Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
501.403
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wechsel priv. Krankenvesicherung (PKV) in gesetztl. Krankenversicherung (GKV)

10.10.2018 08:54 |
Preis: 100,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von


- derzeit privat krankenversichert (seit ca. 20 Jahren)
- Arbeitsvertrag wurde durch Arbeitnehmer gekündigt wg. Arbeitgeberwechsel
- zwischen den Beschäftigungsverhältnissen wird 1 Monat Arbeitslosigkeit bestehen

Besteht die Möglichkeit die Arbeitslosigkeit für den Wechsel in die GKV zu nutzen?

weitere Informationen:
- Meine Frau ist freiwillig in der GKV. Könnte evtl. die Aufnahme in die Familienversicherung meiner Frau während der Arbeitslosigkeit helfen?
- Ein Aufhebungsvertrag ist in Diskussion. Evtl. ist der Austrittszeitpunkt gestaltbar, somit wären auch 2 Monate Arbeitslosigkeit realisierbar.
10.10.2018 | 10:35

Antwort

von


(1928)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
Diese Anwältin zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

welche Möglichkeiten sich Ihnen hier eröffnen, hängt zunächst einmal von Ihrem Alter ab.

Sofern Sie noch nicht 55 Jahre alt sind, sind Sie gesetzlich krankenversichern, sobald Sie ALG I beziehen. Das gilt auch dann, wenn Sie vorher privat versichert waren.

Sie wechseln mit dem Bezug des Arbeitslosengeldes I in die gesetzliche Krankenversicherung.

Sie bleiben auch in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wenn Sie nach der Arbeitslosigkeit eine Erwerbstätigkeit antreten, wird es dann noch auf Ihre Einkünfte ankommen.

Möglicherweise besteht nach Aufnahme einer neuen Tätigkeit keine Versicherungspflicht wegen Ihrer erhöhten Einkünfte. Es folgt dann aber automatisch eine Mitgliedschaft als freiwillig Versicherter.

In diesem Fall kommt es dann auch nicht darauf an, ob und wie lange sie zuvor gesetzlich versichert waren.

Es ist hier die Besonderheit, dass die sonst erforderliche Vorversicherungszeit nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 SGB V nach der Arbeitslosigkeit entfällt. Insoweit würde nach Wegfall der Arbeitslosigkeit die sogenannte freiwillige Anschlussversicherung eintreten und Sie könnten als freiwilliges Mitglied weiterhin in der GKV verbleiben.

Sollten Sie hingegen über 55 Jahre alt sein wird die Sache schon etwas schwieriger.

Weil Sie vor der Arbeitslosigkeit über 5 Jahre privat versichert waren, können Sie dann auch während des Bezugs des Arbeitslosengeldes nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

Die Aufnahme in eine Familienversicherung wäre danach nur dann möglich, wenn Sie über keinerlei Einkünfte mehr verfügen; beziehungsweise das eigene Einkommen unter 435,00 € beziehungsweise 450,00 € bei einem Minijob liegt.

Beachten Sie bitte, dass bei dieser Einkommensgrenze auch Mieteinnahmen und Zinseinkünfte berücksichtigt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2018 | 10:54

vielen Dank für die ausführliche Antwort (ich bin 48 Jahre)

Ich gehe jedoch davon aus, dass ich aufgrund Eigenkündigung (oder Auflösungsvertrag) eine Sperrzeit vom Arbeitsamt erhalte und somit kein ALG I beziehen werde.

Gilt dann auch, dass ich unmittelbar vom Arbeitsamt bei der GKV angemeldet werde, obwohl ich kein ALG I erhalte?

Oder wäre dann doch der Weg über Familienversicherung bei der Frau für einen Monat gangbar (Einkommen habe ich ja keines).


Vielen Dank!!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2018 | 11:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Sperrzeit ist zwar nicht zwingend die Folge bei einer Eigenkündigung, könnte aber in Ihrem Fall wahrscheinlich sein, wenn die Kündigung nur wegen eines Arbeitgeberwechsels erfolgt ist und sonst keine erheblichen Gründe vorliegen, die die Eigenkündigung rechtfertigen würden.

Die Familienversicherung ist dann der gangbare Weg, wobei Sie aber auf jeden Fall auch die Kündigungsfristen der privaten Versicherung beachten müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie sind Arzt und arbeiten den ganzen Tag zum Wohle Ihrer Patienten?

Mehr Informationen
ANTWORT VON

(1928)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Familienrecht, Kaufrecht, Strafrecht, Vertragsrecht, Sozialrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 64524 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!!! ...
FRAGESTELLER