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Zugewinnausgleichsberechnung mit Immobilie

| 20.10.2018 17:45 |
Preis: 35,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:47
Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

die Ehe zwischen EP1 und EP2 soll geschieden werden und dauerte bis heute 33 Jahre an.

Das Barvermögen von EP1 betrug 0DM, von EP2 betrug 1500DM zum Zeitpunkt der Heirat (1985).
Während der Ehe erhält EP2 ein Haus von den Eltern übertragen, welches einen Wert von 245.000DM (1990) hatte und gemeinsam renoviert wurde. Der heutige Wert des Hauses wird auf 200000€ geschätzt (Gutachten) und befindet sich weiterhin im Besitz von EP2.

Zum Zeitpunkt der Scheidung haben EP1 ein Barvermögen von 70000€ und EP2 ein Barvermögen von 50000€.
Es handelt sich um eine Zugewinngemeinschaft ohne Ehevertrag.

Wie sieht die Zugewinnausgleichsberechnung bei einer Scheidung aus?  .
Ist der Lebenshaltungskostenindex auch beim Wert der Immobilien (1990) anzusetzen?

Vielen Dank vorab und mfG.

20.10.2018 | 18:37

Antwort

von


(193)
Saalestraße 20
63667 Nidda
Tel: 06043 801 59 60
Web: http://ra-krueckemeyer.de
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1190
190.000

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Der Wertzuwachs des Hauses ist auszugleichen, soweit er auf gemeinsamen Investitionen beruht und nicht aufgrund allgemeiner Faktoren wie Erhöhung der Grundstückspreise oder Inflation beruht. Im Zweifel ist dieser Wertzuwachs gutachterlich zu klären. Die Indexierung kann hier ein erster Anhaltspunkt sein. Nach Indexierung liegt der Anfangswert bei etwa 190.000€. Liegt der gutachterlich festgestellte Wert bei 200.000€ ist praktisch kein Wertzuwachs vorhanden. Das heißt, jedenfalls eine über das übliche Maß hinausgehende Steigerung liegt nicht vor. Typischerweise wird die Gegenseite dies anders sehen und versuchen einen Vergleich zu erreichen, der dem Ehepartner jedenfalls eine gewisse Summe zugesteht. Gerade nach 33 Ehejahren sind hier auch die Gerichte sehr darauf bedacht eine für alle Beteiligten tragbare Lösung zu finden.

Das Anfangsvermögen von 1500DM ist mit 1.190€ einzustellen (der Einfachheit halber 1.200€).
Der Zugewinn EP1 liegt somit bei 70.000 €, bei EP2 bei 48.800 €, die Differenz beträgt 21.200€. EP1 müsste also an EP2 10.600€ als Zugewinnausgleich zahlen.

Wie erwähnt, wird das Haus des EP2 auch noch einbezogen werden. Gut möglich, dass hier der Vorschlag gemacht wird, dass beide Seiten auf den Zugewinnausgleich verzichten könnten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2018 | 11:36

Sehr geehrte Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für die kompetente Antwort.
Können Sie bitte noch zur Bestätigung erläutern wie die Rechnung aussehen würde,
wenn der Wert des Hauses incl. Indexierung in einem Gegengutachten mit 250.000€ angesetzt werden würde.

Vielen Dank und mfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2018 | 11:47

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das Haus hätte dann einen Wertzuwachs von etwa 60.000€. Davon ausgehend, dass dieser Wertzuwachs aus Renovierungen stammt, wäre dies auch der Zugewinn.

Es ergäbe sich somit folgende Aufstellung:
Zugewinn EP1: 70.000 €
Zugewinn EP2: 108.800 €

Die Differenz beträgt: 38.800 €. EP2 muss an EP1 einen Zugewinnausgleich von 19.400€ zahlen.


Bei weiteren Rückfragen oder falls Sie eine Vertretung in dieser Angelegenheit wünschen, können Sie mich gerne via Email kontaktieren.


Mit freundlichen Grüßen


Krueckemeyer

Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.10.2018 | 21:23

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