Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Begrenzung, Befristung und Wegfall des Trennungsunterhalts für die Noch-Ehefrau

| 26.02.2019 19:14 |
Preis: 41,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Trennungsunterhalt - bis wann ist dieser zu zahlen?

Guten Tag !

Ich stelle meine Frage, um eine zweite Meinung zum genannten Thema zu bekommen.
Situationschilderung: ich lebe in Trennung (seit April 2016), Scheidungsantrag wurde letztes Jahr im April gestellt, warte also auf die Scheidung. Ich habe zwei Kinder für die ich Unterhalt zahle. Bis letztes Jahr im Juli habe ich auch für meine Noch-Ehefrau Trennungsunterhalt bezahlt. Dann bin ich zu einem Anwalt gegangen, der hat mir gesagt, dass ich schon zu lange Trennungsunterhalt bezahle, und er mir rät, damit aufzuhören, weil die gesamten Unterhaltszahlungen für die Kinder und die Frau recht hoch sind und seiner Meinung nach die Frau mehr arbeiten könnte,aber nur Teilzeit (3 Tage die Woche Arbeit und zwei Tage frei) arbeitet. Die Kinder sind beide in der Schule, eins in der ersten Klasse und das zweite in der dritten Klasse. Nach der Schule sind sie im Hort (den ich auch alleine bezahlen muss, weil meine Frau zuwenig verdient) bis ca. 16 Uhr, auch an den Tagen, an denen die Frau nicht arbeitet. Meine Frau sagt, dass sie nicht mehr arbeiten kann (sie ist studierte Pädagogin und erzählt, dass sie keine bessere Arbeit bekommt, um mehr als ca. 1300€ netto zu verdienen.) Nach Meinung des Anwalts könnte sie mehr arbeiten und es wäre auch ihre Pflicht mehr zu arbeiten und sich selbst zu versorgen.
Also seit August 2018 gibt es einen regen Schriftwechsel zwischen meinem und ihrem Anwalt. Es werden immer neue Forderungen gestellt (Unterhalt ist neu berechnet worden, Trennungsunterhalt wird gefordert, es wird gedroht usw.).
Meine Frage ist: Hat mein Anwalt recht damit, dass der Trennungsunterhalt ausgesetzt werden konnte und ich ihn nicht mehr bezahlen muss? Oder ist es richtig, dass dieser bis zur Scheidung durchgehend zu bezahlen ist, und es keine Möglichkeit gibt ihn auszusetzen oder zu befristen?

Ich hoffe auf eine gut verständliche und richtige Antwort.
Ich selber bin langsam etwas hilflos.

Danke.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

ich lebe in Trennung (seit April 2016), Scheidungsantrag wurde letztes Jahr im April gestellt,

Damit ist das Trennungsjahr seit April 2017 abgelaufen!

Ich habe zwei Kinder für die ich Unterhalt zahle.

Sehr gut, am besten zum Jugendamt gehen und den Unterhalt auch noch einmal kostenlos titulieren lassen, dann können Sie hierauf bei Streit nicht mehr oder nur bezüglich der Differenz verklagt werden (spart viel Geld).


Bis letztes Jahr im Juli habe ich auch für meine Noch-Ehefrau Trennungsunterhalt bezahlt. Dann bin ich zu einem Anwalt gegangen, der hat mir gesagt, dass ich schon zu lange Trennungsunterhalt bezahle, und er mir rät, damit aufzuhören, weil die gesamten Unterhaltszahlungen für die Kinder und die Frau recht hoch sind und seiner Meinung nach die Frau mehr arbeiten könnte,aber nur Teilzeit (3 Tage die Woche Arbeit und zwei Tage frei) arbeitet.


Die richtige Höhe müssten wir anhand von Unterlagen prüfen. Das was Ihr Anwalt aber meint ist, dass nach Ablauf des Trennungsjahres Ihre Frau verpflichtet ist, Vollzeit zu arbeiten. Kann sie dies nicht, dann muss sie nachweisen, warum nicht. Kann sie das nicht, wird ihr ein Einkommen fiktiv angerechnet.
Auch müsste sie nachweisen, was sie verdienen könnte, wenn sie Vollzeit arbeiten würde. Das würde dann die Höhe des Unterhaltes beeinflussen - ABER das heisst nicht, dass der Unterhalt ganz wegfallen muss. Er ist ggf. geringer, aber generell ist bis zur Rechtskraft der Scheidung zu zahlen!

Achten Sie darauf, dass durch das Aussetzungen und die Verhandlung es zu einer enormen Rückzahlung kommen kann.

Denken Sie bei der Zahlung von Unterhalt auch daran, dass Sie Steuern sparen können bei Unterhaltszahlungen: Steuern sparen durch Unterhaltszahlung: https://www.youtube.com/watch?v=vKMvSld1M8E&index=6&list=PL_OjNg86U5nYmQV1PSoC7LVXAz9LmSU3x


Sie sollten das schnellstmöglich gerichtlich klären lassen, damit die Schulden nicht noch höher werden oder unter Vorbehalt zahlen (Achtung: ggf. bekommen Sie das Geld bei Entreicherung nicht mehr wieder).


Mehr Tipps zu einer schnellen Scheidung dazu auch:
Scheidung: https://www.youtube.com/watch?v=HFFAgcaSbkg&list=PL_OjNg86U5nYmQV1PSoC7LVXAz9LmSU3x&index=12

Haben Sie bereits die Steuerklasse geändert? Dann wäre Ihr Nettoeinkommen nämlich geringer zur Berechnung des Unterhaltes. Mehr dazu hier: https://www.youtube.com/watch?v=3J4K00ZQceY&list=PL_OjNg86U5nYmQV1PSoC7LVXAz9LmSU3x&index=4


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2019 | 16:01

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich wünschte mir mein Anwalt könnte das so wie Sie und würde auch da etwas mehr dahinter sein.

Zu meiner Rückfrage:

Ist es aus Ihrer Sicht ein Fehler gewesen, den Trennungsunterhalt einzustellen? (so wie es mir mein Anwalt geraten hat). Jetzt ist ja nach Ihrer Erklärung der Trennungsunterhalt bis zur Rechtskraft der Scheidung zu zahlen, das heißt ich werden also nachzahlen müssen und erst dann kann ich vesuchen den Unterhalt nach der Scheidung wegfallen zu lassen oder zu begrenzen und zu befristen. Ist das richtig so?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2019 | 19:26

Lieben Dank für das Kompliment!
Sie müssen, wenn festgestellt wird, wieviel Unterhalt zu zahlen ist, den nicht gezahlten Unterhalt nachzahlen. Das kann dann eine recht erhebliche Summe sein, die dann ggf. schwer aufzubringen ist.

So oder so muss Ihre Frau nach der Rechtskraft der Scheidung neu fordern, also stellen Sie zum Zeitpunkt der Rechtkraft dann die Zahlung ein. Fordert sie nicht, müssen Sie nicht zahlen, erst wenn Sie wieder aufgefordert werden, wird neu berechnet und dann kann man sehen, ob Sie überhaupt etwas schulden!

Viel Erfolg!

Bewertung des Fragestellers 28.02.2019 | 15:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"vielen Dank, es war einen gute Erklärung. Man sieht, dass sich die Anwältin auskennt.
"
Stellungnahme vom Anwalt:
Ganz lieben Dank!
FRAGESTELLER 28.02.2019 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70152 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Die Antwort und die Argumentation des Anwaltes hat mir gut gefallen. Ich denke, dass ich ihn mit einem Mandat beauftragen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnelle und kompetente Antwort. So gut, dass ich mit dem Anwalt meine Rechte in der Angelegenheit durchsetzen lassen werde. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Endlich mal ein Anwalt der eine eigene Meinung hat und nicht nur mit Allgemeinplätzen rumdruckst! ...
FRAGESTELLER