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Garantie auf Gebrauchtwagen, Händler will nicht zahlen


29.01.2006 10:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
ich habe eine Frage an Sie. Mein Sohn kaufte im Juni des vorigen Jahres einen gebrauchten KIA beim Händler. Der Händler gab ein Jahr Garantie auf Sachmängel. Nun ist ein schwerwiegendes Teil am Auto kaputt, was ziemliche Kosten verursacht und der Händler weigert sich, die Reperaturkosten zu übernehmen, da mein Sohn die Durchsicht nicht bei ihm gemacht hat. Er konnte dies jedoch nicht, da er beim Bund ist (600 km von zu Hause weg) und die Durchsicht an seinem Stationierungsort hat machen lassen.
Ist es rechtens, daß der Händler jetzt die Garantieansprüche ablehnt, obwohl die Garantie noch bis Mitte Juni gilt?
Vielleicht können Sie uns einen Rat geben.
Freundliche Grüße und Danke!
29.01.2006 | 10:51

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Aufgrund Ihrer Darstellung läuft die Garantie noch bis Juni 2006. Dafür hat der Händler auch einzustehen. Wichtig ist noch, was bezüglich der Ansicht des Wagens vereinbart wurde, also ob die Garantie nur gilt, wenn der Verkäufer den Wagen begutachtet.

2.Ungeachtet der Garantie bestehen aber auch gesetzliche Mängelbeseitigungsansprüche, die den Händler zur Übernahme der Reparatur verpflichten, wenn bei Übergabe des Wagens ein Mangel vorlag.

3.Etwas problematisch ist hier, dass Sie die Reparatur einfach durchgeführt haben ohne dem Verkäufer die Chance zur Reparatur eingeräumt zu haben. Allerdings könnten Sie sich hier darauf berufen, dass es Ihrem Sohn unmöglich war, den Wagen zum Verkäufer zu bringen. Wenn das Auto nicht mehr bewegt werden konnte oder eine Reparatur sofort notwendig war und somit die Benachrichtigung des Verkäufers nicht mehr möglich, können Sie die Reparaturkosten gegebenenfalls verlangen.

4.Ich rate Ihnen, die Geltendmachung der Forderung durch einen Anwalt vornehmen zu lassen, erfahrungsgemäß kommt bei Einschaltung eines Anwalts schneller eine Einigung zustande.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2006 | 11:26

Hallo, erst mal Danke für Ihre Auskunft. Hilft uns schon weiter.
Nun noch mal zur Reperatur. Mein Sohn hat nur die fällige Durchsicht bei einer anderen Werkstatt machen lassen. Das Auto ist am Wochenden kaputt gegangen, wurde vom ACE abgeschleppt und zu einer Werkstatt von KIA gebracht. Diese hat sich mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt, ob er die Reperaturkosten auf Garantieleistung übernimmt. Und dieser hat sofort am Telefon abgelehnt, da mein Sohn die letzte Durchsicht nicht bei ihm gemacht hat. Also er hat nicht die Reperatur ohne Nachfrage machen lassen. Aber er kann das Auto auch nicht bis nach Hause bringen (wie gesagt 600 km). Also, der Verkäufer wurde benachrichtigt. Es geht nur darum, daß er die Kosten übernehmen soll.
Im Kaufvertrag ist außerdem kein Zusammenhang zwischen Garantieleitung und Durchsicht vereinbart.
Wieso kann der Verkäufer die Zahlung ablehnen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2006 | 19:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Verkäufer kann die Zahlung ablehnen, weil er keine Möglichkeit hatte, das Auto anzuschauen und den Schaden selbst zu beheben. Dieses Recht muß ihm grundsätzlich gewährt werden. In Ihrem Fall kann das anders sein, weil es für Ihren Sohn unzumutbar ist, das Auto 600km mit dem Schaden zu transportieren. Deshalb kann es sein, dass Ihnen nur Ihre ersparten Aufwendungen ersetzt werden.

Ohne weitere Informationen kann ich Ihnen nicht mehr sagen.


Mit freundlichen Grüssen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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