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Arbeit nach Elternzeit

09.01.2008 18:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Ich gehe nach 1 Jahr Elternzeit demnächst wieder arbeiten.
Nach einem Gespräch mit meinem Vorgesetzten weiß ich auch schon, dass ich nicht wieder an meinen alten Arbeitsplatz gehen werde. Ich weiß auch, dass so etwas möglich ist, wenn man zu ähnlichen Bedingungen wieder eingestellt wird.
Allgemein bin ich mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag mit einem sehr dehnbaren Titel eingestellt (Mitarbeiter in der Logistik). So kann ich den neuen Arbeitsplatz auch antreten, der diesem Bereich auch untersteht. Während meiner Elternzeit wurde für mich jemand Externes eingestellt in befristeter Anstellung. Diese befristete Anstellung wurde jetzt auf meinem alten Arbeitsplatz verlängert und für mich wurde der andere Arbeitsplatz angedacht. Ich habe dem auch zugesagt, dass ich es an dem anderen Arbeitsplatz "versuchen" werde, weil ich keine andere Möglichkeit sah. Ich soll nun demnächst auch auf der neuen Stelle eingearbeitet werden, aber diese Zeit ist sehr sehr begrenzt (ca. 1 und 1/2 Woche). Mir wurde auch gesagt, dass bestimmte Voraussetzungen für diesen Arbeitsplatz gegeben sein sollten. Ich habe nun Angst, dass ich einfach die Arbeit an diesem Arbeitsplatz nicht so leisten kann, wie von mir erwartet wird, weil ich ganz einfach auch gewisse Voraussetzungen (Ausbildung, Erfahrungen usw.) dafür nicht habe und die Einarbeitungszeit ziemlich kurz ist. Kann man mich jetzt einfach kündigen, wenn ich nach der Einarbeitungszeit sage, dass ich die neue Arbeit nicht bewerkstelligen kann? Welche Dinge spielen in Sachen Kündigung eine Rolle? Ich bin, seitdem es das Unternehmen gibt, dort angestellt und das sind schon 6 Jahre. Wirkt sich diese Betriebszugehörigkeit positiv aus (an meinem alten Arbeitsplatz wurde ja jemand befristet von außerhalb eingestellt)? Hätte ich die Arbeit eigentlich auch von vornherein ablehnen können, ohne vielleicht negative Konsequenzen ziehen zu müssen?
Vielen Dank für eine Antwort!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Eine ordentliche Kündigung kann, soweit es sich um einen größeren Betrieb handelt, (mehr als 10 Arbeitnehmer) nur aus den Kündigungsgründen nach dem KSchG erfolgen. In Betracht könnte eine verhaltensbedingte Kündigung kommen, wenn Sie den Anforderungen an die neue Stelle nicht erfüllen können.

Allerdings sind an eine solche Kündigung hohe Anforderungen zu stellen. Zum einen bedarf es für eine Kündigung einer vorherigen Abmahnung. Zum anderen, da es sich um eine neue Aufgabe handelt, wird Ihnen eine gewisse Einarbeitungszeit zugestanden werden müssen. Auch wird zu beachten sein, dass Sie nach Ablauf der befristeten Tätigkeit der neuen befristeten Mitarbeiterin wieder an Ihren alten Arbeitsplatz zurückkehren können.

Der Arbeitgeber kann zwar im Rahmen des Mitarbeitereinsatzes sein Direktionsrecht ausüben, muß sich aber auch an den Qualifikationen des Mitarbeiters orientieren. Soweit Sie feststellen, dass Sie die Arbeit mit der vorhandenen Ausbildung nicht bewerkstelligen können, sollten Sie dies dem Arbeitgeber mitteilen und um eine Aufgabe bitten, die Sie ausüben können. Zunächst sollten Sie aber die Stelle antreten. Möglicherweise gestaltet sich die Einarbeitung positiver als von Ihnen vermutet. Gleichwohl sollten Sie aber, falls die Einarbeitungszeit zu kurz ist, umgehend darauf hinweisen.

Die Betriebzugehörigkeit spielt bei der Bemessung der Kündigungsfrist eine Rolle (§ 622 BGB, 2 Monate zum Monatsende) und wäre bei einer betriebbedingten Kündigung im Rahmen der Sozialauswahl zu berücksichtigen.

Soweit Ihr Arbeitgeber erkennbar eine Kündigung anstrebt (z.B. Abmahnung) sollten Sie dies nicht einfach hinnehmen, sondern einen Kollegen vor Ort aufsuchen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2008 | 21:11

Wie muss ich mich bei einer eventuellen Abmahnung dem Arbeitgeber gegenüber verhalten?

und noch eine Nachfrage:
Ich bekomme lt. Arbeitsvertrag Stundenlohn. Mir gegenüber wurde aber auch schon angedeutet, dass das eventuell auf Gehalt umgestellt werden soll. Muss ich das so einfach hinnehmen? Welche Gründe können dafür infrage kommen? Das muss mir doch bestimmt auch schriftlich mitgeteilt werden, oder?

Vielen Dank für Ihre Rückantwort!

Ergänzung vom Anwalt 11.01.2008 | 23:05

Eine besondere "Reaktion" auf eine Abmahnung gibt es nicht.
Sie sollten diese zunächst zur Kenntnis nehmen und in diesem Zusammenhang keine Erklärungen abgeben oder Schriftstücke unterschreiben. In diesem Fall sollten Sie nach Erhalt einer Abmahnung einen Kollegen aufrufen.

Die Umstellung von Stunden- auf einen Gesamtloh bedarf einer Änderung des Arbeitsvertrages, so daß Sie einer solchen Änderung zustimmen müßten.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

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