtigt. Das Gleiche gilt für Kalendermonate, in denen die berechtigte Person Mutterschaftsgeld nach der Reichsversicherungsordnung oder dem Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte bezogen hat oder in denen während der Schwangerschaft wegen einer maßgeblich auf die Schwangerschaft zurückzuführenden Erkrankung Einkommen aus Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise weggefallen ist.
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