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Weiterversicherung in der GKV bei fehlendem Einkommen und PKV-Vorversicherung

| 28.04.2018 13:47 |
Preis: 55,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.


Seit vielen Jahren ist meine Familie über mich privat krankenversichert. Bislang war meine inzwischen 21jährige Tochter privat mitversichert.
Nach Abschluss der Schule hat meine Tochter keine Ausbildung begonnen, sondern 1½ Jahre als Au-pair im außereuröpäischen Ausland verbracht. In dieser Zeit bestand eine eigenständige Krankenversicherung, die PKV wurde als Anwartschaft weitergeführt, nach der Rückkehr lebte die PKV wieder auf. Da meine Tochter, die wieder bei uns wohnt, sich weiterhin nicht für eine Ausbildung oder ein Studium entscheiden kann, hat sie jetzt eine Teilzeittätigkeit mit ca. 1000 € Monatslohn aufgenommen. Sie ist damit in der GKV pflichtversichert.

Für mich stellt sich nun die Frage, wie ich mit der PKV weiter verfahre. Eine Anwartschaft ist ziemlich teuer und auf lange Sicht wird sich meine Tochter sicher nicht privat krankenversichern.

Ich habe deshalb folgende Fragen:
1. Was geschieht mit der Krankenversicherung, wenn meine Tochter diesen Job beendet, weder eine Ausbildung noch ein Studium beginnt und auch kein Einkommen mehr erzielt? Kann sie in der GKV bleiben oder muss sie in die PKV zurück? Sind dabei besondere Fristen oder Vorversicherungszeiten zu beachten?
2. Wie hoch ist der Mindestbeitrag für die GKV, wenn meine Tochter nur ein geringes oder gar kein Einkommen erzielt?
3. Nachdem meine Tochter erwachsen und nicht in Ausbildung ist, bin ich ihr gegenüber doch nicht mehr unterhaltspflichtig(?). Trifft das auch für die Krankenversicherungsbeiträge zu? Wer ist für die Krankenversicherung, bzw. die Beitragszahlung verantwortlich, meine Tochter selbst oder wir als Eltern?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

zu1) Ihre Tochter kann z.B. als freiwillges Mitglied in der GKV bleiben. Wenn Ihre Tochter jetzt mindestens 12 Monate arbeitet, hätte Sie auch bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ALG 1 und die Beiträge zur Krankenversicherung werden von der Agentur für Arbeit übernommen. Auch wenn Ihre Tohter ALG 2 beziehen müsste, würde vom Jobcenter die Krankenversicherung übernommen. Ihre Tochter muss nicht in die PKV zurück.

zu 2) Der Mindestbeitrag liegt bei 157, 33 Euro

zu 3) Eltern können auch gegenüber Ihren erwachsenen Kindern unterhaltspflichtig sein, wenn Sie noch keine Schul - oder Berufsausbildung beendet haben. Da Ihre Tochter eine Schulausbildung hat, sind Sie nach Ihren Angaben nicht mehr unterhaltspflichtig. Die Krankenversicherung wird daher bei Arbeitslosigkeit -wie oben erläutert- entweder von der Arbeitsagentur oder vom Jobcenter gezahlt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M. (Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 01.05.2018 | 18:01

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