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Umgangsrecht: Wie können wir den Umgang einfordern?

| 08.01.2013 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr gehrte Damen und Herren,

mein Mann hate vor zwei Jahren eine kurze Affäre. Die Frau ist schwanger geworden und hat eine Tochter Jahren zur Welt gebracht. Sie hat das alleinige Sorgerecht. Wir haben einen fünf jährigen Sohn.

Mein Mann hat kurz nach der Geburt versucht Konatkt auf zu nehmen, damit wir als Familie das Kind kennen lernen. Die Frau erlaubt das aber nicht. Sie meint, mein Mann und mein Sohn dürfen die Tochter kennen lernen, mir verbietet sie den Kontakt. Da wir zum Glück aus unserer Ehekrise raus sind und wir unsere Ehe nie wieder gefährden möchten, hat mein Mann den Kontakt abgebrochen. Sie meldet sich nur, wenn sie Geld braucht.

Ich finde die ganze Situation furchtbar und würde mir wünschen, wir hätten einen regelmäßigen Umgang. Ungerne möchten wir das Jugendamt einschalten.

Was können wir machen, kann sie mir den Kontakt verbieten? Mein Mann und ich sind seit 10 Jahren verheiratet. Es ist ja gar nicht machbar, dass er alle 14 Tage zu dem Kind fährt, wir sind eine Familie.

Liebe Grüße
Kungfu

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sowohl die Tochter Ihres Mannes als auch Ihr Mann haben nach § 1684 Abs. 1 BGB das Recht auf gegenseitigen Umgang. Da die Mutter den Umgang nicht zulässt, ist es ratsam, diese über einen im Familienrecht versierten Rechtsanwalt anschreiben zu lassen und den Umgang einzufordern. Die konkrete Ausgestaltung ist hierbei zunächst dem Vater und der Mutter zu überlassen. Sind sich beide einig, können die Umgangstermine so gestaltet werden, wie es für alle Beteiligten am besten passt. Die Gerichte sehen meist einen 14-tägigen Umgang vor. Dies ist jedoch nicht zwingend. Entscheidend ist die räumliche Entfernung zwischen Vater und Kind sowie Verpflichtungen an den Wochenenden o.ä. Müsste Ihr Mann z.B. regelmäßig am Wochenende arbeiten oder wohnen Sie mehrere 100km vom Kind weg, wird man einen 14-tägigen Umgang nicht realisieren können. Bei sehr kleinen Kindern befürworten die Gerichte eher kürzere, dafür aber häufigere Umgangstermine, meist noch ohne Übernachtung.

Stellt sich die Mutter weiterhin quer, wird Ihr Mann einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht einreichen müssen. Hierbei wird auch das Jugendamt angehört werden, das zunächst Gespräche mit allen Beteiligten führt und eine Stellungnahme bei Gericht abgibt. Das Jugendamt und das Familiengericht orientieren sich bei der Ausgestaltung des Umgangs ausschließlich am Kindeswohl. Das heißt, es wird geprüft, ob ein regelmäßiger Umgang dem Kindeswohl entspricht und für die Entwicklung des Kindes förderlich ist. In der Regel wird dies bejaht.

Die Mutter kann Ihrem Mann nicht verbieten, das Kind von Ihnen fernzuhalten. Dies wäre nur dann möglich, wenn durch den Umgang mit Ihnen das Kindeswohl gefährdet wäre. Anhand Ihrer Schilderungen sehe ich hierfür keinen Anhaltspunkt.
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Ich weise Sie darauf hin, dass diese Plattform lediglich zur ersten rechtlichen Orientierung dient und eine ausführliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es ist nur eine überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems aufgrund Ihrer Angaben zum Sachverhalt möglich. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Angaben zum Sachverhalt kann sich eine abweichende rechtliche Bewertung ergeben.

Nachfrage vom Fragesteller 08.01.2013 | 17:30

Sehr geehrte Frau Deinzer,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Mir geht es eigentlich nur darum: Darf die Kindsmutter mir verbieten, bei den Besuchen, z.B. auf neutralen Boden, dabei zu sein? Da mein Sohn von seiner Halbschwester noch nichts weiß, möchte ich natürlich bei so einer Begegnung dabei sein. Sie sagt, mein Sohn und mein Mann dürfen das Kind sehen. Ich nicht, hat sie dazu ein Recht?
Liebe Grüße
Kungfu

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.01.2013 | 18:54

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Die Kindesmutter kann dem Vater nicht verbieten, seine Ehefrau, also Sie, zu Umgangsterminen mitzunehmen, solange das Kindeswohl hierdurch nicht gefährdet wird.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 08.01.2013 | 19:42

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