Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wegerecht / Grunddienstbarkeit


| 23.05.2007 08:54 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Grema



Hallo und guten Tag,

Ich habe folgendes Problem:
Wir, meine Frau und ich, bauen z.Zt. ein Haus, welches nur über einen Privatweg erreichbar ist.
Der Weg gehört je zur Hälfte uns und unserem Nachbarn.
Zugang über diesen Weg benötigen 3 Anlieger, nämlich der 2te Besitzer, wir, sowie eine Mieterin des 2ten Besitzers.
Diese Zugänge oder Wegerechte sind über eine Grunddienstbarkeit geregelt.
Benutzt wird dieser Weg aber auch von einem gegenüberliegenden Nachbarn. Dieser benutzt den Weg,
um mit seinem Traktor zu seinem Garten zu gelangen. Dessen Grundstück grenzt allerdings auch an eine öffentliche,
sprich Kreisstrasse, sodass er den Zugang zu seinem Garten auch von dort hat.
Nun meine Frage: Können wir, nämlich meine Frau und ich als hälftige Eigentümer des Weges, diesem Nachbarn
den Zugang verbieten oder muss der 2te Besitzer dieser Massnahme zustimmen?
Wenn ein Verbot durch uns möglich ist, wie ist dann die Vorgehensweise?
Im Voraus besten Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Informationen sowie Ihres Einsatzes erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Entsprechend dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt kann durch die Benutzung des Privatweges mit einem Traktor von einer Eigentumsverletzung ausgegangen werden. Ihnen steht in diesem Fall ein Unterlassungsanspruch gegen den Nachbarn zu, den Sie gemäß § 1011 BGB auch ohne die Zustimmung des Miteigentümers geltend machen können.

Gemäß Ihren Schilderungen gehe ich davon aus, dass Ihrem Nachbarn auch kein so genanntes Notwegerecht gemäß § 917 BGB zusteht. Dies wäre dann der Fall, wenn der Nachbar sein Grundstück nur durch die Verwendung des Privatweges ordnungsgemäß benutzen könnte, bzw. wenn dies nicht durch eine Verbindung mit einem öffentlichen Weg möglich wäre. Für eine abschließende Beurteilung müssten diese Voraussetzungen unter Umständen genauer überprüft werden.

Um Ihre Unterlassungsansprüche durchzusetzen, empfehlen wir Ihnen die Beauftragung eines Rechtsanwaltes, wofür wir Ihnen gerne zur Verfügung stehen.



Mit freundlichen Grüßen



Christian Grema
Rechtsanwalt

_____________
Christian Grema
C-G-W Rechtsanwälte

Postfach 1543
76605 Bruchsal

Tel.: (07251) 392 44 30 (24h)
Fax.: (07251) 392 44 31

Internet: www.c-g-w.de
E-Mail: info@c-g-w.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich bedanke mich für die schnelle Beantwortung.
Über die weitere Vorgehensweise denke ich nach und komme
evtl. auf Sie zurück. "