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AG vergisst pauschal best. AG-Leistungen anzugeben > Einleitung Steuerstrafverfahren


23.11.2011 16:15 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo!

Am 17.10.2011 erhielt ich von meinem ehemaligen AG einen Brief, wo er mir mitteilt "durch ein bedauerliches Versehen" für die Jahre 2008 und 2009 die pauschal versteuerten AG-Leistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Firmenwagen) nicht angegeben wurden, obwohl bei mir von der Pauschalierungsmöglichkeit nach §40 Abs. 2 Satz 2 EStG Gebrauch gemacht wurde. Demnach wurden falsche Lohnsteuerbescheinigungen erstellt, auf dessen Grundlage ich meine Steuererklärung erstellte.

In den Jahren 2009 und 2010 gab ich demnach, unwissender Weise, falsche Steuerbescheide an das Finanzamt ab.

Heute erhielt ich eine förmliche Zustellung durch das Finanzamt, wo mir mitgeteilt wird, dass gegen mich ein Steuerstrafverfahren eingeleitet wurde, da ich 2008 984€ und 2009 202€ an Einkommensteuer verkürzt haben soll. Anbei wurde mir ein Termin zu Anhörung mitgeteilt.

Ich wusste nicht, dass ich nach Erhalt des Schreibens meines AG umgehend das FA informieren muss. Laut dem Brief und der bescheinigung meines AG bin ich davon ausgegangen, dass die Sache für die Steuererklärung für 2011 rückgerechnet wird, da in dem Brief stand, dass "für 2011 die korrekte Eintragung in die Lohnsteuerbescheinigung sichergestellt wurde". Somit ging ich davon aus, dass ich nach Ablauf des Jahres eine Lohnsteuerbescheinigung meines ehemaligen AG bekomme, mit der ich dann die Steuererklärung 2011 erstelle?!

Was kommt nun auf mich zu? Ich kann letztlich nichts für den Umstand. Natürlich zahle ich die Differenz. Was geschieht aber nun weiter?

Werde ich verurteilt?
Was für Kosten kommen auf mch zu?
Kann ich meinen ehemaligen Arbeitgeber an den Kosten beteiligen, oder sogar dazu bringen, die kompletten entstehenden Kosten zu tragen, da es ja nicht mein Fehler war?

Vielen Dank!


Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Falls Sie die Steuererklärung 2008 und 2009 schon abgegeben haben und diese durch ein Steuerbescheid bestandskräftig geworden ist, können Sie für das Jahr 2010 oder 2011 nichts nacherklären, sondern hätten dies für die entsprechenden Jahre 2008 und 2009 tun müssen.
Sie sollten hier einen Anwalt mandatieren, der Akteneinsicht beantragt, bevor Sie sich einlassen oder einen Termin wahrnehmen.
Ggfs. liegt bei Ihnen ein Tatbestandsirrtum bezüglich des Unterlassens der Abgabe einer korrigierten Steuererklärung, der den im Raum stehenden Tatbestand der Steuerhinterziehung entfallen lässt. Sie sollten schnellstmöglich den Betrag einschließlich Zinsen von 6 % im Jahr nachzahlen. Verurteilt werden Sie nicht;gffs wird eine Geldbuße gegen Sie festgesetzt.
Ihren Arbeitgeber können Sie nur Haftung nehmen, wenn dieser eine schuldhafte Pflichtverletzung begangen hat. Hierzu müsste ich das Schreiben des Arbeitgebers prüfen.
Gerne stehe ich im Rahmen eines Mandats zur Verfügung.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
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