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Adoption bei Heirat

| 04.02.2014 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:45
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage bzgl. meiner anvisierten Heirat mit meiner Partnerin.

Meine Partnerin hat eine Tochter mit in unsere Beziehung gebracht. Außerdem haben wir einen gemeinsamen Sohn.

Ist es möglich, dass ich die Tochter meiner Partnerin bei der Heirat adoptiere? Dazu muss man sagen, dass der leibliche Vater der Tochter meiner Partnerin den Behörden nicht bekannt ist (es wurde Unterhaltsvorschuss beantragt), da dort angegeben wurde, dass die Tochter meiner Partnerin das Ergebnis eines One-Night Stands ist und sie den Mann nicht wieder gesehen hat. Es gibt auch keinen Eintrag in der Geburtsurkunde hinsichtlich des Vaters (Vater unbekannt).

In Wirklichkeit ist der Vater bekannt, aber meine Partnerin wollte nicht, dass er Unterhalt zahlt bzw. die Vaterschaft anerkennt (was auch nicht geschehen ist). Zwischenzeitlich gab es auch über einen Zeitraum von 4-5 Jahren losen Kontak zwischen Vater und Tochter, der aber wieder abgerissen ist, da es zu Problemen zwischen Vater und Tochter kam.

Wenn es möglich sein sollte, dass ich die Tochter meiner Partnerin adoptieren kann, was passiert dann, wenn wir uns später scheiden lassen sollten? Bin ich dann voll unterhaltsverpflichtet gegenüber unserer dann gemeinsamen Tochter bzw. kann man das bei der Heirat durch eine Regelung ausschließen?

Wie sieht es beim Erbe aus, wenn ich sterbe? Bekommen dann unser gemeinsamer Sohn und meine adoptierte Tochter den gleichen Anteil des Erbes?

Vielen Dank für eine Antwort!

Mit freundlichem Gruß


04.02.2014 | 17:41

Antwort

von


(2360)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

mit der Adoption durch Sie wird die Tochter Ihrer Frau auch Ihre Tochter. Das bedeutet, dass das Abstammungsverhältnis zum anderen Elternteil beendet wird. An dessen Stelle treten dann Sie; mit allen Rechten und Pflichten.

Wörtlich heißt es dazu ausdrücklich im Gesetz, <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/1754.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 1754 BGB: Wirkung der Annahme">§ 1754 BGB</a> in Absatz 1:

"Nimmt ein Ehepaar ein Kind an oder nimmt ein Ehegatte ein Kind des anderen Ehegatten an, so erlangt das Kind die rechtliche Stellung eines gemeinschaftlichen Kindes der Ehegatten"

Sie sind der Tochter vollumfänglich zum Unterhalt verpflichtet, genauso wie Ihrem Sohn. Dieses gilt auch für den Fall der Scheidung. Regelungen ist dieser Anspruch nicht oder nur in sehr engen Grenzen zugänglich; ein Ausschluss ist gänzlich ausgeschlossen.

Erbrechtlich ist die Tochter gleichberechtigt Erbin neben Ihrem Sohn. Sie hat die gleichen gesetzlichen Ansprüche. Dieses lässt sich nur eine letzwillige Verfügung ändern, die Sie dann erstellen müssten. Ungeachtet dessen verbleibt der Tochter aber der gesetzliche Pflichtteil.

Zusammanfassend kann also gesagt werden, dass die Tochter die gleiche rechtliche Stellung wie Ihr Sohn erlangt.

Für die Tochter bedeutet das aber auch im Umkehrschluss, dass auch sie Ihnen gegenüber unterhaltspflichtig ist. Das kann durchaus relevant werden, wenn Sie unter Umständen später in einem Seniorenheim wohnen müssen.

Eine ganz andere Problematik ist aber die, dass der Vater nicht beteiligt wird. Dieser könnte die Aufhebung der Adoption anstreben, wenn er in diese nicht eingewilligt hätte. Ein aufwendiges Verfahren, aber möglich. Ob dieses dann letztlich tatsächlich zur Aufhebung führt, kann nicht abschließned beurteilt werden, da das Gericht trotz der fehlenden Einwilligung eine Aufhebung ablehnen kann, wenn dieses unter Berücksichtigung des Kindeswohls angebracht ist.

Letzeres möchte ich nur zu bedenken geben und Sie damit keineswegs von Ihrer Absicht abbringen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle<!--dejureok-->


Rückfrage vom Fragesteller 05.02.2014 | 10:12

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen Dank für die Erklärungen!

Sie hatten geschrieben:

Regelungen ist dieser Anspruch nicht oder nur in sehr engen Grenzen zugänglich

Können Sie das in sehr engen Grenzen konkret an einem Beispiel erläutern.

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.02.2014 | 11:45

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein Verzicht auf den Unterhalt ist nicht möglich.

Es kann jedoch eine Freistellungsvereinbarung zwischen den Eltern getroffen werden. Im Rahmen einer solchen Vereinbarung wird dann geregelt, dass der betroffene Elternteil, dann also Sie, von dem anderen Elternteil, von Unterhaltszahlungen freigestellt wird.

Das bedeutet nicht, dass der Unterhaltsanspruch entfällt. Das bedeutet aber, dass Sie von der Mutter die Erstattung von Zahlungen verlangen können, wenn Sie doch später auf Unterhalt in Anspruch genommen werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 07.02.2014 | 13:48

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 07.02.2014
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