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Zu hohe Honorarrechnung Steuerberater

| 08.07.2018 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: zu hohe Rechnung des Steuerberaters

Original Rechnung:

Für unsere Bemühungen im Monat Juli 2018 erlauben wir uns nach der Steuerberatervergütungsverordnung zu berechnen:

1. Finanzbuchhaltung für den Monat Mai 2018
mit Belegkontierung, Datev Auswertung, Umsatzsteuersteuervoranmeldung
§33 (1), 12/10 aus 120000-- Euro, Tab.C

Betrag 211,20 Euro netto

-Dieser Betrag wird nicht angezweifelt, von meiner Person!!

2. erheblicher zeitlicher Mehraufwand wegen zahlreicher Kleinbetragsrechnungen und zeitintensive umsatzsteuerliche Beurteilung jeder einzelnen Ausgangsrechnung (ca.300 Buchungssätze)
2 Std Std je 70 Euro

Betrag 140 Euro netto

-Es handelt sich um 10000 Euro Umsatz, mit insgesamt 100 Buchungen der Ausgangsrechnungen, zudem ist die Buchhaltung, nummeriert, kontiert, und fehlerfrei,perfekt abgegeben worden. Da ich Künstler bin und meine Werke mit 7 % Prozent versteuert werden, und Werke von anderen Künstler mit 19 %. Insgesamt 3 Rechnungen gingen in die USA. (Ich betreibe Gewerbehandel mit Kunst)

-Was heisst hier zeitintensive? Und welche Steuerberatervergütungsverordnung berechnet worden ist, steht auch nicht dabei. Was heisst Mehraufwand, bei einer Buchhaltung von 10000 Euro? Es ist eine Kindergarten Buchhaltung, es geht um 7 % Mwst und 19 % Mwst!!

Absatz 2, sollte eigentlich mit Nr.1 abgegolten sein?

3.laufende tel. Beratung in Sachen Umsatzstuer (22.05.-05.06.2018)

2 Std je 120 Euro netto

-Steuerberaterin telefonisch informiert, das sie eine falsche Auskunft gegeben hat, bei der Erstberatung, und die Rechnungen im April korrigiert werden müssen, und ich den Mai auch komplett ändern muss.
Zudem gibt es keine Vereinbarung schriftlich, und auch bis zur dieser Rechnung ist es auch nicht mündlich mitgeteilt worden.

Von meiner Seite gab es keine Auskunft, bzw. Beratung, im Gegenteil, ich hab die Steuerberaterin aufgeklärt.

Absatz 3, es gibt keine schriftliche Vereinbarung und keine mündlichen Vereinbarung über Beratungskosten. Es gab nur eine Auskunft, dass sie mir eine falsche Auskunft gegeben hat, und sie hat es danach bestätigt.

Mir ist eine Mehraufwand und Schaden entstanden, da ich im April 300 Mwst zuviel bezahlt habe. Es wäre zuviel Arbeit diese zu korrigieren. O-TON Steuerberaterin.

4. § 16 Auslagenpauschale
20 Euro netto


Ich bitte um Auskunft, welchen Betrag ich 100 % bezahlen muss, nach meiner Meinung, würde ich Absatz 1 bezahlen, Absatz 2 evtl. , Absatz 3 zweifel ich komplett an, Absatz 4 bezahlen.

Wenn ich Absatz 1 und Absatz 2 und Absatz 4, muss sie auch die Steuerlichen Unterlagen herausgeben?

Bisher hab ich jede Rechnung bezahlt.

Es gibt keine Vertraglichen Vereinbarungen. (Pauschalpreis und Honorarvereinbarung)

Bitte um Auskunft ob ich die Rechnung anzweifelt kann, und welche Möglichkeiten bestehen, gegen Absatz 2 und Absatz 3 vorzugehen.

Steuerberater sofort gekündigt, und werde am Montag zum anderen Steuerberater wechseln. Welche Unterlagen kann sie zurückbehalten, wenn ich nur Absatz 1 und Absatz 4 bezahle bei der Rechnung.




MFG





Einsatz editiert am 08.07.2018 21:04:10

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. 1.Ich bitte um Auskunft, welchen Betrag ich 100 % bezahlen muss
Nur Abs. 1 und 4
1.2. Absatz 2, sollte eigentlich mit Nr.1 abgegolten sein?
ja
2. Wenn ich Absatz 1 und Absatz 2 und Absatz 4, muss sie auch die Steuerlichen Unterlagen herausgeben?
Der Steuerberater hat ein Zurückbehaltungsrecht bzgl. Ihrer steuerlichen Unterlagen bis Sie die Rechnung zahlen. Gemeint ist natürlich die Rechnung, die korrekt ist, d.h. nur die Gebühren abgerechnet auf die der StB auch Anspruch hat. In Ihrem Fall sind das nur Abs. 1 und 4. Wenn der StB weiter die Auffassung vertreten würde, Sie schulden ihm die vollständige Zahlung, wird er die Unterlagen nicht herausgeben und es kommt zum Streit.
3. Bitte um Auskunft ob ich die Rechnung anzweifelt kann, und welche Möglichkeiten bestehen, gegen Absatz 2 und Absatz 3 vorzugehen.
Zunächst schreiben Sie an den StB:
„…Die Rechtsgrundlage für die Abrechnung folgender Positionen in Ihrer Rechnung besteht nicht.
1. „erheblicher zeitlicher Mehraufwand wegen zahlreicher Kleinbetragsrechnungen …"

Betrag 140 Euro netto
Der Mehraufwand wurde bereits in der Position 1 berücksichtigt, indem der höchste Gebührensatz (10/12) abgerechnet wurde. Eine Gebührenvereinbarung liegt nicht vor.
2. „laufende tel. Beratung in Sachen Umsatzsteuer…"
2 Std je 120 Euro netto
Die Telefonate im Zeitraum vom bis stellen keine abrechnungsfähige Beratung, da sie zum einen mit Ihren anderen gebührenpflichtigen Tätigkeit (Finanzbuchhaltung für den Monat Mai 2018 ) zusammenhängten und zum anderen keine Beratung waren, sondern Aufklärung meinerseits über Ihre fehlerhafte Buchung. Daraus ist mir ein Schaden entstanden, indem ich um 300 € zu viel Mehrwehrsteuer zahlen musste (bzw. 300 € Mehrwehrsteuer nicht zurück erstatten bekommen habe).
Ich bitte Sie daher Ihre Rechnung vom …. Insoweit zu korrigieren, dass die o.g. Positionen weg gestrichen werden. Außerdem bitte ich um die Herausgabe der Handakte durch die Übersendung an den StB Name, Adresse innerhalb von 2 Wochen."
Wird der StB auf das Schreiben nicht reagieren, können Sie sich bei der StB-Kammer beschweren.




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.07.2018 | 21:14

Danke, ich war auch dieser Meinung. Die Handakte hab ich wieder, ich werde nur die Position 1 und 4 bezahlen. Vielen Dank für ihre Auskunft.

Einzige Frage wäre noch, wenn ich eine Gebührenvereinbarung unterschrieben hätte, dann wäre Absatz 2 auch zu bezahlen? Das hatte ich nicht verstanden.

Vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.07.2018 | 21:47

... wenn Sie eine reine Stundensatz - Honorarvereinbarung unterschrieben hätten, dann hätte der StB nach dem Stundensatz abrechnen dürfen. D.h. er hätte nach dem Stundenaufwand abrechnen dürfen, den Sie nur bedingt hätten nachvollziehen können. Dann wäre der Abs. 1 nicht in der Rechnung enthalten, sondern nur die Abrechnung analog Abs. 2 (aber dann wären mehr Stunden).
Wenn Sie eine Honorarvereinbarung unterschrieben hätten, wonach zusätzlich zu den gesetzlichen Gebühren noch ein Honorar vereinbart wird, z.B. Pauschale für jede 100 Buchungen, dann hätten Sie Abs. 1 und Abs. 2 analog zahlen müssen.
Bei Telefonaten muss man allerdings aufpassen. Wenn Sie einen StB anrufen und sich beraten lassen (nicht in Ihrem beschriebenen Fall, sondern grundsätzlich), darf der StB ohne vorherige Ankündigung abrechnen, wenn die Voraussetzungen §21 StBGebV
https://www.buzer.de/gesetz/1536/a21833.htm
vorliegen. Daher ist besser zunächst (per E-Mail) zu fragen "was das kosten würde, ... zu beantworten".

Bewertung des Fragestellers 09.07.2018 | 22:16

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