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abgetretene Forderung


10.11.2007 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



Kann das zweite Inkassounternehmen eine derartige Forderung gegen mich geltend machen?

Sehr geehrte Anwälte, die Sie meine Anfrage lesen.

Ausgangssituation
Im März 1997 erfolgte mit anwaltlicher Bescheinigung die Trennung von meinem damaligen Ehemann, im Oktober 1997 die häusliche Trennung und im Januar 2001 die rechtskräftige Scheidung.
Mein damaliger Mann war Vertragspartner/Kunde bei einem Versandhaus, wo Bestellungen für die laufenden Bedürfnisse der Familie und einiger Kollegen seiner privaten Firma als Gesellschafter einer GbR, vorgenommen worden sind. Im Zuge des Konkurses seiner Firma konnten auch die privaten Zahlungsverpflichtungen kaum noch und zu guter letzt gar nicht mehr geleistet werden, so dass Schulden entstanden.
Für die Firma beantragte mein damaliger Mann das Konkursverfahren und gab 1997 die Eidesstattliche Versicherung ab.

Mit Beginn der häuslichen Trennung tilge ich Schulden, rund 10.000 DM trotz Arbeitslosigkeit und schwerer Erkrankung, ohne Vollstreckungen und Eidesstattliche Versicherung .Eine finanzielle Unterstützung hatte ich von keiner Seite, ich lebte wirklich alleine. Alle Kinder befanden sich entweder im eigenen Haushalt (erwachsen) und die Jüngste noch im Haushalt meines damaligen Mannes.

Im Jahre 2000 meldete sich bei mir ein Inkassounternehmen mit dem Hinweis, dass eine Schuldnermeldung meines damaligen Mannes vorläge und im Auftrage des Versandhauses nunmehr den offenen Betrag von mir fordern und bewirkte im September 2000 einen Titel gegen mich.
Per 27.01.2000 unternahm ich den letzten Schriftverkehr mit den RA-en dieses Inkassounternehmens, legte Ihnen meine Einkommenssituation anhand damaliger Arbeitslosenhilfebescheide offen und bat um Stundung.

Aktuelle Situation
Nach 7 Jahren, am 1.10.2007 meldete sich ein zweites Inkassounternehmen bei mir mit der Behauptung, das vorhergehende Inkassounternehmen hätte die Angelegenheit an Sie abgegeben und Sie möchten hiermit nun wieder, dass ich die offene Forderung aus dem Jahre 1997 begleiche zuzüglich Zinsen seit diesem Jahre+Inkassovergütung+Kontoführungsvergütung+Anwaltsgebühren+Storno/
Guthabenbuchung.

Mein derzeitiges ALG I läuft demnächst aus, ich bin chronisch krank und habe einen Behindertengrad.

Wie soll ich mich am besten verhalten? Haben Sie ein paar Ratschläge für mich? Wie kann ich Zeit gewinnen oder kann nach so viel Jahren doch noch mein damaliger Mann mit herangezogen werden und wenn ja, wie? Bei Ihm sind ja 10 Jahre nach Konkursanmeldung vergangen.

Vielen Dank im vor aus. Bin wirklich für jeden Rat, der effektiv hilft, dankbar.

Mit freundlichen Grüßen.

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Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:

Bei dem Titel wird es sich nach Ihrer Schilderung um einen Vollstreckungsbescheid handeln. Da die Einspruchsfrist verstrichen ist, werden Sie hiergegen nicht mehr erfolgreich vorgehen können. Der Titel ist damit leider in der Welt.

Ob die Abtretung der Forderung an das zweite Inkassounternehmen wirksam erfolgte kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Grundsätzlich ist eine solche Abtretung aber möglich. Sie sollten sich gegebenenfalls die Abtretung nachweisen lassen.

Ausgehend davon, dass die Abtretung wirksam erfolgte, kann nunmehr das zweite Inkassounternehmen die Zwangsvollstreckung gegen Sie betreiben. Sie hätten also bei Zahlungsunwilligkeit damit zu rechnen, dass Ihr Konto gepfändet wird oder der Gerichtsvollzieher Ihr Eigentum pfändet und verwertet. Sollte Ihnen ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (Kontenpfändung)zugehen, sollten Sie unverzüglich zum Amtsgericht gehen und sich dort Ihr unpfändbares Einkommen sichern lassen. Ihr Konto kann dann lediglich in Höhe der darüber hinausgehenden Summen gepfändet werden. Den genauen Betrag teilt Ihnen das Amtsgericht mit. Eine Möglichkeit, Zeit zu gewinnen, sehe ich aus der Ferne lediglich darin, zunächst eine Ratenzahlung mit dem Inkassounternehmen zu vereinbaren.

Sollte die Forderung Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit überschreiten, wäre über ein privates Insolvenzverfahren nachzudenken. Hierüber kann Ihnen die Schuldnerhilfe Auskunft geben.

Da der Titel nach Ihren Angaben gegen Sie vorliegt, ist hieraus nicht gegen Ihren Mann zu vollstrecken. Mit anderen Worten, das Inkassounternehmen wird sich bezüglich der Forderung aus diesem Titel nur an Sie halten.

Ob Sie gegen Ihren Mann einen Anspruch auf Ausgleich der von Ihnen geleisteten Zahlungen haben, kann aus der Ferne ebenfalls nicht seriös beantwortet werden. Hierzu wäre ein Einblick in die gesamten Unterlagen von Nöten.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt
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