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Forderung einer Vermoegensverwaltungsgesellschaft mbH aus abgetretener Forderung

| 19.12.2018 06:04 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren Anwaelte,

Ich habe heute ein Schreiben einer RA Kanzlei erhalten, das besagt ich habe am 18.08.2004 eine Vermittlungsgebuehrenvereinbarung mit Firma X Vermoegensverwaltungsgesellschaft mbH abgeschlossen und bin seit 01.11.2004 in Verzug.

Die Forderung betraegt heute EUR 3470.58, die ich bis 02.01.2019 ueberweisen soll.

Wenn ich mich mal die 14 Jahre zurueck erinnere, weiss ich noch genau, dass ich o.g. Vermittlungsgebuehrenvereinbarung innerhalb von ein paar Tagen widerrufen hatte, da meine Unterschrift unter falschen Versprechungen und Voraussetzungen erworben wurde und ich bin mir auch ziemlich sicher damals eine Bestaetigung dieser Kuendigung erhalten zu haben.

Da Schriftverkehr in 2004 von mir noch in Papierform durchgefuehrt wurde, habe ich leider keinen elektronischen Nachweis und da ich eine Bestaetigung erhalten hatte, habe ich vermutlich auch diese nicht mehr, da ich den Fall damals als erledigt angesehen habe.

Des Weiteren hat die RA Kanzlei, von der ich das Schreiben heute erhalten habe, einen sehr schlechten Ruf und wird in Verbindung gebracht mit Firmen, die "Abzocke" betreiben.

Ich bitte um Hilfe, wie ich in diesem Fall verfahren soll.
Gilt die Verjaehrungsfrist und/oder sollte ich mich mit der RA Kanzlei in Verbindung setzen?

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrte Ratsuchende,

teilen Sie der Kanzlei mit, dass keine Forderung besteht. Bestehen Sie darauf, dass Ihnen die Unterlagen zur Verfügung gestellt werden, die der Forderung zu Grunde liegen sollen.

Verweisen Sie auf Ihren Widerruf und die Bestätigung der Kündigung.

Das Problem, das sich hier stellt ist der Beweis, dass das Vertragsverhältnis und die Vereinbarung beendet worden sind. Sie müssen den Zugang Ihres Widerrufs beweisen. Das könnten Sie natürlich mit der Kündigungsbestätigung, die Ihnen aber wohl auch nicht mehr vorliegt.

Sie werden daher in Beweisschwierigkeiten kommen.

Berufen Sie sich aber auf die Verjährung. Nach Ihrer Darstellung kommt hier die dreijährige Verjährung in Betracht, da nach Ihrer Darstellung nur eine Forderung bis zum 10/2014 geltend gemacht werden soll.

Aber auch dieses ist an Hand der Unterlagen individuell zu prüfen.

Auf die Verjährung werden Sie sich aber nicht berufen können, wenn die Forderung bereits rechtkräftig durch einen Vollstreckungsbescheid oder Urteil gegen Sie festgestellt worden ist.

Auch dieses ist zu prüfen, was aber wohl mit dem Schreiben der Kanzlei und den angeforderten Unterlagen möglich ist, da Ihnen selber keine Unterlagen mehr zur Verfügung stehen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2018 | 07:27

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

vielen herzlichen Dank fuer die schnelle Antwort.

Wuerden Sie mir bitte bestaetigen, dass ich Sie richtig verstanden haben und u.s. Antwort and die Kanzlei so weiter gegeben werden kann?

Vielen Dank nochmal fuer Ihre Hilfe und frohe Weihnachten.

Sehr geehrter Herr X,

Unter o.g. Aktenzeichen besteht keine Forderung.
Das Vertragsverhaeltnis wurde damals innerhalb von wenigen Tagen schriftlich widerrufen und eine Bestaetigung der Kuendigung wurde erhalten.
Danach bestand weder Schriftverkehr noch telefonische Verbindung jeglicher Art mit X Vermoegensverwaltungsgesellschaft mbH.
Ihr Schreiben ist das Erste, das ich in 14 Jahren erhalte.
Ich bestehe hoeflichst darauf, dass Sie mir alle Unterlagen zur Verfuegung stellen, die Ihrer Meinung nach der Forderung zu Grunde liegen sollen.

Des Weiteren berufe ich mich auf die Verjaehrung unter § 195 des BGB, die in diesem Fall vorliegt, da niemals ein Vollstreckungsbescheid und/oder ein Urteil gegen mich festegestellt worden ist und niemals ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wurde.

Freundliche Gruesse,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2018 | 08:38

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie können natürlich meine Antwort ausdrucken. Und Sie sollten auch vorsorglich die Einrede der Verjährung erheben.

Ob Ihr Schreiben so inhaltlich richtig ist, kann und werde ich aber nicht beantworten. Ich hatte ja bereits mitgeteilt, dass man dazu alle Unterlagen prüfen muss.

Dann aber kann man ohne Prüfung nicht die inhaltliche Richtigkeit bestätigen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 19.12.2018 | 10:40

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

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"Vielen Dank an Frau True-Bohle fuer die schnelle und ausfuehrliche Antwort (innerhalb 45min).
Der Grossteil der Antwort war fuer mich sehr verstaendlich und informativ.
Auch die Rueckfrage wurde schnellstens sehr professionell beantwortet.
Ich bin sehr dankbar fuer diesen Service und die Leistung, die ich erhalten habe und empfehle Frau True-Bohle auf jeden Fall weiter."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.12.2018 4,6/5,0
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