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gesetzl. Händlergarantie f. Gebrauchtwagen


14.05.2007 14:59 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe im Dezember 2006 von einem Händler einen Gebrauchtwagen gekauft.
Ich habe beim Kauf auch eine sogenannte Gebrauchtwagen-Garantie für 18 Monate abgeschlossen. Diese besagt, das ich im Falle eines Schadens prozentual an den Materialkosten beteiligt bin.
Jetzt, nach nur 4 Monaten ist beim Fahrzeug das vordere Verteilergetriebe defekt. Das hintere macht auch schon laute Geräusche.

Das Getriebe wurde jetzt von der Händlerwerkstatt erneuert.
Ich habe an die Vertragswerkstatt den geforderten Rechnungsbetrag
noch nicht überwiesen.

Und nun meine Fragen:
1. tritt bei 4 Monaten - die gesetzliche Händler-Garantie
ein ? Der Schaden kann schon beim Kauf vorhanden gewesen
sein.

2. Kann der Händler verlangen, das die Reparatur auf
die Gebrauchtwagengarantie fällt und ich somit an den
Kosten beteiligt werde?.

3. Wenn ich die Gebrauchtwagengarantie NICHT
abgeschlossen hätte- was wäre dann?

4. das hintere Verteilergetriebe wurde bei der Aufbereitung des Fahrzeuges(beim Kauf) im Dezember, schon nachgebessert- und dies wird nun auch bald "fällig" sein. Fällt das in die gesetzliche Garantie?




Ich bedanke mich, mit freundlichen Grüßen
Jens K.



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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Zu Frage 1: Grds. gilt beim Verbrauchsgüterkauf (Verkäufer ist Unternehmer und Käufer ist Verbraucher) eine Mindestgewährleistungsfrist von einem Jahr.
Diese Frist ist hier noch nicht abgelaufen.
Die gesetzliche Gewährleistung greift aber nur dann, wenn hier ein „Mangel“ vorliegt. „Normale Verschleißerscheinungen“ sind keine Mängel. Hier ist also zu klären, ob der Schaden am Getriebe eine Verschleißerscheinung ist (dann greift die gesetzliche Mängelhaftung nicht ein) oder nicht (dann greift die gesetzliche Mängelgewährleistung ein). Dazu müssten Sie allerdings im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion weitere Angaben machen. Entscheidend dürften Alter und Laufleistung des Fahrzeugs sein.

Zu Frage 2: Wenn ein Fall der gesetzlichen Gewährleistung eingreift, dann kann der Händler grds. nicht verlangen, dass die Reparaturkostenversicherung in Anspruch genommen werden muss.

Zu Frage 3: Wenn Sie die Versicherung nicht abgeschlossen hätten, dann kommt nur die gesetzliche Gewährleistung in Frage. Diese greift dann, wenn ein Mangel bei Übergage des Fahrzeugs vorlag, siehe oben zu Frage 1.

Zu Frage 4: Nach Ihren Angaben liegt es nahe, dass dieser Schaden bereits bei Übergabe des Fahrzeugs vorlag und somit als „Mangel“ zu qualifizieren ist. Das Eingreifen der gesetzlichen Mängelgewährleistung kommt daher in Frage.

Bitte beachten Sie aber bitte abschließend, dass die Frage, ob der einzelne Schaden als Mangel oder aber nur als „normaler Verschleiß“ anzusehen ist, oftmals nur durch Einholung eines Sachverständigengutachtens geklärt werden kann.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.05.2007 | 10:51

Sehr geehrter Herr RA Schmidt,
ich bedanke mich erst einmal. Bin jedoch noch nicht richtig zufriedengestellt.
Ich möchte erst noch die fehlenden Angaben zum Fahrzeug machen.
Typ: Landrover Freelander Bj.1999.
gekauft am 6.12.06 mit Km Stánd: 68200
km Stand heute: 73200.
Das Fahrzeug war wegen dem Schaden vom 13.4.-10.5.2007 in der Händlerwerkstatt.
Das Verteilergetriebe ist kein Verschleißteil.

Da ich keine Rechtschutzversicherung habe, muß ich eventuelle
Ansprüche selbst "durchboxen" und will keine Fehler machen.

Raten Sie mir ?, dass ich jetzt den Händler anschreibe und
auf die gesetzliche Garantie verweise,das das Fahrzeug beim Kauf mangelhaft war. Soll ich "vermuten" oder
soll ich sagen, der Mangel"muß" beim Kauf vorhanden gewesen sein.

Kann ich schreiben, das ich nicht bereit bin, das dafür die Reparaturkostenversicherung aufkommt und somit alle anfallenden Kosten zu Lasten des Händlers gehen?.

Ich bedanke mich im Voraus, für die Beantwortung meiner Nachfrage. MfG

zu 3. verstehe ich es richtig--- die abgeschlossene Gebrauchtwagengarantie setzt die gesetzl. nicht außer Kraft?
Wieso schließt man dann für 18 Monate so eine Versicherung ab, wenn sowieso das 1.Jahr die gesetzliche zutrifft.
Hab ich da "doppelt gemoppelt?"


Nochmal zu 4. Wäre es vorteilhaft, das fahrzeug wegen der Differenzialgeräusche jetzt in der Werkstatt vorzuführen, nur um
dort feststellen zu lassen ,das es halt nach 4 Monaten schon so war- ich bin kein Fachmann, aber es ist durchaus denkbar, das es in der nächsten Zeit dort zum Schaden kommt. Ich will auch die Frist der ersten 6 Monate nicht sinnlos verstreichen.


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.05.2007 | 11:52

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

I. Nach Ihren Angaben handelt es sich nicht um eine Verschleißerscheinung. Eine solche läge auch angesichts des Alters und der nicht übermäßigen Laufleistung nicht unbedingt nahe.

II. Insoweit handelt es sich um einen Mangel.
Sie sollten daher den Händler zur Nachbesserung (Reparatur) auffordern unter Hinweis darauf, dass der Mangel schon bei Übergabe der Sache vorlag. Denn dies wird vom Gesetz innerhalb der ersten sechs Monate nach Übergabe beim Verbrauchsgüterkauf vermutet.
Ferner sollten Sie ihn darauf aufmerksam machen, dass er für die Mangelhaftigkeit der Sache einzustehen hat.
Im Übrigen gibt es auch Ausschlussklauseln in den Bedingungen der Reparaturkostenversicherungen, wonach kein Anspruch auf die Versicherungsleistung besteht, wenn aus anderen Gründen Ersatz gefordert werden kann. (Hier: Mängelgewährleistung ggü. dem Verkäufer) Deshalb sollten Sie sich auch nochmals mit Ihren Versicherungsbedingungen vertraut machen.

III. Der Abschluss einer Reparaturkostenversicherung ist nicht unbedingt „doppelt gemoppelt“. Der eigentliche Anwendungsbereich der Versicherung dürfte (innerhalb der Gewährleistungsfrist) der Ersatz von Reparaturkosten bei Verschleißteilen sein. Denn insoweit greift die gesetzliche Mängelgewährleistung ja nicht ein.

IV. Sie sollten den Schaden aus Beweissicherungsgründen jetzt feststellen lassen, jedenfalls aber innerhalb der genannten Sechsmonatsfrist. Besser ist es allerdings, dies von einem unabhängigen Gutachter vornehmen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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