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unberechtigte Forderung

| 23.01.2009 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler


Sehr geehrte Damen u. Herren,
es geht um nachfolgenden Sachverhalt betreffend meines 19-jährigen Stiefsohnes, der im vergangenen Sommer von seinem Freund zu einer Flugreise verbunden mit einen Kurzurlaub eingeladen wurde. Die Eltern dieses Freundes waren gleichzeitig mit auf dieser Kurzreise. Im Dezember 08 forderten die Eltern vertreten durch ihren Ra eine Darlehensrückzahlung in Höhe von 400,-- EUR bezogen auf diesen Urlaub, für Flug- und Unterkunftskosten. Auf Befragung meines Stiefsohnes, ob darüber eine schriftliche oder mündliche Vereinbarung getroffen sei, verneinte er dieses. Den Sachverhalt mit dem Hinweis auf eine unberechtigte Forderung teilte ich dem Ra mit. Da es sich um eine Einladung unter Freunden handelte. Gestern kam hierzu der gerichtliche Mahnbescheid, derzeit bis zu einer Gesamthöhe von 522,55 EUR. Hierzu möchte ich Sie gerne um Ihre Einschätzung zu diesem Fall befragen. Bezahlen oder Widerspruch?
Ich muss gleichzeitig hinzufügen, dass ich erfahrungsgemäß meinen Stiefsohn auch nicht uneingeschränkt glauben kann.
Mit freundlichen Grüßen
P.W.

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Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Ihre Frage können eigentlich nur Sie selbst beantworten, da die Glaubwürdigkeit keine unbedeutende Rolle spielt. Von der rechtlichen Seite gilt:

Die Forderung ist berechtigt, wenn Ihrem Stiefsohn tatsächlich ein Darlehen in Höhe von 400,00 € gewährt wurde. Die Darlehensgewährung sowie die Fälligkeit des Rückzahlungsanspruches hat allerdings der Darlehensgeber im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung darzulegen und zu beweisen. Dies kann mittels Schriftstücken, aber auch mittels Zeugen geschehen.

Die Forderung ist dagegen unberechtigt, wenn kein Darlehen gewährt wurde, etwa weil Ihr Stiefsohn „eingeladen“ war. Eine Klage würde zudem auch dann abgewiesen werden, wenn die Anspruchsvoraussetzungen nicht zur Überzeugung des Gerichts bewiesen werden könnten.

Neben der von Ihnen selbst angesprochenen Glaubwürdigkeit Ihres Stiefsohnes sollten Sie vorliegend zudem die auf der eigenen und der Gegenseite in Betracht kommenden Zeugen beachten. Als Zeugen kommen dabei die Personen in Betracht, die nicht selbst Partei sind, d.h. Darlehensgeber und –nehmer.

Danach gilt es eine Abwägung zu treffen, ob danach ein Beweis überwiegend wahrscheinlich ist oder nicht. Diese Entscheidung kann letztendlich nur das Gericht rechtsverbindlich treffen. Dies ist das Prozessrisiko. Zudem sollten die anfallenden Kosten in Betracht gezogen werden, als Kostenrisiko.

In einer Gesamtschau kann sich dabei anbieten, eine außergerichtlich vergleichsweise Lösung zu suchen, um für beide Seiten das Prozess- und Kostenrisiko zu minimieren.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -




Nachfrage vom Fragesteller 26.01.2009 | 16:42

Sehr geehrter Herr Freisler,
vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung. Davon ausgehend das der Gegenpartei der finazielle Status meines Stiefsohnes bekannt ist und wissen, das er z.Zt. beschäftigungslos ist, macht eine Kreditgewährung von 400,00 EUR wenig glaubwürdig. Ich werde doch den Weg des Widerspruchs gehen. Teilen Sie mir bitte mit, ob ich dem Widerspruch die Begründung beifügen muss.
Mit freundlichen Grüßen
P.W.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.01.2009 | 17:03

Ich gehe davon aus, dass Ihr Stiefsohn als Darlehensnehmer als Adressat des Mahnbescheides enthalten ist. Beachten Sie, dass er mit 19 Jahren geschäftsfähig ist und den Widerspruch einzulegen hat.

Für den Widerspruch ist das entsprechend anbei liegenden Formular zu nutzen.

Der Widerspruch ist sodann noch nicht (zwingend) zu begründen. Wenn danach das Verfahren aber an das zuständige Amtsgericht abgegeben werden sollte, wird eine gerichtliche Aufforderung an den Beklagten erfolgen, innerhalb einer gewissen Frist die Verteidigungsanzeige abzugeben und die Verteidigung auch entsprechend zu begründen. Diese Fristen sind einzuhalten, da anderenfalls droht, das die Verteidungsmittel als verspätet zurückgewiesen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

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