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kindesumgang


14.02.2005 19:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Guten Tag!Ich habe eine 7-jährige Tochter,alleiniges Sorgerecht.Mit dem Kindesvater war ich nicht verheiratet,wir trennten uns als das Kind 1 Jahr alt war.Wir trafen damals einvernehmliche Abmachungen zum Umgang.Wir vereinbarten anfangs 14-tägigen Umgang.Der Kindesvater war in dieser Hinsicht sehr unzuverlässig.Er sagte oftmals ab und verschob ständig Termine.Die Abstände wurden immer grösser.Oftmals holte er das Kind nur ab und brachte es zurück.Es hielt sich bei Verwandten auf...usw.In den Jahren seit unserer Trennung legte er ebenfalls ohne Angabe von Gründen mehrere Umgangspausen ein....mal 3 Monate,mal ein halbes Jahr,mal vier Monate...usw.Der Umgang gestaltete sich also in den letzten Jahren sehr problematisch.Es erfolgten etliche Gespräche mit dem Jugendamt.Meine Tochter litt sehr unter diesem "Hin-und Her".Nun haben wir folgenden Stand.Der letzte Kontakt zwischen Kindesvater und Kind erfolgte im Mai 2003.Im September 2003 wurde er durch eine Mitarbeiterin des JA informiert,dass ich ihm den Kontakt zu seiner Tochter ermögliche und er sich bei mir melden soll zur Absprache des Umgangs.Das hat er bis heute nicht getan.Seit 2003 erfolgte kein Anruf,keine Post für meine Tochter ...weder zum Geburtstag,Weihnachten,Schulanfang...Weder das Kind noch ich hörten von ihm.Sie litt sehr darunter.Nun ist es inzwischen so,dass wir eine neue Familie haben,sie die Schule besucht,Abstand zu allem hat.Sie fragt auch nicht mehr nach dem Kindesvater.Nun habe ich Post von einem Anwalt erhalten.Er möchte ab sofort 14- tägiges Umgangsrecht,Urlaub,Feiertage...die üblichen Regelungen,ansonsten würde er vor Gericht gehen.Nun meine Frage.Mir ist klar,dass ich den Umgang nicht grundsätzlich verhindern kann.Kann es sein,dass das Gericht,die Vorgeschichte und die bisherige Unzuverlässigkeit völlig ausser acht lässt,dass er sofort volles Umgangsrecht bekommt nach fast zweijähriger Pause(die seine Entscheidung war)?was, wenn er den Kontakt dann wieder abbricht?Muss ich mein Kind dieser Willkür aussetzen?Kann ich vor Gericht auf einer Mitwirkung des Jugendamtes bestehen?Kann es sein,dass mein Kind auch vor Gericht muss?Was macht ein Verfahrenspfleger genau?(habe in diesem Zusammenhang davon gehört)Vielen dank!

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich gilt hier Folgendes:
Ein völliger Ausschluss des Umgangsrechts ist -ausnahmsweise- nur gerechtfertigt, wenn das Kind infolge des Umgangs körperlich oder seelisch konkret gefährdet ist und der Gefährdung nicht durch eine blosse Einschränkung des Umgangsrechts oder dessen sachgerechter Ausgestaltung begegnet werden kann.
Allein die Verfeindung der Eltern rechtfertigt den völligen Ausschluss des Umgangsrechts nicht.
Das Recht zum Umgang besteht auch dann, wenn sich die Eltern bereits vor der Geburt des Kindes getrennt haben und der Vater das Kind noch nie gesehen hat. In einem solchen Fall müssen die Kontakte aber erst behutsam aufgebaut werden.

Sie sollten zunächst mit Ihrem Kind besprechen, ob es den Umgang überhaupt will. Dies wird mit entscheident sein.

Die bisherige Unzuverlässigkeit des Vaters wird im Hinblick auf das Kindeswohl zu beachten sein.

Dem Kind darf durch den nunmehr begehrten Umgang kein psychisches Leid angetan werden. Das Jugendamt wird in derartigen Verfahren generell eingeschaltet. Ein Mitarbeiter des Jugendamtes wird dan zum Verfahrenspfleger (Anwalt des Kindes) bestellt, um dessen Interessen objektiv wahrzunehmen. Es kann sein, dass Ihr Kind vor Gericht erscheinen muss. Allerdings wird hier lediglich ein vertrauliches Gespräch zwischen Ihrem Kind und dem Richter unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Der Verfahrenspfleger wird darauf achten, dass während des Verfahrens keine Kindeswohlgefährdung erfolgt.

Ich empfehle Ihnen, sich rechtzeitig mit dieser Problematik an das Jugendamt zu wenden.
Die Rolle des Jugendamtes in derartigen Verfahren ist als erheblich einzuschätzen. Schließlich hat nur das Jugendamt Einblick in die bisherigen familiären Verhältnisse.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

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