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Aufenthaltsbestimmungsrecht / Sorgerecht / Umzug


| 30.03.2007 20:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

hier geht es nicht um mich, sondern um meine Partnerin.

Die Sachlage:
Meine Partnerin mit Sohn (10 Jahre, 4. Schuljahr) lebt von Ihrem Ex-Mann getrennt seit 2001 getrennt, in 2003 war die Scheidung. Der Sohn lebt seit dieser Zeit bei ihr und die beiden wohnen ca. 70 km auseinander. Er hat die festgelegten Umgangszeiten (alle 14 Tage, geteilte Ferien) wahrgenommen. Sie und ihr Ex (mit neuer Frau) leben in Brandenburg, ich in Schlweswig-Holstein. Sowohl meine Partnerin als auch ihr Ex gehen einer geregelten Tätigkeit nach, sie allerdings wegen dem Sohn in Teilzeit.

Gestern erreichte meiner Partnerin ein Schreiben von ihrem Ex, auch gerichtet an das Jugendamt. Er möchte, dass sein Sohn nach dem Besuch der sechsten Klasse, also ab dem Schuljahr 2009/2010, ein freies Gymnasium besucht, weil er es für besser hält als ein staatliches Gymnasium.

Daher soll der Sohn dann zu ihm ziehen, er habe das mit seiner jetzigen Frau bereits geklärt und sie stehe voll hinter ihm. Auch der Sohn sei dem gegenüber aufgeschlossen.

Ich aus der Distanz kann nur sagen, dass der Sohn von seinem Vater "manipuliert" wird. In Wirklichkeit möchte er gar nicht von seiner Mutter getrennt werden. Auch ich komme mit ihm sehr gut klar.

Meine Fragen dazu:

1. Wie groß/gut sind die Aussichten, dass der Vater bei einem Rechtsstreit seinen Vorschlag durchgesetzt bekommt?

2. Gäbe es große Schwierigkeiten, wenn meine Partnerin zu mir ziehen möchte? (Entfernung zum Vater dann 390 km, allerdings lebe ich hier, ihre nun alleinige Mutter lebt auch hier und ich zurzeit pflegebedürftig, an einem freien Gymnasium bin ich ebenfalls beschäftigt und der Sohn könnte da zur Schule gehen)

Vielen Dank für eine Antwort
Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

1.Da das Kind bereits seit der Trennung der Eltern seinen Aufenthalt bei der Mutter hat und offensichtlich keine Gründe vorliegen, die im Hinblick auf das Kindeswohls einen Wechsel des Aufenthalts derzeit erforderlich machen, gehe ich nicht davon aus, dass das Familiengericht einem Antrag des Vaters auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts derzeit stattgeben würde.
Im Rahmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung wird das Gericht auch das Kind anhören. je älter ein Kind ist, desto beachtlicher ist auch der von ihm geäußerte Wille, wo es künftig leben möchte.
Sollte der Sohn also im Jahr 2009/2010 den Wunsch haben, bei seinem Vater zu leben und ist dadurch auch das Wohl des Kindes nicht beeinträchtigt (Wohnsituation, Betreung durch den Vater,etc.) ist es denkbar, dass ein Wechsel des Aufenthalts zum Vater erfolgt, natürlich erst nach einer entsprechenden Stellungnahme des Jugenamtes und ggf. eines familienpsychologischen Gutachtens, das das Gericht einholen kann.
Sollten Sie den Eindruck haben, dass der Vater das Kind bzgl. des Wechsels zu ihm unter Druck setzt, so sollten Sie dies auf alle Fälle mit dem zuständigen Jugendamt besprechen.

2. Ein Wechsel des Wohnortes (Umzug der Mutter mit dem Kind) ist, soweit die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge haben, ohne Zustimmung des Vaters nicht möglich, da dadurch auch das Umgangsrecht des Vaters mit dem Kind erheblich erschwert wird.
Im Streitfall müsste auch hier das Familiengericht entcheiden.


Nachfrage vom Fragesteller 30.03.2007 | 21:44

Vielen Dank für die Antwort,

Frage 1 ist damit 100%ig beantwortet.

zu Frage 2:

Einige Stellen (z.B. Familienberatung) geben den Hinweis, doch einfach heimlich umzuziehen. Eine geänderte Situation würde ein Familiengericht schon nicht so einfach umschmeißen.

Die Hauptgründe für einen Umzug sind:

- die eigene Mutter, deren Mann gerade verstorben ist und die wegen gesundheitlicher Probleme Hilfe braucht.
- Lebenspartner (ich), der nun in Schleswig-Holstein wohnt und arbeitet.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 07:46

-

Ergänzung vom Anwalt 31.03.2007 | 08:15

Sehr geehrter Fragesteller,

sicherlich ist es häufig so, dass, wenn Fakten geschaffen worden sind, insbesondere ein Schulwechsel bereits vollzogen ist, dem Kind nicht kurze Zeit später wieder ein Umzug mit Wechsel der Schule zugemutet werden wird.
Wie sich diese Vorgehensweise allerdings auf das künftige Verhalten der Eltern auswirkt, ist vielleicht auch noch in diese Überlegung einzubeziehen.
Ich meine, dass es für Ihre Partnerin auch gute Gründe gibt, die einen Umzug begründen können.
Auch hier könnte man im Vorfeld mit dem Jugendamt die Erforderlichkeit eines Umzugs besprechen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Partnerin viel Erfolg
und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Eva Tremmel-Lux
Rechtsanwältin
Bewertung des Fragestellers 14.10.2008 | 07:43


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