Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Adoption


23.05.2005 12:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte sehr um Ihre Hilfe. Es geht um meinen Sohn Noel, geb. 11.03.2003.
Noch in der Schwangerschaft habe ich mich von meinem damaligen Lebensgefährten getrennt. Somit erfolgte auch kein Eintrag des Erzeugers in die Geburtsurkunde meines Sohnes.

Mein neuer Lebensgefährte liebt Noel über alles und möchte ihn gerne adoptieren. Wir möchten am 25.06.2005 heiraten.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob er sich einfach beim zuständigen Standesamt in Essen als Vater eintragen lassen kann oder rechtliche Schritte vorgenommen werden müssen.
Des weiteren stellt sich uns die Frage, ob dies vor oder nach der Heirat geregelt werden sollte.

Es lief bis vor kurzem eine Klage wegen Unterhaltszahlungen, die ich aber aufgrund der jetzigen Situation (baldige Heirat, Umzug in die Schweiz und Desinteresse des Erzeugers am Kind) aufgehoben habe.

Demnach wurde die Vaterschaft des Erzeugers noch nicht festgestellt.
Aus diesem Grund habe ich mir gedacht, dass mein Lebensgefährte sich als Vater in die Geburtsurkunde eintragen lassen könnte.

Wäre dies so machbar?

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichen Grüßen
Patrycia K.
23.05.2005 | 12:38

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte Dame,

zunächst bedanke ich mich für ihre Anfrage!

Nun zu ihrer Frage: Generell ist es möglich, dass ihr Partner die Vaterschaft anerkennt und sich anschließend in das Familienbuch eintragen lässt. Dazu wäre dann gem. § 1592 Nr. 2 BGB Voraussetzung, dass ihr neuer Lebensgefährte die Vaterschaft schriftlich anerkennt und sie dem zustimmen. Diese beiden Erklärungen müssten dann öffentlich beurkundet werden. Dies erledigen im Zweifel auch die Standesämter. Eine Zustimmung des Kindes ist hier nicht erforderlich, da sie ersichtlich die Alleinsorge für das Kind haben. Der Anerkennung der Vaterschaft durch ihren neuen Partner stünde auch nicht entgegen, dass der „biologische Vater“ ihr ehemaliger Partner ist. Die Richtigkeit der Anerkennung wird nämlich nicht überprüft bzw. auch nicht vorausgesetzt.

Allerdings rate ich insoweit zur Vorsicht. Der biologische Vater kann nämlich durchaus die dann bestehende Vaterschaft ihres neuen Lebensgefährten anfechten. Innerhalb der 2-Jahresfrist des § 1600b Abs. 1 S. 1 BGB wäre dies möglich. Ferner könnte ihr Lebensgefährte selbst auch sein Anerkenntnis gegebenenfalls später einmal anfechten. Zuzugeben ist allerdings, dass diese Anfechtung, deren Frist jedenfalls für den biologischen Vater regelmäßig mit der Geburt des Kindes beginnt und bereits abgelaufen sein dürfte, insoweit ins Leere gehen dürfte.

Ferner läuft die Anfechtungsfrist für den neuen Partner auch bereits seit Kenntnis der fremden Vaterschaft. Den genauen Zeitpunkt dazu kann ich aber mangels weiterer Angaben nicht ersehen. Es ist natürlich auch im Zweifel nicht davon auszugehen, dass ihr neuer Lebensgefährte an eine Anfechtung denken würde.

Von daher würde ich ihren Plan umsetzen, ich wünsche ihnen und ihrer Familie dabei alles Gute bzw. gratuliere vorab zu ihrer Hochzeitsplanung!

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben, für weiterführende Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Hochachtungsvoll

Hellmann
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER