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Steuererklärung 2011

| 11.09.2012 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrter Anwalt,
nach 6 Jahren Auslandsaufenthalt mit Wohnsitz in Dubai habe ich seit dem 01.06.2011wieder meinen gewöhnlichen Wohnsitz in Deutschland. Gleichzeitig habe ich meinen Wohnsitz in Dubai aufgegeben. In 2011 war ich in Deutschland bis 01.06.2011 beschränkt steuerpflichtig.
Meine Frau hatte bereits Ende 2008 ihren gewöhnlichen Wohnsitz nach Deutschland verlagert. Seit dieser Zeit lebten wir getrennt. Nach einer erfolgreichen Versöhnung leben wir seit dem 01.06.2011 wieder zusammen.
Ein ausländisches Einkommen hatte ich in 2011 nicht. Der Aufenthalt bis Ende Mai in Dubai diente dem Zweck meine Wohnung aufzulösen, den Hausrat / Auto sowie die Wohnung selbst zu verkaufen.
In 2011 habe ich ganzjährlich eine Firmenrente bezogen und seit dem 01.03.2011 beziehe ich auch eine BfA Rente. Beide Zahlungen erfolgten in Deutschland.
Ferner habe ich deutsche Einkünfte aus Kapitalertrag, jedoch keine Einkünfte aus VV.
Meine Fragen:
1. Muss ich die Steuererklärung getrennt nach beschränkt und unbeschränkter Steuerpflicht machen?
2. Bei den Kapitalerträgen wurde meine beschränkte Steuerpflicht nicht bei der Abgeltungssteuer berücksichtigt. Kann ich die entsprechenden Anteile nachfordern
3. Was empfehlen Sie in meinem Fall sonst noch zu beachten

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Zunächst rate ich Ihnen, dringend einen Steuerberater vor Ort aufzusuchen. Steuerfälle mit internationalem Bezug sind in der Regel so komplex, dass sie von Rechtsanwälten, auch Fachanwälten, nur schwerlich geprüft werden können.
Zudem ist dieses Forum nur Vermittlung einer ersten Orientierung geeignet.

1) Es wird angezeigt sein, 2 Steuererklärungen zu machen - dann wenn Sie einen Wohnsitz in Deutschland erst ab dem 01.06.2011 hatten. Wo die Zahlung erfolgte ist dabei nicht ausschlaggebend.

2) Auf Dividenden und bestimmte andere Kapitalerträge, die in Deutschland anfallen, wird in Deutschland eine Abgeltungssteuer von 25% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag erhoben, die als Quellsteuer abgezogen wird. Ausländische Empfänger von Kapitalerträgen können auf Antrag nach Maßgabe der Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) oder § 43b EStG bzw. § 44a Absatz 9 EStG ganz oder teilweise durch Erstattung von der Kapitalertragsteuer entlastet werden. Bei bereits gezahlten Steuern besteht daher ein Erstattungsanspruch.
Die Formulare hierzu können Sie auf den Seiten des Bundeszentralamts für Steuern herunter laden, https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0

Ob die Voraussetzungen für die Steuererstattung in Ihrem individuellen Fall vorliegen vermag ich nicht sicher zu beurteilen.
Es besteht ein Doppelbesteuerungsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Vermutlich wird dies aber bei den Kapitalertragssteuern nicht greifen, da in den Emiraten im wesentlichen keine Steuern gezahlt werden.
Sollte es in Ihrem individuellen Fall einen Rückzahlungsanspruch geben, so können Sie diesen bis zu 4 Jahre lang geltend machen; (vgl. § 50d Absatz 1 Satz 9 EStG ). Die Frist beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Kapitalerträge bezogen worden, dass heißt Ihnen zugeflossen sind.

3) Sie können ggfs. versuchen, die Kosten für die Wohnungsauflösung, Reisen und Wohnungssuche in Deutschland als Werbungskosten geltend zu machen, § 9 EStG . Ob die Voraussetzungen hierzu vorliegen kann ich jedoch nicht beurteilen.
Ich kenne die Umstände der Steuerveranlagung mit Ihrer Frau in Deutschland nicht. Diese sollten Sie auch prüfen lassen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen im Sinne einer ersten Orientierung weitergeholfen. Für Nachfragen stehe ich gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 12.09.2012 | 20:41

Danke für die Orientierung.

Zu 1.
Ich verstehe das Konzept der zwei Steuererklärungen so:

- Einkommen nach den Zeiträumen für beschränkte und unbeschränkte Steuerpflicht trennen.
- Einkünfte für beschränkte Steuerpflicht im Steuerbogen 2011ESt1C151 angeben.
- Steuererleichterungen nur gegen Einnahmen aus unbeschränkte Steuerpflicht geltend machen.

Meine Zusatzfrage; ist das so korrekt.

Zu 2. kann ich mit den Banken / Finanzamt klären.

Zu 3.
Das Thema Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Wohnung in Dubai werde ich mit einem Steuerberater erörtern.

MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.09.2012 | 21:22

Vielen Dank für die Nachfrage.

Ich denke, dieses Formular ist richtig. Ich habe allerdings eine solche Erklärung selbst noch nie gefertigt und daher keine praktischen Erfahrungen hiermit.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und viel Erfolg beim Bearbeiten dieser doch sehr komplexen steuerlichen Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Rübben

Bewertung des Fragestellers 13.09.2012 | 17:43

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

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Meine Frage wurde im Grunde nur pauschal als Orientierung beantwortet. Auf die Nachfrage wurde nicht konkret eingegangen da der Anwalt laut eigener Aussage einen solchen Fall noch nicht bearbeitet hat.

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Stellungnahme vom Anwalt:

Dieses Forum dient der ersten Orientierung und nicht der Bearbeitung von Mandaten. Das steht so auch überall. Zudem bin ich kein Steuerberater, der regelmäßig solche Bögen ausfüllt. Ihre Nachfragen sind völlig neue Fragen gewesen. Ihre Fragen habe ich beantwortet, Ihre Kritik erschließt sich mir daher nicht.