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Bafög und Kindesunterhalt

| 12.03.2012 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


12:09

Ich zahle meinem 19-jährigem Sohn nach der Düsseldorfer Tabelle einen Kindesunterhalt von 353 Euro. Mein Sohn studiert und wohnt bei der Mutter.

Die BAfögG-Stelle hat ausgerechnet das für das Studium 259,36 Euro benötigt werden.

Die Mutter kann nichts zum Studium beitragen. Die Mutter hat ein bereinigtes Einkommen von 1218,08 Euro und lebt mit Ihren 2 Söhnen 19 und 14 Jahre zusammen.

Mein bereinigtes Einkommen beträgt 1983,28 Euro. Ich zahle dem 14-jährigem Sohn 377 Euro Kindesunterhalt. (nach Düsseldorfer Tabelle)

Meine Frage -- wieviel Geld bin ich monatlich meinem 19-jährigem Sohn schuldig? (über alles)

12.03.2012 | 19:08

Antwort

von


(138)
Wilhelmstraße 9
52070 Aachen
Tel: 0241505592
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes gerne wie folgt.


Der Unterhaltsbedarf des Volljährigen bemisst sich grundsätzlich nach dem addierten Einkommen beider Eltern. Dies liegt nach Ihren Angaben bei rund 3.200,00 €. Damit ergibt sich - nach der Düsseldorfer Tabelle 2011 - ein Bedarf von 625,00 €.

Beide Elternteile sind ab Volljährigkeit barunterhaltspflichtig.

Dass die Mutter nicht leistungsfähig ist, ist nach Ihren Angaben nicht nachzuvollziehen, da ihr Einkommen über der Grenze von 1.050,00 € liegt. Sie dürfte in einem Umfang von 168,08 € leistungsfähig sein.


Ohnehin ist jedoch Ihre Unterhaltspflicht auf höchstens den Betrag begrenzt, der sich aus Ihrem Einkommen berechnet. Dieser liegt nach Ihrer Darstellung ausweislich der Düsseldorfer Tabelle - Einkommensstufe 3, Altersstufe 4 - bei 537,00 €.

Hiervon ist allerdings - im Gegensatz zum Minderjährigenunterhalt - das Kindergeld in voller Höhe und nicht nur hälftig in Abzug zu bringen. Das Kindergeld steht nämlich nicht mehr der Mutter zu, sondern dem Studierenden. Damit ergibt sich ein Zahlbetrag von genau 353,00 € (537,00 € - 184,00 €). Dies ist wie gesagt der Höchstbetrag, der von Ihnen verlangt werden kann.


Sollte die Mutter eine Zahlung (bis 168,08 €) vornehmen, mindert sich Ihre Zahlungspflicht.

Gleiches gilt für den Fall, dass Bafög ausgezahlt wird. Um den Betrag, den das Bafög-Amt zahlt, mindert sich der Bedarf des erwachsenen, studierenden Kindes (ausgehend von den 625,00 €).


Gehen wir davon aus, dass Bafög in Höhe von 259,36 € gezahlt wird und die Mutter nichts zahlt und nichts zahlen soll, ergibt sich folgende Rechnung:

625,00 € (Ausgangsbedarf)
-259,36 € Bafög
-184,00 €
=181,64 € Zahlungsverpflichtung


Ich hoffe, Ihnen geholfen und einen ersten Überblick verschafft zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für Ihre weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich gerne von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.


Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

Rückfrage vom Fragesteller 15.03.2012 | 11:27

Besten Dank für die Antwort - sehr hilfreich für mich.

In Ihrer Berechnung ist ein kleiner Fehler. Mein Erwachsener Sohn erhält 163 Euro Bafög. Kein Problem mal.

Laut Bafög-Stelle habe ich einen Beitrag von etwa 260 Euro zu zahlen. An diese Berechnung halte ich mich jetzt. Da die Mutter anteilig (von den 168 Euro) Kindesunterhalt zahlen kann wird mein Sohn mehr finanzielle Mittel zur Verfügung haben als die oben genannten 625 Euro.

Jetzt eine Frage: Die Bafög-Stelle hat mir mitgeteilt, das in der Berechnung des Bafög die Studiengebühren enthalten sind. Stimmt das?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.03.2012 | 12:09

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Höhe der tatsächlichen Bafög-Zahlung teilen Sie erstmals mit, so dass ich diese zuvor nicht berücksichtigen konnte.


Ihre Nachfrage beantworte ich Ihnen gerne wie folgt:

Grundsätzlich werden Studiengebühren nicht gesondert beim Bafög berücksichtigt.

Etwas Anderes gilt für ein Studium im Ausland. Dort werden die nachweisbar notwendigen Studiengebühren im Umfang und unter den Voraussetzungen des § 3 BAföG-AuslandszuschlagsV als Zuschlag zum Bedarf geleistet, § 5 BaföG i.V.m. § 1 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 BAföG-AuslandszuschlagsV.


Mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

www.anwalt-huppertz.de

Ergänzung vom Anwalt 15.03.2012 | 13:22

Zu Ihrer Schilderung in der Bewertung:

Exakt das meinte ich mit dem Satz "Grundsätzlich werden Studiengebühren nicht gesondert beim Bafög berücksichtigt."

Weil Studiengebühren anfallen, wird das Bafög (beim Inlandsstudium) nicht erhöht.

Sollten sich weitere Fragen ergeben, können Sie sich gerne an mich wenden.


Mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

www.anwalt-huppertz.de



Bewertung des Fragestellers 15.03.2012 | 13:16

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Mit zwei verschiedenen Anfragen kann man es nicht schaffen, alles beantwortet zu bekommen. Das ist eigentlich sehr verständlich.

Die erste und wichtigste Frage bezüglich meiner finanziellen Notwendigkeiten gegenüber meine volljährigem Sohn wurden zur vollsten Zufriedenheit beantwortet.

Zum Thema Studiengebühr sind noch Fragen offen, können aber ehrlich gesagt auch nicht mit einer Anfrage beantwortet werden. Die Bafög-Stelle sagte mir, das für die Studiengabühr mein Sohn aufkommen muss und mit dem Bafög abgedeckt sind. Kommt mein Sohn damit nicht zurecht, könne Er ja dort studieren wo keine Studiengebühren anfallen.

An anderer Stelle wurde mir gesagt, das die Eltern anteilig für die Studiengebühren aufkommen müssen.

Wie auch immer, in der letzten Zeit habe ich mehr als notwendig meinem erwachsenem Sohn geholfen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aus diesem Geld war es sicherlich möglich auch die Studiengebühren zu zahlen.

Alles Andere wird sich zeigen. Besten Dank für

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 15.03.2012
4,6/5,0

Mit zwei verschiedenen Anfragen kann man es nicht schaffen, alles beantwortet zu bekommen. Das ist eigentlich sehr verständlich.

Die erste und wichtigste Frage bezüglich meiner finanziellen Notwendigkeiten gegenüber meine volljährigem Sohn wurden zur vollsten Zufriedenheit beantwortet.

Zum Thema Studiengebühr sind noch Fragen offen, können aber ehrlich gesagt auch nicht mit einer Anfrage beantwortet werden. Die Bafög-Stelle sagte mir, das für die Studiengabühr mein Sohn aufkommen muss und mit dem Bafög abgedeckt sind. Kommt mein Sohn damit nicht zurecht, könne Er ja dort studieren wo keine Studiengebühren anfallen.

An anderer Stelle wurde mir gesagt, das die Eltern anteilig für die Studiengebühren aufkommen müssen.

Wie auch immer, in der letzten Zeit habe ich mehr als notwendig meinem erwachsenem Sohn geholfen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Aus diesem Geld war es sicherlich möglich auch die Studiengebühren zu zahlen.

Alles Andere wird sich zeigen. Besten Dank für


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