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Arbeitslosengeld für Entwicklungshelfer

22.07.2008 19:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


ich bin seit Sept. 2007 Entwicklungshelferin (deutscher Entwicklungsdienst). Mein Vertrag läuft bis zum 1. November 2009. 2005-2006 habe ich ein Jahr Vollzeit gearbeitet und 2455 brutto/ ca. 1500 netto verdient, 2006-2007 dann ein Jahr in Teilzeit in derselben Firma gearbeitet und ca. 1500 brutto/1100 netto verdient (SK 1). Jetzt bekomme ich ca. 1400 netto (Unterhaltsgeld 1274 + 135 euro Kaufkraftausgleich).

Angaben zu meiner Person: xxxxxx, xxxx das Studium beendet, xxxx Jahre alt, xxxxxxxx, xxxxxxxxxx Staatsbürgerschaft.

Meine Fragen:

- Falls ich meinen Arbeitsvertrag kündige, habe ich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld? Wenn ja, ab wann?

- Mit wieviel Arbeitslosengeld könnte ich UNGEFÄHR rechnen, wenn ich zum Beispiel zum 1. Januar kündige?

- Gilt hier die 3-Monate Sperre? Darf ich in dieser Zeit ein Praktikum (mit etwas Entschädigungsgeld) absolvieren, ohne den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verlieren?

- wer übernimmt in diesem Fall die Krankenversicherung?

- Habe ich als Auslandsrückkehrerin einen Anspruch auf eine Weiterbildung bzw. welche Bedingungen sind bei der Arbeitsagentur zu erfüllen?

Sehr geehrte Fragestellerin,
zunächst bedanke ich mich herzlich für Ihre Anfrage.
Vorab muß ich Sie darauf hinweisen,daß durch das Weglassen oder Hinzufügen von Sachverhaltsangaben Ihrerseits die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann. Die Beratung innerhalb dieses Forums kann daher immer nur eine erste rechtlich Orientierung darstellen und den Gang zu einer Kollegin oder einem Kollegen vor Ort nicht ersetzen.

Dies vorausgeschickt beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

1) Grundsätzlich besteht bei einer beitragspflichtigen Beschäftigung von mindestens 12 Monaten in den letzten zwei Jahren ein Anspruch auf Arbeitslosengeld. Bei einer Eigenkündigung tritt allerdings in der Regel eine dreimonatige Sperrfrist ein. Sofern Ihre derzeitige Beschäftigung nicht beitragspflichtig ist, besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer von 6 Monate, von welcher die dreimonatige Sperrfrist abzuziehen ist. Ist Ihre derzeitige Beschäftigung beitragspflichtig, so besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer von 12 Monaten abzgl Sperrfrist.
2) Was die Höhe des Arbeitslosengeldanspruch anbelangt, so beträgt diese grundsätzlich 60 % des Nettowochenarbeitsentgeltes der letzten beitragspflichtigen Beschäftigung.
3) Grundsätzlich können Sie während der Sperrzeit eine Tätigkeit aufnehmen, also auch ein Praktikum. Allerdings darf die Beschäftigung nicht mehr als 15 Std./Woche betragen, da Sie ansonsten nicht mehr als arbeitslos gelten. Die Höhe des Verdienstes ist während der Sperrzeit egal. Sofern Sie nach Ablauf der Sperrfrist weiterhin einer Beschäftigung nachgehen, steht Ihnen allerdings lediglich ein Freibetrag i.H.v. 165,00 € zu. Der Rest der Vergütung wird auf das Arbeitslosengeld angerechnet.
4)Was die Krankenversicherung anbelangt, so sind hier drei Fälle zu unterscheiden:
- Sofern Sie derzeit in der Gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, sind Sie im ersten Monat selbst im Rahmen der beitragsfreien Nachversicherung krankenversichert.Ab der 5. Woche übernimmt das Arbeitsamt die Beitragszahlungen an die Krankenversicherung.
- Sind Sie freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, so müssen Sie im ersten Monat Ihre Beiträge selbst weiter entrichten. Ab der 5. Woche übernimmt auch hier das Arbeitsamt die Beitragszahlung.
- Sofern Sie privat versichert sind, müssen Sie für den ersten Monat Ihren Beitrag weiter entrichten, ab der 5. Woche können Sie entscheiden, ob Sie über das Arbeitsamt in der gesetzlichen Versicherung versichert werden, oder ob Sie in der privaten Krankenversicherung bleibeb. Hier übernimmt das Arbeitsamt die Beiträge jedoch nur bis zur Höhe der pauschalierten gesetzlichen Beiträge.
5) Was Ihre Frage zu den Weiterbildungsmöglichkeit anbelangt, so stehen diese grundsätzlich allen Arbeitslosen zu. Welche Vorraussetzungen hier jedoch im einzelnen zu erfüllen sind erfragen Sie bitte bei dem für Sie zuständigen Arbeitsamt.Eine Beantwortung dieser Frage ist von hier aus wegen der Vielgestaltigkeit der Angebote leider nicht möglich.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben.
Weiterhin weiterhin weise ich noch auf das einmalige kostenfreie Nachfragerecht hin.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin Anke Samens

Rückfrage vom Fragesteller 30.10.2008 | 08:18

Lassen Sie bitte folgende öffentliche Seite dringend korrigieren, da persönliche Daten hier nicht erscheinen sollten!
http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=43371&ccheck=1

Bitte den Abschnitt "Angaben zu meiner Person" sowie die Angaben und löschen.

Meine Nachfrage zur ungefähren Höhe des Arbeitslosengeldes: Sie schreiben "grundsätzlich 60% des letzten Nettogehaltes". Was heisst es hier für mich als Entwicklungshelferin, da ich keinen Gehalt sondern "Unterhaltsgeld" und Geld zum Kaufkraftausgleich erhalte? Eine unverheiratete ehemalige Kollegin hat nach ihrer Rückkehr ca. 1050 EUR Arbeitslosengeld erhalten, kann ich das gleiche erwarten (ist mehr als 60% von 1400 EUR...)?

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.10.2008 | 17:47

Sehr geehrter Fragesteller,
die Korrekur der persönlichen Daten müssen Sie selbst beauftragen, da diese Angaben bei der Fragestellung von Ihnen gemacht wurden.

Zu Ihrer Nachfrage ist mitzuteilen, dass bei Entwicklungshelfer die Bemessung des Arbeitslosengeldes nach § 132 SGB III erfolgt. Hierbei erfolgt eine Eingruppierung in verschiedene Qualifikationsgruppen. Kriterien sind Berufsausbildung, Studium etc.,
In welche Gruppe Sie einzuordnen sind entscheidet das zuständige Arbeitsamt. Somit kann von hier aus keine genaue Angabe zur Höhe des Arbeitslosengeldes gemacht werden.

Mit freundlichen Grüßen
Anke Samens
Rechtsanwältin

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