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vorsätzliche einfache Körperverletzung (m.A Notwehr)

18.03.2021 11:46 |
Preis: 48,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo zusammen,

nach einer Körperlichen Auseinandersetzung mit meinen WG-Mitbewohner wurde ich der vorsätzlichen einfachen Körperverletzung beschuldigt und soll nun Stellung nehmen. Meinens Erachtens habe ich mich nur gewehrt. Ich bin vorher Polizeilich nicht aufgefallen.

Als die Polizei mit Krankenwagen bei uns eintraf hatte ich bereits die Situation geschildert.

Zum Tathergang:
Ein Mitbewohner meiner WG wurde gekündigt. Ich war im Homeoffice und habe gearbeitet.

Am morgen als er von der Kündigung erfahren hat, hat dieser zuerst mit mir normal gesprochen und mir die schuld gegeben. Als ich dann auf der Toilette war wollte der Mitbewohner erneut mit mir sprechen. Als ich dann die Toilette verließ wartet mein Mitbewohner bereits auf mich und ich frage ihn "was los sei".

Daraufhin sprang dieser auf, stürmte auf mich zu, packte mein T-Shirt an und stelle im aggressiven Tonfall eine Frage. Ich habe eine Abwehrreaktion gezeigt und mich versucht aus seinen Griff zu befreien. Daraufhin hat der Mitbewohner angefangen mich zu schlagen und zu würgen. Während diesen Angriffes habe ich selber noch weiter versucht mit diesem zu reden, aber dies hatte keinen Effekt. Ich hatte versucht mich aus der Lage zu befreien und den Angriff abzuwehren. Ich wurde selbst als ich am Boden lag ins Gesicht mit der Faust geschlagen.


Unserer anderer Mitbewohner hatte mir nach der letzten Auseinandersetzung(verbal) mit dem Mitbewohner gesagt das dieser zu ihm sagte, das dieser mich bei der nächsten Auseinandersetzung schlagen will/wird. (mündlich)

Nach diesem Angriff lag ich zwei Tage im Krankenhaus (mehre Verletzungen, Platzwunde und würge Male) Ich musste durch meine Einnahme von Blutverdünner überwacht und Untersucht werden. Meine Verletzungen wurden von der Polizei auch Dokumentiert und durch mein Entlassungsbrief vom Krankenhaus "bestätigt".


Zu meiner Frage:
Soll ich die Tat zugeben? Soll ich in der Stellungnahme auf Notwehr plädieren? oder ergibt sich das automatisch aus meiner Schilderung? Sollte ich eine Stellung nehmen oder ist dies nicht mehr Notwendig? Der Angreifer behauptet natürlich das ich zuerst angegriffen habe. (meine Abwehrreaktion)
Soll ich meinen anderen Mitbewohner in der Aussage als Zeugen nennen? Kann ich Schmerzendgeld bekommen?

18.03.2021 | 12:31

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Ihrer Schilderung entnehme ich, dass Sie wohl eine Vorladung von der Polizei oder eine Aufforderung zur schriftlichen Aussage erhalten haben. Sie werden als Beschuldigter geführt.

Hier ist Vorsicht geboten. Sie sollten keine Schilderung abgeben, sondern am besten über einen Anwalt Akteneinsicht nehmen und dann ggf. nach dieser eine Stellungnahme auch am besten anwaltlich abgeben. Wenn Sie ohne Akteneinsicht sich äußern, kann dies zu Ihrem Nachteil sein, weil Sie den Akteninhalt nicht kennen.

Es gilt der Grundsatz, dass man sich nicht selbst belasten muss, so dass Sie nicht zu einer Stellungnahme verpflichtet sind.
Eine Notwehrlage wird genau geprüft und es kommt hier entscheidend auf den Akteninhalt an. Da Sie aber bereits als Beschuldigter und nicht als Zeuge geführt werden, ist offenbar die Polizei gerade nicht von Notwehr überzeugt, so dass es gilt, sich zu verteidigen. Den neuen Mitbewohner können Sie nach Akteneinsicht als Zeugen benennen.

Ihre Schilderung lässt schon den Schluss zu, dass Sie in Notwehr gehandelt haben. Mit einer eigenständigen Schilderung ohne Aktenkenntnis besteht aber die Gefahr, etwas zu äußern, was zu Ihren Lasten gehen kann. Sie sollten dann auch selbst eine Anzeige gegen den Mitbewohner machen.

Je nachdem, wie die Sache dann weitergeht, also Sie ggf. nicht schuldig waren, können Sie auch Schmerzensgeld verlangen. Die strafrechtliche Beurteilung geht nicht zwingend konform mit der zivilrechtlichen, doch sollte hier zunächst abgewartet werden, bis Sie den Akteninhalt kennen.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
Draudt
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

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