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sexuelle Nötigung aber total unschuldig!


01.09.2006 10:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo! Ich wurde vor kurzem wegen sexueller Nötigung von einem Mädchen angezeigt (sie 19)(ich 25). Wir hatten uns in einer Disco miteinander unterhalten und sie wollte aufgrund des Lärms mit mir nach draussen zum reden gehen. Da sie da Angst hatte, von dem Bruder ihres Freundes mit einem anderen Mann gesehen zu werden schlug ich vor in meinem Zimmer weiter zu reden, da wir direkt vor dem Haus saßen. Bereits unten beim reden schlug sie ihr Bein über meines und schließlich küsste sie mich im Lift. Oben redeten wir zunächst und küssten und dann.Während des Küssens ging ich ihr unter die Bluse. Sie sagte dann schießlich, dass sie das ja eigentlich alles nicht dürfte aufgrund Ihres Freundes. Wir einigten uns darauf, es nicht weiter kommen zu lassen. Draufhin bat sie um Bodylotion, weil sie mir gerne den Rücken massieren wolle und forderte mich auf, mein T-Shirt auszuziehen. Danach fragte ich, ob ich sie massieren solle, was sie bejahte. Sie legte sich auf den Bauch und zog ihr T-Shirt aus. Ich fragte ob ich den BH öffnen dürfe, was sie bejahte. Ich schaffte es aber nicht, worauf sie es selbst tat. Daraufhin zogen wir uns die Shirts wieder an und gingen wieder nach unten. Vorher schrieb sie mir noch ihre Telefonnummer auf. Unten warteten schon die Freundinnen die stinksauer waren, weil sie so einfach verschwunden war und sagten Sätze wie..."na dass wenn mal dein Freund erfährt..." Ich sagte den Mädchen, dass nicht passiert sei und wir uns nur unterhalten haben, was sie auch bekräftigte. Wir trennten uns uns später kam sie noch einmal herein und verabschiedete sich mit einem Zeichen, dass ich sie anrufen solle.

Vor zwei Wochen dann der Brief von der Kripo, der mich fast aus den Schuhen fallen ließ.

Sie gab an, dass ich ihr auf dem Zimmer an Busen und Po gegrabscht habe, sie mich gebissen hat etc.

Gehe davon aus, dass der Freund etwas mitbekommen hat und sie jetzt zu dieser Lüge greifen muss.

An dem Abend war ich nüchtern und sie angeheitert.

Ich gab bei der Polizei an, dass sie mir ihre Nummmer gegeben hat, was sie z.B verneint.

Jetzt die Frage:

-Wie soll ich mich verhalten
-Was kostet ca ein Rechtsanwalt bzw. wie hoch ist der Streitwert anzusetzen.
-übernimmt meine Rechtsschutzversicherung die Kosten? Habe eine Klausel gesehen, dass bei Verdacht eines Verbrechens nie gezahlt wird, auch wenn man unschuldig ist.

Vielen Dank

PS: Wohne in München und der Vorfall war an der Küste (Eckernförde). Soll ich einen Münchner oder einen Anwalt aus Eckernförde nehmen?



01.09.2006 | 10:47

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Mit den vorliegenden Vorwürfen ist keineswegs zu spaßen. Der Vorwurf, der Ihnen gemacht wird ergibt sich aus § 177 StGB:

§ 177
Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung
(1) Wer eine andere Person
1. mit Gewalt,
2. durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder
3. unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist,
nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn
1. der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder
2. die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.
(…)
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.

Bei den Handlungen, die Ihnen vorgeworfen werden, handelt es sich um ausreichende sexuelle Handlungen im Sinne der Strafnorm. Sie sollten daher unbedingt einen Anwalt Ihres Vertrauens aufsuchen. Dieser kann für Sie Akteneinsicht nehmen und dann eine Einlassung für Sie abgeben. Auf keinen Fall dürfen Sie gegenüber irgendwem (vor allem nicht gegenüber den Behörden) selbst etwas zur Sache sagen. So wie Sie den Fall schildern, ist eine sehr behutsame und durchdachte Verteidigung notwendig, um Ihre Recht angemessen zu wahren und ggf. das Verfahren zur Einstellung zu bringen. Sie sind vermutlich völlig im Recht, aber haben aufgrund der Aussagen der Dame einige Probleme, da heil heraus zu kommen.

Ein Rechtsanwalt kostet Sie in dieser Sache (ohne abschließende Festlegung) zwischen 500-1000 € - je nachdem wie viel Aufwand es in dieser Sache gibt. Gerne stehe ich Ihnen auch dazu zur Verfügung! Unabhängig von der Entfernung sehe ich kein Problem, entsprechend mit den Behörden zu kommunizieren oder Termine für Sie wahrzunehmen!

Ich hoffe, dass Ihre Fragen hinreichend beantwortet worden sind. Für Rückfragen stehe ich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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