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Aufenthaltsbestimmungsrecht - Beschwerde beim OLG aussicht auf Erfolg ?


| 28.02.2006 11:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ich habe aus einer Lebenspartnerschaft eine mittlerweile 8jährige Tochter. Beide Elternteile haben gemeinsames Sorgerecht.
Wir trennten uns vor einiger Zeit und die Mutter nahm unsere Tochter mit. Alles lief unproblematisch, bis sie einen neuen Lebenspartner kennen lernte und er dort einzog.
Von da an begann die Mutter den Umgang zu mir einzuschränken, damit sich meine Tochter an den neuen Lebenspartner gewöhnen konnte.
Der neue Lebenspartner begann meine Tochter gegen mich zu beeinflussen und auch zu schlagen. Daraufhin habe ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt und nun verloren.
Zwischenzeitlich wurde ein Psy-Gutachten eingeholt, das recht abenteuerlich war. Ich habe dieses Gutachten begutachten lassen und es wurde festgestellt, das dies Gutachten untauglich ist, bezüglich der gerichtlichen Fragestellung Aufschluß zu geben. Weiter stellte ich auf Empfehlung des SV, der das Gutachten begutachtet hatte, einen Befangenheitsantrag gegen die Autorin des Gutachtens. Über diesen Befangenheitsantrag hat die Richterin bislang nicht entschieden, zog jedoch das Gutachten in ihrer Begündung, das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf die Mutter zu übertragen ran. Ich halte dies für einen Verfahrensfehler, da die Richterin dies in der Ungewissheit der Korrektheit des Gutachtens tat. Weiter bagatellisierte die Richterin das Schlagen durch den Stiefvater als erzierische Überforderung und unterstellte der Mutter Bindungstoleranz, obwohl ich einen zwischen der Mutter und mir bestehenden Umgangsvergleich mehrfach durch Zwangsgeldanträge durchsetzen musste und die Mutter vornehmlich Dinge, die von erheblicher Bedeutung für meine Tochter waren (Schulanmeldungen etc.) alleingängig und unter weglassen der Daten bezüglich der Vaterschaft regelte. Strafen, die meine Tochter erfuhr wurden immer mit mir in Verbindung gebracht, was mittlerweile dazu geführt hat, das meine Tochter den Umgang zu mir verweigert, da es ihr bei mir nicht mehr gefalle. Der Stiefvater hat meine Tochter quasi gelehrt, das sie keine Strafen bekommt wenn sie sich von mir weghält und meine Tochter hat mittlerweile gelernt, das ich sie im mütterlichen Haushalt nicht beschützen kann und läuft mit großen Schritten ins PA-Syndrom. Was kann ich tun?
28.02.2006 | 12:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zu den Erfolgsaussichten angesichts des sehr komplexen Sachverhalts kann ich leider keine abschließende Aussage treffen.

So steht es im Ermessen des Gerichts, ob es von der Richtigkeit eines gerichtlichen Gutachtens überzeugt ist. Dies ist ein Ausfluss der richterlichen Unabhängigkeit. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass es sich bei Ihrem Gegengutachten, um ein Privatgutachten handelt. Ein solches Gutachten hat leider nicht denselben Stellenwert wie ein Gerichtsgutachten. Ob es sich in Ihrem Fall um einen Verfahrensfehler handelt, kann auch ohne genaue Kenntnis der Aktenlage nicht beurteilt werden.
Sollten aber Anzeichen eines fortschreitenden PAS vorliegen, so liegt eine psychische Kindeswohlgefährdung vor, d.h. eine missbräuchliche Ausübung der elterlichen Sorge unter Ausnutzung des Abhängigkeitsverhältnisses des Kindes im Sinne de § 1666 BGB. Nach Ihren Schilderungen muss man davon ausgehen, dass Ihr Kind durch Ihre Ex-Frau und ihren neunen Partner derart manipuliert wird, um das alleinige Sorgerecht zu erhalten, was leider auch insoweit funktioniert hat. Dies ist Ausdruck eines elterlichen Defizits. Denn Ihre Ex-Frau scheint nicht zu begreifen, dass das Kind zwei Elternteile hat und braucht. Sollten diese Indizien also vorliegen, müssen Sie versuchen, die Sorgerechtsentscheidung anzugreifen. Denn bei der Entscheidung muss gerade das Kriterium der Beziehungstoleranz herangezogen werden. So hat u.a. das OLG Bamberg 1985 das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf den Vater übertragen, weil das Wohl des Kindes "durch die beschränkte Erziehungsfähigkeit der Mutter, die ihr Kind ohne jede Vaterbeziehung heranwachsen lassen wollte, erheblich gefährdet" war. Die Chancen in einem solchen Fall - zumindest eine geregelte Umgangsregelung herbeizuführen- , würde ich insgesamt als positiv einschätzen.

Insgesamt rate ich Ihnen, einen Anwalt zu beauftragen, da der Sachverhalt sehr komplex ist.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2006 | 12:55

Vielen Dank,

kann ich noch etwas machen, um das Jugendamt wachzurütteln?
Der mir zugeteilte Sachbearbeiter des Jugendamts ist über den gesamten Verlauf mehrfach von mir benachrichtigt worden. Speziell über den nun von der Mutter praktizierten Umgangsausschluß, trotz des bestehenden Umgangsvergleichs. Er handelt allerdings nicht. Gegenteilig empfahl er mir es zu versuchen, den Kontakt durch Telefonanrufe (welche von der Mutter und deren Ehemann abgeblockt werden, da sie mir meine Tochter nicht ans Telefon geben) oder durch Postkarten (welche natürlich entsorgt werden, da nicht meine Tochter die Post aus dem Briefkasten holt ) aufrecht zu erhalten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.03.2006 | 16:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Jugendamt wird leider bis zur rechtskräftigen Entscheidung nicht zu Ihrem Gunsten einschreiten. Versuchen Sie aber den Konatkt zu Ihrer Tochter soweit wie möglich aufrechtzuerhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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"Hat mir geholfen. Leder aber keinen Bezug auf den bislang unentschiedenen Befangenheitsantrag genommen. "
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Hat mir geholfen. Leder aber keinen Bezug auf den bislang unentschiedenen Befangenheitsantrag genommen.


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