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Anzeigen wegen Körperverletzung (Notwehr)

08.10.2011 10:01 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

vorweg erst einmal ich würde gerne mehr bieten als Bezahlung, doch unter den momemtanen Umständen (Krankengeld) ist dies das maximum was ich zur Zeit anbieten kann.

Folgende Situation:

Meine Freundin war über das lange Wochenende (Fr-Mo) bei ihrer Mutter zu Besuch, da diese sich selten sehen. Der Freund ihrer Mutter hat schon immer alles daran gesetzt die beiden auseinanderzubringen (er ist Alkoholiker und nimmt Drogen). Solange die beiden sich nicht gesehen haben, war auf gut deutsch Firede, Freude ,Eierkuchen.

Jetzt kam es am Montag dazu, das meine Freundin nachdem sie weg war, wieder in die Wohnung ihrer Mutter wollte und ihre Sachen holen wollte. Der Freund ihrer Mutter kam an die Tür und sagte:"Du bist ein ekelhafter Parasit der Frieden und Harmonie in unserem Leben stört."Sie merkte schon das er wieder getrunken hatte. Als sie sagte, das sie nur ihre Sachen holen wollte, sagte er sie solle sich verziehen und schloß die Tür zu. Daraufhin rief sie mich an, ob ich ihr nicht helfen könne. Das sie fertig mit den Nerven war und am weinen kann man sich denken.
Es ist auch nicht das erste mal, das ich da hochfahre um etwas zu schlichten (Mutter wurde von ihm mit Messer bedroht usw).

Ich fuhr also hoch und klopfte erstmal normal gegen die Tür. Niemand öffnete. Erst als ich mehrmals ziemlich fest gegen die Tür schlug, öffnete ihre Mutter die Tür. Ich sagte sie solle schnell ihre Sachen holen und ich ging zu ihm um zu fragen was der Mist soll.
Als ich in die Küche ging, kam er direkt auf mich zu mit erhobener rechter Hand. Ich (Linkshänder) hielt ihm sofort den Arm fest und mit dem rechten Arm drückte ich ihn gegen die Wand und hielt ihn da fest bis er sich nichtmehr wehrte (das waren circa 2-3Min).Ich hatte ihn wohl mit dem Arm an der Nase erwischt den er war am bluten. Meine Freundin und ihre Mutter kamen in die Küche rein, worauf ich ihn dann los ließ und zu meiner Freundin sagte:"Komm wir gehen, mit dem kann man nicht reden."

Sie verstaute ihre Sachen im Auto und ich fuhr mit meinem schon los, als ich sah, wie er sich vor das Auto meiner Freundin stellte und sie bedrohte und beleidigte. Ich setzte zurück und als er mich sah, lief er schnell wieder in die Wohnung.

Jetzt schrieb er mir eine SMS, das er Anzeige gegen mich erstattet habe und ich solle mich warm anziehen und möge Gott mir gnädig sein.

Zu meiner Person: Ich bin Mitte 20, hab mir noch nie was zu Schulden kommen lassen, keine Vorstrafen, noch nichtmal irgendeine Schlägerei angezettelt oder beteiligt gewesen.

Er hat schon Anzeigen wegen Fahren ohne Führerscheins, Körperverletzung, Alkohol am Steuer, Diebstahl.

Es gibt keine Zeugen, da die beiden erst hineinkamen, als ich ihn gegen die Wand drückte (um weitere Angriffe abzuwehren).
Er behauptet natürlich ich habe angefangen. Ich weiß das er auf mich zukam mit erhobener Hand.

Was würde jetzt auf mich zukommen, falls es wirklich zu einem Prozess kommen sollte? Oder wird es erst garnicht zu einem kommen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich gerne anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Verhältnis zu Ihrem Einsatz wie folgt beantworten möchte.

Zunächst wird aufgrund der Anzeige ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Bei diesem werden Sie als Beschuldigter geführt und zum Sachverhalt vernommen, ebenso potentielle Zeugen.

Dabei wird man auch die Umstände, sowie die Glaubwürdigkeit der Beteiligten geprüft.

Wenn ich Ihre Sachverhaltsschilderung lese, denke ich schon, dass eine Bedrohungssituation für Sie bestand, aufgrund derer Sie den Lebensgefährten der Mutter Ihrer Freundin körperlich zurückdrängen durfte.

Dies ergibt sich aus dem Notwehrrecht nach § 32 StGB, wonach das Recht dem Unrecht nicht zu weichen braucht. Zudem wird geprüft, ob Sie das mildest mögliche Mittel angewendet haben, was mit Festhalten des Armes sowie Zurückdrücken, um den alkoholisierten und wohl auch renitenten Mann in Schacht zu halten.

Nach meiner Einschätzung wird das Verfahren nach § 170 II StPO eingestellt werden, da Sie in Ihrer Tathandlung gerechtfertigt waren und damit kein Grund zur Erhebung der Klage sehen wird.

Ein Ermittlungsverfahren wird es aber geben wenn der Bekannte einen Strafantrag gem. § 230 StGBstellt (und dies nicht im Suff vergisst) stellt. Vielleicht verpennt er auch die Frist des § 77b Abs. 1 StGB, wonach ein Strafantrag binnen drei Monaten nach Tatbegehung gestellt werden muss.

Sollte es dennoch zur Anklageerhebung kommen, gibt es nur den Bekannten der Mutter als Belastungszeugen, wobei dessen Vorstrafen keine Rolle bei der Glaubwürdigkeit spielen, jedoch als Indiz für das Tatgeschehen herhalten können.

Letztlich würde dann der Tatrichter die Glaubwürdigkeit der Aussagen prüfen. Aber auch hier denke ich, wenn Ihre Aussagen stimmen, dass man Sie nicht verurteilen wird.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben haben zu können und möchte Sie bei Unklarheiten auf die kostenfreie Nachfragefunktion aufmerksam machen.

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