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Mangelbeseitigung an Gebrauchtwagen - Muss Händler Kosten übernehmen?


27.09.2006 22:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich (Franchisenehmer seit 1.1.06) habe am 19.07.2006 eine "Verbindliche Bestellung eines gebrauchten Fahrzeugs mit Garantie (Eigengeschäft)" aufgegeben. Damit ich das Fahrzeug kaufen konnte , musste ich mein Gewerbeschein vorzeigen, die Rechnungsanschrift ist gleich meiner Wohnungs- und Gewerbeanschrift. Am 26.07.2006 wurde der Passat (Bj. 2001) mit 97.555km von den VW-Vertragshändler übergeben (+ Rechnung). Gleich nach den dem Kauf bemerkte ich das mein Fahrzeug keine Leistung hatte, da ich davor noch keinen Diesel gefahren hatte und der Fehler nur ab und zu auftrat, fuhr ich nicht gleich zu Werkstatt, da ich dies nochmal beobachten wollte. Da keine Besserung eintrat, fuhr ich am 28.08.2006 zu den Händler, der einen Werkstattauftrag aufgab " Leistungsverlust prüfen und nach Absprache instandsetzen". Es stellte sich bei 100590km heraus, dass der Turbo kaputt ist und ich 60% (497€) bezahlen soll und der Händler 40% übernehmen möchte. Ich habe nie Garantiebedigungen erhalten, wo dies hervor geht. Die Fehlerauslese soll ich zusätzlich bezahlen. Auch Beschwerden bei VW brachten keine Lösung.

Meine Fragen:
1. Das Fahrzeug habe ich als Privatperson gekauft, wird gewerblich sowie privat genutzt (50%/50%), habe ich Ansprüche aus Garantie oder Gewährleistung?

2. Muss ich wirklich 60% und die Fehlerauslese übernehmen, obwohl der Fehler vermutlich von Anfang an war und schon nach einen Monat/3000km vom Händler erkannt wurde?

3. Kann ich das Fahrzeug zurück geben und mit welchen Verlust muss ich rechnen (Preis:10990€, Anzahlung:3000€)?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Fragen:

1.
Wenn Sie das Fahrzeug tatsächlich als Privatperson gekauft haben, bestehen Gewährleistungsansprüche. Diese können von einem Unternehmer gegenüber einem Verbraucher nicht gänzlich ausgeschlossen werden; allerdings ist eine Reduzierung auf ein Jahr möglich.

Garantieansprüche haben Sie nur, wenn Ihnen eine Garantiezusage gegeben worden ist; eine gesetzliche Garantie gibt es nicht. Insoweit sollten Sie noch einmal genau die Bedingungen der Bestellung prüfen, da dort von einer Garantiezusage in der zitierten Überschrift die Rede ist.

2.
Bei Vorliegen eines Mangels am Turbolader muss der Verkäufer auch die Kosten der Feststellung des Mangels tragen, wenn dieser unter die Gewährleistung fällt. Da der Mangel hier innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf aufgetreten ist, müsste der Verkäufer beweisen, dass der Mangel erst nach dem Kauf aufgetreten ist.

3.
Eine Rückgabe des Wagens kann nicht sofort erfolgen. Sie müssen dem Verkäufer erst die Möglichkeit der Nachbesserung einräumen. Diese scheint nach Ihrer Schilderung technisch möglich zu sein.

Sofern Sie eine weitere Vertretung Ihrer Interessen wünschen, können Sie sich unter den oben angegebenen Kontaktdaten mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2006 | 23:04

Sehr geehrter Herr Kaussen,
danke für Ihre Antwort.

Nun stellt sich die Frage, ob der Turbolader vom Händler als Verschleißteil ausgelegt wird und wie ich nun auf den Händler zu gehen soll(z.B. Fristsetzung, Dauer der Frist, Paragraph).
Der Händler muss also alle Kosten für die Reparatur des Turboladers tragen? Auch für andere Sachen (z.B. defekte Amaturenbretbeleuchtung, defekter Gurteinzug, Quietschen Beifahrersitz)?
Wenn ich zum Anwalt gehen würde, muss ich da die Anwaltskosten tragen oder der Händler bzw. kann ich die Anwaltskosten dem Händler in Rechnung stellen?

Vielen, vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2006 | 08:41

Sehr geehrte Ratsuchende,

der Verkäufer muss sämtliche Mängel auf seine Kosten nachbessern. Fordern Sie Ihn dazu schriftlich auf und setzen Sie eine Frist von 2 - 3 Wochen; Sie können sich auf die §§ 437 ff. BGB berufen.

Ob die gerügten Mängel im Einzelfall auf Verschleiss zurückzuführen sind, kann ich im Rahmen dieses Forums nicht bewerten.

Die Gebühren eines Anwalts sind vom Verkäufer zu übernehmen, wenn die Inanspruchnahme erforderlich war. Nur dann, wenn eine einfache Rechtslage vorliegt und es nach Lage der Dinge der Einschaltung eines Anwalts nicht bedarf, muss der Verkäufer die Anwaltskosten übernehmen. Sie sollten die Mängel zunächst einmal selbst anzeigen und ggf. einen Anwalt beauftragen, wenn der Verkäufer die Beseitigung verweigert oder mit der Beseitigung in Verzug gerät.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt

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