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Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung - Notwehr und Strafe?

03.02.2013 04:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


hallo @all

ich weis nicht wo ich anfangen soll ich mach es mal einfach kurz und knapp hoffe man versteht alles.

ein kumpel von mir hat ein ein spätkauf und dort bin ich und 1 2 freunde öffters am sitzen und caffe trinken, ein kunde kommt rein der wahrscheinlich drogenabhänig ist und hepatites c hat, er kam das erstemal rein und hat mich als hurensohn etc. beleidigt ich habe nicht reagiert und habes es einfach gelassen, eines tages kam er wieder und beleidigte mich nochmals mein kumpel der der späti gehört hat ihn hausverbot erteilt.
so und jetzt kommt er zum 3ten mal und diesmal wollte er eine leere pfandflasche abgeben die aus glas ist (8 cent wert) diesmal war ich kurz an der kasse weil mein kumpel dringen aufs klo musste ich habe den kunden gesagt das er raus soll und ich seien flasche nicht abnehme weil er hausverbot bekommen hat und ich sonst die polizei rufe.
er wurde diesmal aggresiv und hat mir ins gesicht gespuckt diesmal konnte ich mich aber nicht halten nach dem er mich 2 mal beleidigt hat und 1 mal anspuckte, daraufhin bin ich raus gegangen und hab ihn einpaar aufs gesicht geschlagen. wahrscheinlich war seine nase dan gebrochen, als die polizei und kranken wagen dort ankamen war ich schon weg ungefähr nach 30-60 min waren sie weg und mein kumpel rufe mich an und meinte das ich mich bei der polizei melden soll einer der beamten hat seine nr hinterlassen, also rief ich dort an und er bat mich ins revier zu kommen als ich dort ankam wollte er von der sache nix wissen und hat mich ins krankenhaus geschickt weil er meinte das die person eine schwere erkrankung hat die extrem ansteckend ist und gefährlich ist . naja hier höre ich mal auf , paar monate danach habe ich ein gelben brief bekommen wo drin steht wegen gefährliche körperverletzung jetzt die frage was mache ich da wie komme ich aus der sache raus. eigendlich ist es notwehr nach § 223 StGB er hat mich angespuckt obwohl er bewust ist das er hepatites c hat.

Guten Morgen sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage, was Sie nun machen sollen, unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und der von Ihnen gemachten Sachverhaltsangaben, wie folgt:

Ich gehe zunächst davon aus, dass Sie bereits bei der Polizei Angaben zur Sache gemacht haben und das Sie nunmehr wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt worden sind (gelber Brief).

Gefährliche Körperverletzung im Sinne von § 224 StGB kann mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft werden.

Fraglich erscheint hier allerdings unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsdarstellung schon, ob bei Ihnen überhaupt eine gefährliche Körperverletzung in Betracht kommt, da ich laut Sachverhalt keines der Qualifikationsmerkmale von § 224 StGB Nr1-5 zu erkennen vermag.

Möglicherweise kommt deshalb lediglich eine Strafbarkeit gem. § 223 StGB in Betracht. In diesem Fall könnte eine mögliche Einstellung des Verfahrens wesentlich leichter zu erreichen sein. Um dies abschließend zu beurteilen, ist allerdings zunächst Einsicht in die Ermittlungsakten erforderlich.

Die von Ihnen begangene Verletzungshandlung ist, davon abgesehen, meines Erachtens leider nicht durch Notwehr gerechtfertigt.

Eine rechtmäßige Notwehr setzt gemäß § 32 StGB stets eine Notwehrlage in Form eines gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriffs voraus.

Zwar kann man das Handeln des Kunden Ihnen gegenüber durchaus als Angriff auf Ihre körperliche Unversehrtheit oder gegen Ihre Ehre ansehen.

Allerdings müsste der Angriff zum Zeitpunkt Ihrer ,,Notwehrhandlung´´ noch gegenwärtig gewesen sein, also unmittelbar bevorstehen, gerade stattfinden oder noch andauern.

Wenn ich Ihre Angaben richtig verstanden habe, sind Sie NACH dem Angriff des Kunden aus dem Späti herausgegangen und haben Ihn erst dann geschlagen. Nach meinem Dafürhalten lag zu diesem Zeitpunkt keine Notwehrsituation mehr vor, nach welcher Ihre Handlung gerechtfertigt sein könnte.

Hier hätten Sie nach dem Angriff des Kunden die Polizei informieren müssen, um eine Bestrafung des Kunden zu erreichen, aber hinterher ist man natürlich immer schlauer.

Geht man im schlimmsten Falle davon aus, dass Sie sich wirklich einer - wie auch immer gearteten - Körperverletzung schuldig gemacht haben, so wird allerdings auch das Vorverhalten des Kunden vom Gericht mitberücksichtigt werden.

Wie das Verfahren wahrscheinlich ausgeht, kann ich Ihnen ohne vorherige Einsicht in die Ermittlungsakten genommen zu haben, leider momentan nicht sagen. Berücksichtigt werden vom Gericht unter anderem die Schwere der Verletzung, die Vorgeschichte oder auch mögliche Vorstrafen.

Ich würde Ihnen dringend raten, schnellstmöglich einen ortsansässigen Rechtsanwalt in dieser Angelegenheit zu beauftragen, der nach gründlicher Prüfung alle rechtlich möglichen Schritte für Sie einleiten wird.

Es tut mir Leid, dass ich Ihnen keine positivere Auskunft geben kann,hoffe aber dennoch Ihnen schon einmal weiter geholfen zu haben. In diesem Fall würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.

Abschließend bitte ich Sie zu berücksichtigen, dass Ihnen meine Antwort lediglich eine erste Einschätzung liefern soll. Das persönliche Gespräch mit einem Rechtsanwalt kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich wünsche Ihnen in der Sache viel Erfolg und trotz des Ärgers ein schönes Wochenende.

Mit freundlichen Grüßen aus Mainz

Nino Jakovac
- Rechtsanwalt -

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