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drohende Kündigung meiner Arbeit - was tun?

01.03.2014 13:30 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


11:43

Hallo zusammen,

ich versuche den Sachverhalt so kurz und dennoch so verständlich wie möglich zu erklären.
Ich, weiblich, 44 Jahre, Kauffrau für Bürokommunikation habe vor ca. 2,5 Jahre eine unbefristete Anstellung in einer Fa. für Automobilzulieferung bekommen und war sehr glücklich darüber. Nun will dieser AG die Firma um 200-300 Mitarbeiter reduzieren. Angeblich um den Standort zu sichern. Primär sollten Leiharbeiter, befristete Mitarbeiter gekündigt werden und danach sollten die älteren Mitarbeiter in "Frührente" gehen. Nun ist diese Woche im Flurfunk zu vernehmen gewesen, daß mein Teamleiter aus unserer Abteilung 2 Mitarbeiter nennen soll, die entlassen werden sollen. Leider aus einer sehr verlässlichen Quelle (Angeblich wurde dies jedem Teamleiter in Auftag gegeben). Jetzt zu meiner Frage: Was kann ich tun, wenn ich eine der genannten Personen bin ?
Schließlich bin ich unverheiratet und habe keine Kinder, und da unser Teamleiter sehr sozial eingestellt ist, würde er die anderen nicht vorschlagen, da dies meistens Väter und Mütter sind. So bleibe nur noch ich und unsere letztes Jahr übernommene Auszubildenden. Klar das klingt extrem gemein, zumal ich diese jungen Mann sehr mag, kann ich auf Weiterbeschäftigung klagen und darauf plädieren, daß der ehemals Auszubildende viel jünger ist und einen bessere Chance am Arbeitsmarkt hat als ich, evtl. gehen muss? Ich schäme mich ja fast für diesen Satz, aber ich habe wirklich Probleme wenn ich den Job verliere. Nur zur Randinformation: Ich bin für einen in Rente gegangenen Mitarbeiter eingestellt worden und habe noch Zusatzaufgaben übernommen und ich weiß, daß mein Teamleiter sehr zufrieden mit meiner Arbeit ist.
Was kann ich tun?
Hoffe mir kann jemand aus dem Arbeitsrecht weiterhelfen.

Danke

01.03.2014 | 14:48

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Nach § 1 Abs. 2 KSchG ist eine Kündigung sozial ungerechtfertigt, wenn sie nicht durch dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in dem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist.

Da 200 bis 300 Arbeitnehmer in ihrem Betrieb entlassen werden sollen, ist anzunehmen, dass dringende betriebliche Erfordernisse, welche ihr Arbeitgeber allerdings in einem Kündigungsschutzprozess im Einzelnen darlegen muss, bezüglich der Kündigung vorliegen.

Jedoch reichen die dringenden betrieblichen Erfordernisse allein nicht für eine rechtswirksame Kündigung aus, der Arbeitgeber muss zusätzlich gem. § 1 Abs. 3 KSchG darlegen, dass bei der Auswahl der Arbeitnehmer, die gekündigt werden sollen, die Dauer der Betriebszugehörigkeit, das Lebensalter, die Unterhaltspflichten und die Schwerhinderung des Arbeitnehmers ausreichend berücksichtigt wurden.

Bei der Sozialauswahl trifft es also letztlich diejenigen, die vom Lebensalter jung und vergleichsweise kurz beschäftigt sind, die keine Unterhaltspflichten erfüllen müssen und die keine Schwerbehinderung aufweisen.

Somit würden Sie dem ehemaligen Auszubildenden bei der Sozialauswahl auf jeden Fall vorgehen.


Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.03.2014 | 09:49

Guten Tag Herr Dratwa,

erstmal Danke für die schnelle und auch für mich verständliche Antwort auf meine Frage. Nun erlauben Sie mir noch eine kurze Nachfrage zu stellen. Was habe ich zu beachten, aus rechtlicher Sicht natürlich, wenn ich demnächst tatsächlich zu diesem Personalgespräch gerufen werden würde? Muss ich schon direkt dem Personalchef andeuten, dass ich die Kündigung nicht akzeptieren werde? Oder soll ich zuerst alles annehmen und abnicken und dann anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen?

Schon jetzt danke ich Ihnen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.03.2014 | 11:43

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten gleich beim Personalgespräch offen legen, dass Sie mit einer Kündigung nicht einverstanden sind. Sobald Sie die Kündigung erhalten, sollten Sie einen Anwalt zur Hilfe nehmen, zu beachten ist, dass Sie innerhalb einer Frist von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben müssen.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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