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AUFENTHALTSBESTIMMUNGSRECHT UMZUG

13.03.2019 21:31 |
Preis: 30,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:19

Zusammenfassung: Aufenthaltsbestimmungsrecht und Umzug

Vater zieht von seinem Heimatort in die 200 Kilometer entfernte Stadt xxxx, wo die Kindesmutter mit seinem Kind wohnt. In der Sadt xxxx findet ein regelmäßiger Umgang statt und das Kind wohnt nur wenige Meter entfernt von der Wohnung des Kindesvaters. Nach xx Jahren lässt sich die Mutter aus beruflichen Gründen in die Stadt xxxx versetzen.
Der Umgang trotz der Entfernung findet nach wie vor regelmäßig statt.
In dieser Zeit teilt der Vater der Mutter mit, dass er auch in nächster Zeit in die Stadt xxxx ziehen wird, um näher bei der Tochter zu sein. In der Zwischenzeit beantragt der Vater das gemeinsame Sorgerecht vor Gericht.
Sein Anwalt berät ihm, dass er auf das AUFENTHALTSBESTIMMUNGSRECHT verzichten soll, da die Mutter sonst nicht bereit ist, dass gemeinsame Sorgerecht zu teilen. Zudem garantieret im die Mutter vor Gericht, dass es keinen Umzug in den nächsten 16 Jahren geben wird. Zu diesem Zeitpunkt ist die Mutter neu verheiratet mit einem Mann aus einer anderen Region. Dieser hat wegen der Frau sein Lebensmittelpunkt auch nach xxxx verlagert und wohnt dort mit Mutter und dem Kind von dem Vater zusammen. Bei einem Vorgespräch vor dem gerichtlichen Termin sagt der neue Ehemann ebenfalls zu, dass man sich keine Sorgen machen müsse und garantiere mindestens die nächsten 10 Jahre in xxxx zu bleiben. Der Kindesvater zieht 1,5 Jahre später nach auch in die Stadt xxxx. Bezieht eine Wohnung nur paar Minuten entfernt von seinem Kind und neue Arbeitsstelle nur paar Meter von der Schule des Kindes entfernt. Der Umgang findet regelmäßig an den Wochenende und in der Woche statt. Hausaufgabenunterstützung und andere gemeinsame Aktivtäten zwischen Kind und Tochter die mittlerweile in der 3. Schulklasse ist.
Kurz daraufhin erfährt der Vater durch Umwege, dass der neue Mann der Mutter nun doch in seine alte Heimat die 100 Kilomet entfern ist zurück will, weil es ihm in xxxx nicht mehr gefällt. Die Wohnung der Mutter wird zum Verkauf inseriert und dem Kindesvater über die Pläne nichts mitgeteilt. Durch Zufall nach paar Monaten bekommt der Vater dies mit.
Kann der Umzug verhindert werden? und wie sehen die Erfolgsaussichten aus, dass die Mutter in xxxx bleiben muss?
Besteht die Möglichkeit das AUFENTHALTSBESTIMMUNGSRECHT auf beide gemeinsam im Nachgang zu ändern?
oder ist in diesem Fall nur der Antrag auf das alleinige AUFENTHALTSBESTIMMUNGSRECHT möglich?
Welche Anträge müssen beim Familiengericht gestellt werden?

13.03.2019 | 22:26

Antwort

von


(413)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kann man jederzeit das Aufenthaltsbestimmungsrecht neu beantragen. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie lebenslang verzichtet haben (die Formulierung kenne ich ja nicht).
Ich hätte grundsätzlich nicht darauf verzichtet, aber wenn es nunmal so gemacht wurde, müssen Sie wissen, was Sie wollen:
1. Das Kind zu sich nehmen, dann Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht
2. Das Kind bleibt bei der Mutter.

Ein gemeinsames Aufenthaltsbestimmungsrecht gibt es nicht, das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist immer ein Teil des Sorgerechts, der nur dann entscheidend ist, wenn es streitig ist. Dann wird quasi der Teil aus dem gemeinsamen Sorgerecht herausgelöst.

Ein Umzug von 100 km dürfte jedoch nicht zu verhindern sein.
Ggf. müsste hier ein Gutachten eingeholt werden, dass es dem Kindeswohl widerspricht.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

Nachfrage vom Fragesteller 14.03.2019 | 19:49

Zunächst mal vielen Dank für Ihre recht schnelle Antwort.
Zu Ihren 2 Optionen
1. Das Kind zu sich nehmen, dann Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht
2. Das Kind bleibt bei der Mutter.

Also habe ich es richtig verstanden, dass entweder ich den Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht stelle und das Kind zu mir hole. Das wäre die erste Option.

Die zweite Option wäre, dass ich Antrag auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht stelle, dass das Kind innerhalb des Wohnortes bleiben muss, aber dann bei der Mutter weiterhin wohnhaft bleibt.

Kann ich mich den auch darauf berufen, dass mir damals von der Mutter bei der Gerichtsverhandlung zugesagt wurde, dass ein Umzug in die Stadt ihres neuen Mannes nicht in Frage kommt.

Mit welchen Kosten müsste ich für ein Gutachten rechnen und falls ich den Fall verlieren sollte, trage ich die gesamte Gerichtskosten alleine?

vielen Dank für Bemühungen. Ich weiß es sehr zu schätzen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.03.2019 | 20:19

Also habe ich es richtig verstanden, dass entweder ich den Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht stelle und das Kind zu mir hole. Das wäre die erste Option.
Richtig, und zwar ist der Antrag bei Gericht zu stellen.

Die zweite Option wäre, dass ich Antrag auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht stelle, dass das Kind innerhalb des Wohnortes bleiben muss, aber dann bei der Mutter weiterhin wohnhaft bleibt.
Das wäre auch eine Option, wenn Sie den Umzug verhindern wollen - Sie stellen den Antrag, aber mit der Maßgabe, dass das Kind bei der Mutter bleibt, wenn diese nicht umzieht, ansonsten zieht das Kind zu Ihnen.

Die Zusage vor Gericht ist nett gemeint, wie ich immer sage, aber rechtlich nicht bindend. Da sich Umstände ändern können, hat sie das freie Recht, sich umzuentscheiden. Außer, es wurde bereits dort festgehalten, dass sie nicht umziehen darf gegen eine Geldbuße oder eben, dass dann das Kind zu Ihnen wechselt.

Die Gutachterkosten sind etwa bei 1000-3000 EUR, ich denke aber.
Anwaltskosten sind etwa 600-800 EUR.

Wenn Sie ein Einkommen von 1200 EUR haben, dann steht Ihnen Prozesskostenhilfe zu.

Gerne setzen wir Ihre Rechte durch.

Mehr über uns auch: https://www.youtube.com/c/drcorinaseiter

ANTWORT VON

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