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Zugewinnausgleichsberechnung

30.06.2017 18:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Hallo! Meine Frau hat mich betrogen und möchte jetzt die Scheidung. Möchte gerne wissen wie sich der Zugewinnausgleich bei uns verhält.
Wir haben vor der Heirat (2003) im Jahr 2001 ein Haus gekauft mit folgenden:
Kosten des Hauses 260.000 DM
Mann Erbteil: 100.000 DM
Mann Bausparvertrag: 40.000 DM
Frau Bausparvertrag: 10.000 DM
Kredit Bank: 140.000 DM
somit ein Gesamtbetrag von 290.000 DM davon wurden 30.000 DM für Möbel ausgegeben.
Wir haben jetzt noch einen Kredit am laufen von 45.000 Euro.
Beim Verkauf des Hauses liegt der Wert bei ca. 150.000 Euro.
Außerdem wie verhält es sich bei den zwei PKW die auf meinen Namen gemeldet sind?
Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Eine genaue Berechnung ist mit den von Ihnen genannten Angaben nicht möglich.

Maßgeblich ist bei beiden Parteien die Differenz zwischen Anfangs- und Endvermögen.

Ich gehe davon aus, dass Sie beide Eigentümer der Immobilie zu je ein Halb sind und für den Kredit gemeinsam haften.

Dann hätte jeder ein Endvermögen, bezogen auf das Haus, von 52.5000 € (die Hälfte des freien Wertes). hinzuzurechnen sind jeweils die sonstigen Vermögenswerte, bei Ihnen z. B. die Fahrzeuge, soweit nicht eines davon zum Hausrat zählt.

Abzuziehen vom jeweiligen Endvermögen ist jeweils das Anfangsvermögen bei der Heirat. Auch hier waren Sie vermutlich schon Eigentümer zur Hälfte. Der freie Wert betrug 120.000 DM, davon stand jedem die Hälfte zu.

Der Zugewinnausgleich besteht in der Hälfte der Differenz, um den der Zugewinn des einen Partners (Endvermögen minus Anfangsvermögen) den Zugewinn des anderen übersteigt.

Ihre ursprünglich höheren Ersparnisse wirken sich hier nicht aus, weil sie bei Beginn der Ehe nicht mehr in Ihrem Vermögen vorhanden waren, sondern bereits in der gemeinsamen Immobilie steckten.

Zu klären ist, welche Werte jeweils noch bei Beginn der Ehe oder zum Endstichtag vorhanden waren, damit die Wertdifferenz ermittelt werden kann.

Sie sollten einen Anwalt vor Ort beauftragen, mit dem Sie alle Details anhand von Unterlagen aufarbeiten können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2017 | 13:26

Nur zum Verständis nochmal. Mein Erbteil welches ich vor der Ehe mit ins Haus gesteckt habe steht mir nicht mehr im vollen Umfang zu?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2017 | 14:22

Sehr geehrter Fragesteller,


gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Die Zurechnung von Erbe und Schenkung zum Anfangsvermögen erfolgt nur, wenn die Zuwendung in der Ehezeit geflossen ist.

Sie haben vor der Heirat Ihr Vermögen in die gemeinsame Immobilie investiert. Das kann über den Zugewinn nicht ausgeglichen werden.

Ggf. muss überprüft werden, ob über Rückforderungen außerhalb des Zugewinns (Schenkung oder Wegfall der Geschäftsgrundlage) die voreheliche Zuwendung korrigiert werden kann.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

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