Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.122
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wie kann ich meinen Mann einen Teil des Geldes entziehen oder welche Möglichkeiten gibt es, um Ihn a


| 01.11.2007 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Mein Mann möchte gern die Scheidung und ich habe nun einen Anwaltstermin am 05.11 um mich beraten zu lassen. Leider hat mein Mann vor zwei Tagen ein seperates Konto eröffnet(Wir haben sonst ein gemeinsames)um seinen Lohn in Sicherheit zu wiegen. Wir haben 3 gemeinsame Kinder(7,10,13 Jahre)und ich als Ehefrau bin arbeitslos.Ich kann mit meinen Arbeitslosengeld nicht alles bestreiten und nun sieht es mächtig schwierig aus.
Wie kann ich meinen Mann einen Teil des Geldes entziehen oder welche Möglichkeiten gibt es um Ihn an allen kosten zu beteiligen. Wir sind nicht geschieden und sind auch noch nicht im Trennungsjahr.
Vielen Dank!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Nachdem Sie mitteilen, sich von Ihrem Ehemann noch nicht getrennt zu haben, steht Ihnen zunächst kein Anspruch auf Trennungsunterhalt zu. Gemäß § 1360 BGB sind die Ehegatten jedoch einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten. Neben Ihrem Einkommen muss Ihr Ehemann daher mit seinem Einkommen zu dem Familienunterhalt beitragen. Weigert er sich, hieran zu beteiligen, so müssen Sie Ihren Anspruch auf Beteiligung am Familienunterhalt notfalls vor dem zuständigen Familiengericht einklagen. Zuvor wird Ihre Anwältin Ihren Ehemann auffordern, seinen finanziellen Beitrag zum Familenunterhalt zu leisten und das notwendige Wirtschaftsgeld für einen angemessenen Zeitraum im voraus zur Verfügung zu stellen. Soweit Sie den Unterhalt Ihrer Kinder nicht decken können, haben diese einen eigenen Unterhaltsanspruch nach den Regeln des Verwandtenunterhalts gegenüber ihrem Vater.

Im Übrigen kann jeder Ehegatte im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft über sein Vermögen unter Beachtung der Grenze des § 1365 BGB frei verfügen (§ 1363 Abs. 2 BGB), so dass Sie grundsätzlich nicht verhindern können, dass Ihr Ehemann sein Einkommen auf ein eigenes Konto überweisen läßt.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2007 | 10:54

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin! Leider sieht es so aus das mein Mann sich zur Zeit mit seinem Gehalt an nichts beteiligt, weder an den Lebenshaltungskosten usw. Ich muss die Kinder ernähren, Miete zahlen und alle anderen kosten. Und das vom Arbeitslosengeld1 und Kindergeld, was ja überhaupt nicht möglich ist.Wenn ich erst warten muss bis ein Familienrichter entscheidet, dann sind wir verhungert oder sitzen auf der Strasse und ich kann nichts dagegen tun?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.11.2007 | 23:58

Sehr geehrte Fragestellerin,

hinsichtlich der Unterhaltsansprüche Ihrer minderjährigen Kinder werden Sie auch die Hilfe des zuständigen Jugendamtes in Anspruch nehmen können. Sollte Ihr Unterhalt durch den Bezug des Arbeitslosengeldes nicht gedeckt sein, kommt ein Antrag auf ergänzende Sozialhilfe in Betracht. – Den Beratungstermin am 05.11.2007 sollten Sie unbedingt wahrnehmen – ggf. kommt Ihr Ehemann seinen Unterhaltspflichten nach einer entsprechenden anwaltlichen Aufforderung nach. Was die Anwaltskosten betrifft, können Sie bei dem zuständigen Amtsgericht voraussichtlich einen Beratungshilfeschein beantragen, so dass Sie lediglich die Summe von EUR 10,- zu zahlen haben. Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass die Verletzung der Unterhaltspflichten den Straftatbestand des § 170 StGB erfüllt. D.h. es ist weiterhin zu erwägen, ob Sie gegen Ihren Ehemann eine Anzeige wegen Verletzung seiner Unterhaltspflichten erstatten.

Mit freundlichen Grüßen
RA Petry-Berger

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die Auskunft. Werde Ihren Rat beherzigen! Hat mir sehr geholfen. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER