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steuerrechtlicher Übergang bei Immobilienkauf

| 01.12.2009 16:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich habe eine Immobilie mit Besitzübergang 01.12.09 und entsprechender Auflassung notariell am 23.11. beurkunden lassen. Aufgrund der üblichen Modalitäten erfolgt die Eintragung meiner Person als Eigentümer im Grundbuch vermutlich nicht mehr in 2009.

Macht es aus steuerrechtlicher Sicht dennoch Sinn Investitionen in die vermietete Immobilie bereits 2009 durch zu führen, d.h. würden diese bei der Steuererklärung 2009 absetzbar sein???

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.

Nach § 9 a der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung, auf den insoweit zurückzugreifen ist, ist das Jahr der Anschaffung das Jahr der Lieferung. Hierfür kommt es auf den Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an. Dies schließt aus, als Jahr der Anschaffung den Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit oder den Zeitpunkt des Abschlusses des schuldrechtlichen Kaufvertrages oder der Auflassung nach den §§ 873, 925 des Bürgerlichen Gesetzbuches - BGB - anzunehmen (BFH, Urteil vom 29. Januar 2003 - III R 53/00 - BStBl. II 2003, 565, 567). Maßgebend ist allein, wann der Erwerber nachdem Willen beider Vertragsparteien wirtschaftlich über das Wirtschaftsgut verfügen kann. Dies ist bei der Übertragung einer Immobilie in der Regel der Fall, wenn Eigenbesitz, Gefahr, Lasten und Nutzen auf den Erwerber übergehen (BFH, Urteil vom 26. Juni 2003 - III R 41/02 - BFH/NV 2004, 11, 12).

Folglich haben Sie mit Besitzübergang zum 01.12.2009 die wirtschaftliche Verfügungsgewalt erlangt. Daher können Sie getätigte Investitionen auch noch für das Jahr 2009 absetzten.

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Ich darf Sie abschließend darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen. Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.


Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 03.12.2009 | 09:42

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