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sexuelle Nötigung, nachträgliche Anzeige

12.03.2019 11:50 |
Preis: 48,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Dietrich


Sehr geehrte Damen und Herren,
mir geht folgendes Thema seit einige Jahren im Kopf herum und ich möchte gerne damit abschließen. Ich hatte vor 7 Jahre eine kurze Affaire mit einem beruflichen Partner (Arbeitskollege würde es nicht nenne, da wir beide selbständig sind). Wir hatten auch einvernehmlich Sex.
Eines abends waren wir in seinen beruflichen Räumen und wir hatten Sex. Er wollte Analverkehr, nur ist das für mich schmerzhaft und ich hasse es. Also habe ich abgewehrt und gesagt, dass ich das nicht will. Es ist auch nicht weiter passiert. Später am Abend sind wir dann zu ihm gegangen. Wir hatten wieder Sex und er hat mich zum Analsex gezwungen. Ich war wie gelähmt und habe nur geheult und weil natürlich auch Alkohol im Spiel war dachte ich im Nachhinein, das hätte so sein müssen und es wäre meine Schuld gewesen - immerhin hatten wir ja Sex.
Wie das mit uns beiden dann weiter gegangen ist weiss ich nicht mehr so genau. Ich habe allerdings seit dem Probleme beim Sex (nicht zu Unrecht - mir ist das noch zweimal passiert, diese male war allerdings radikaler und habe sofort die Freundschaft zu den entsprechenden Menschen abgebrochen). Da ich nun seit 7 Jahren immer wieder mit großer Wut auf das Geschehene zurück blicke, möchte ich nun das tun, was ich sofort hätte tun sollen: ihm anzeigen. Schadenersatz ist mir nicht wichtig, Mir wird nur im Nachhinein wirklich schlecht, dass so ein Mensch mit so etwas durchkommt und ich wünsche mir diesbezüglich Ruhe, also zumindest die Gewissheit, im Nachhinein etwas richtiges getan zu haben. ich habe ihm eine Mail geschrieben , aber leider hat er nicht darauf reagiert.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Im Raum steht hier eine Vergewaltigung nach § 177 StGB. Diese ist im Höchstmaß mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren bedroht. Wenn die Tat aber 7 Jahren her ist, wäre diese womöglich schon verjährt. Die Verjährung tritt nach § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB bereits nach 5 Jahren ein. Die Strafverfolgung wäre damit ausgeschlossen, auch wenn die Polizei dann trotzdem erstmal versucht zu ermitteln.

Die Verjährung könnte allerdings ruhen. Hier gab es eine Gesetzesänderung im Jahr 2016, wonach gemäß § 78b StGB die Verjährung ruht, bis das Opfer 30 Jahre alt geworden ist. Dies bedeutet konkret, dass wenn Sie bei der Tat vor 7 Jahren bereits 29 Jahre oder älter gewesen sind, die Tat jedenfalls verjährt wäre. Waren Sie damals jünger, wäre eine Strafverfolgung noch möglich, aber auch dann dürfte es äußerst schwierig sein die Tat zu beweisen, da Spuren nicht mehr zu ermitteln sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt

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